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Grundkonzept des Studiengangs

Zur Erreichung der angestrebten und bereits beschriebenen Studien- sowie Qualifikations- und Kompetenzziele wird ein modularer Aufbau des Studiengangs Supply Chain Management gewählt. Die Module werden zu Modulpaketen zusammengefasst, die sich jeweils einer der erