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Visum / Jobben

Arbeiten während des Studiums und nach dem Studium – Informationen für ausländische Studierende, die nicht aus einem EU-Land kommen

Seit dem 01.08.2012 sind neue Regeln in Kraft getreten, die das Arbeiten während des Studiums und nach Studienabschluss betreffen. Wenn Sie eine Staatsangehörigkeit eines Nicht-EU-Staates besitzen, sind diese Informationen sehr wichtig für Sie: 
Maximale Studiendauer: 

  • Sie müssen Ihr Studium (Bachelor und Master) innerhalb von 10 Jahren abgeschlossen haben. 
  • Wenn Sie danach noch promovieren, sollten Sie die Promotion innerhalb von weiteren 5 Jahren abschließen


Arbeiten während des Studiums: 

  • Viele Studierende sind darauf angewiesen, sich ihren Studienaufenthalt in Deutschland durch einen Job neben dem Studium zu verdienen. Ab sofort dürfen Sie 120 ganze oder 240 halbe Tage pro Jahr ohne Arbeitserlaubnis arbeiten
  • ein Pflichtpraktikum wird nicht auf diese Zeit angerechnet
  • freiwillige Praktika sind möglich, werden aber auf die 120 ganzen bzw. 240 halben Tage angerechnet, auch wenn sie nicht bezahlt werden

Arbeit suchen nach dem Studium: 

  • Wenn Sie Ihr Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen haben, können Sie eine Aufenthaltsberechtigung  für 18 Monate zur Arbeitssuche bekommen
  • In dieser Zeit ist Jobben ohne Einschränkung erlaubt
  • Sie brauchen dafür keine Arbeitserlaubnis

Adäquate Arbeitsstelle nach dem Studium: 

  • Wenn Sie eine Arbeit gefunden haben, die Ihrer Qualifikation (Bachelor, Master, oder Promotion) entspricht, können Sie die „Blaue Karte EU“ erhalten. Sie müssen dazu einen Arbeitsvertrag vorlegen und mindestens € 47.600 pro Jahr verdienen (bei bestimmten Berufen nur rund € 37.000, Stand 2014)
  • Eine Niederlassungserlaubnis kann, wenn Sie eine  adäquate Arbeitsstelle gefunden haben, schon nach 21 (wenn Sie deutsche Sprachkenntnisse auf mindestens dem Niveau B1 haben) oder 33 Monaten erteilt werden
  • Familienangehörige, die arbeiten möchten, sind ebenfalls von der Zustimmungspflicht der Agentur für Arbeit befreit

Genauere Informationen hat der DAAD für Sie zusammengestellt: 

Arbeiten als Nicht-EU-Bürger 

Merkblatt zum Arbeiten als ausländischer Studierender

Info Erwerbstätigkeit für Zuwanderer

Info Aufenthaltsrecht Zuwanderung

Tipps zum Arbeiten während des Studiums

Tipps zur Karriere nach dem Studium 

 

Visum / Aufenthaltserlaubnis

Liebe Studenten und Studentinnen,

hier finden Sie einen Vermerk der Ausländerbehörde Fulda zum neuen elektronischen Aufenthaltstitel, der ab 1.9.2011 eingeführt worden ist:

Wichtige Neuerungen zum Aufenthaltstitel

Die Erstellung des neuen Aufenthaltstitels dauert erheblich länger als der bisherige Eintrag im Pass. Das heißt, der Antrag auf Erteilung oder Verlängerung eines Ausenthaltstitels muss sehr viel früher als bislang gestellt werden: mindestens 2 Monate vor Ablauf des alten Aufenthaltstitels.

 

Voraussetzungen für die Erteilung einer
 Aufenthaltserlaubnis (AE) zum Studium in Deutschland

(Studium muss Hauptzweck des Aufenthaltes sein)

1.    AE dürfen erteilt werden für

a.  Studienvorbereitender Sprachkurs sowie Besuch eines Studienkollegs
     (studienvorbereitende Maßnahmen)

b.  Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder
     vergleichbaren Ausbildungseinrichtung 
     (ggf. Stellungnahme des Hess. Kultusministeriums)

2.    Regelerteilungsvoraussetzungen (§ 5 AufenthG):

a.  (Zugelassener) gültiger Nationalpass

b.  Sicherung des Lebensunterhaltes in Höhe von zurzeit 8.040,00 €/Jahr bzw. 670,00  
     €/Mon (einschl. Krankenversicherung. Die gesetzliche Versicherung 
     versichert Studenten nur bis zum 30. Lebensjahr, anschließend ist nur noch
     die übliche Krankenversicherung zu einem höheren Beitrag möglich. Sie 
     muss in ihren Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung 
     entsprechen)

c.  Es darf kein Ausweisungsgrund vorliegen

d.  Einreise mit dem erforderlichen Visum (zum Studium)

3.    Besondere Voraussetzungen (§ 16 AufenthG):

a.  Zulassung zum Studium (bei Verlängerung Immatrikulationsbescheinigung)

b.  Bei Verlängerung Studienbescheinigung und ggf. Bescheinigung über
     Studienfortschritt und evtl. voraussichtliche weitere Dauer des Studiums

 4.    Geltungsdauer und Kosten der AE: 

- eine AE mit Geltungsdauer unter einem Jahr kostet 100 €,
- eine AE für mindestens ein Jahr, höchstens 2 Jahre kostet 110 €
- eine Verlängerung kostet 80 €

       Bei Verlängerung muss ein ordnungsgemäßes Studium nachgewiesen werden, die 
       durchschnittliche Studiendauer (Regelstudienzeit) soll nicht um mehr als 3 Semester 
       überschritten werden.
       Bei fehlenden Studienleistungen (fehlende Scheine, durchgefallene Prüfungen etc.) 
       muss mit der Ablehnung der AE gerechnet werden. Studiendauer max. 10 Jahre)

5.    auflösende Bedingung: „gilt nur für das vorgesehene Studium“. Die Aufenthaltserlaubnis
       erlischt mit dem Wechsel der Fachrichtung oder der Hochschule automatisch.

6.    Studienwechsel nur in den ersten 3 Semestern, später nur, wenn Gesamtstudiendauer
       eingehalten wird und das Studium ernsthaft betrieben wurde. Neue AE beantragen

7.    Während des Studiums darf keine AE für einen anderen Zweck erteilt werden
       (ausgenommen bei Rechtsanspruch)

8.    Es gibt keine Aufenthaltsverfestigung (Niederlassungserlaubnis)

9.    Beschäftigung ist nur an insgesamt 120 Tagen oder 240 halben Tagen im Jahr und zur 
       Ausübung studentischer Nebentätigkeiten zulässig (geeigneter Nachweis führen) 
       Praktika, die in der Studien- oder Prüfungsordnung stehen und regulär zum Studium 
       gehören, werden nicht auf die erlaubnisfreie Zeit angerechnet (Bescheinigung der Hochschule)
Freiwillige Praktika, egal ob bezahlt oder unbezahlt, werden auf die erlaubnisfreie Zeit angerechnet

10.  Nach erfolgreichem Studium kann AE bis zu 18 Monate zur Suche eines dem Studium 
       angemessenen Arbeitsplatzes erteilt werden.

 

Hier die Links zum Merkblatt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge:

Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT)
The electronic residence permit (eAT)
Le titre de séjour électronique (eAT)
El permiso de residencia electrónico (eAT)
O título de residência electrónico (eAT)
Elektronik oturma izni (eAT)
 

russisch - eAT
chinesisch - eAT
arabisch - eAT
koreanisch - eAT

1. Allgemeines zum Thema Jobben

Internationale StudentInnen dürfen neben ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Diese unterliegt aber bestimmten aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Regelungen, die im Folgenden für die Studentengruppen, die an der HS Fulda studieren, dargelegt werden. Diese Regelungen gelten nur für StudentInnen aus Nicht-EU-Ländern, aber auch für die StudetnInnen aus den sog. Beitrittsländern. StudentInnen aus EU-Ländern und aus der Schweiz genießen Freizügigkeit, sind also deutschen StudentInnen gleichgestellt.

2. Beschäftigungen ohne Arbeitserlaubnis

 TutorInnen und studentische Hilfs- und Aushilfskräfte
StudentInnen, die einen Job an der HS Fulda haben, egal ob am Fachbereich oder in der Bibliothek, oder anderen Einrichtungen oder Abteilungen brauchen generell keine Arbeitserlaubnis. Sie sollten aber der Ausländerbehörde über ihre Tätigkeit informieren.

120 - Tage / 240 - halbe - Tage - Regelung
StudentInnen aus Nicht-EU-Ländern und StudentInnen aus den Beitrittsländern der EU können bis zu 120 ganze Tage, oder 240 halbe Tage im Jahr ohne Arbeitserlaubnis einer Beschäftigung nachgehen, unabhängig davon, ob diese an der Hochschule (in den zentralen Einrichtungen), oder außerhalb der Hochschule ist und unabhängig davon, ob sie in den Semesterferien, oder in der Vorlesungszeit liegt (§ 9 Nr. 9 ArGV). Während der Vorlesungszeit darf sie aber 15, in Ausnahmefällen 20 Wochenstunden nicht überschreiten.

StudentInnen am Studienkolleg
Die HS Fulda entsendet die StudienbewerberInnen, die keinen direkten Hochschulzugang haben, an das Studienkolleg in Kassel. Während der Vorbereitung auf ein Studium an einem Studienkolleg ist eine Erwerbstätigkeit nur während der Semesterferien erlaubt. Eine Erwerbstätigkeit außerhalb der Ferien wird durch einen entsprechenden Eintrag in den Pass ausgeschlossen.

PraktikantInnen
StudentInnen von ausländischen Hochschulen benötigen für ein Praktikum von bis zu 6 Monaten keine Arbeitserlaubnis, wenn die Arbeit in einem unmittelbaren sachlichen Zusammenhang mit dem Fachstudium steht und im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms studentischer und vergleichbarer Einrichtungen im Einvernehmen mit der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesanstalt für Arbeit erfolgt (§ 9 Nr. 15 ArGV).
Ebenso ist keine Arbeitserlaubnis für ein vorübergehendes Praktikum im Rahmen eines von der Europäischen Union finanziell geförderten Programms erforderlich, wenn die Beschäftigung im Einvernehmen mit der ZAV erfolgt (§ 9 Nr. 17 ArGV).

3. Beschäftigungen mit Arbeitserlaubnis

 Für jede Beschäftigung, die 120 ganze oder 240 halbe Tage im Jahr überschreitet und nicht an der HS Fulda ausgeübt wird, ist eine Genehmigung durch die Ausländerbehörde (Eintrag in den Pass) erforderlich. 

Zulassung der Ausländerbehörde
In folgenden Fällen lässt die Ausländerbehörde eine längerfristige Beschäftigung, die über die 120 Tage/ 240 halben Tage hinausgeht, zu:

  • für studentische Nebentätigkeiten an der HS Fulda (Ziff. 28.5.3.2 AuslG-VwV) in den zentralen Einrichtungen: Studienberatung (ZSB), Akademisches Auslandsamt (AAA), Bibliothek (Bibl), Wissenstransfer (WT), Zentralverwaltung (ZV). Dabei darf die Beschäftigung während der Vorlesungszeit 20 Stunden/Woche nicht überschreiten.
  • bei finanziellen Notlagen, die nicht durch die/den StudentIn selbst zu vertreten sind, und wenn das Studium bisher zielstrebig durchgeführt worden ist und nach der Bestätigung durch die Hochschule daher von einem erfolgreichen Abschluss ausgegangen werden kann (Ziff. 28.5.3.4 AuslG -VwV). 

4. Keine Erwerbstätigkeit erlaubt

 TeilnehmerInnen von DSH-Vorbereitungskursen  
TeilnehmerInnen von studienvorbereitenden Deutschkursen dürfen während der Dauer des Sprachkurses nicht arbeiten (§ 9 Nr. 9 ArGV, Ziff. 28.5.3.3 AuslG-VwV). 

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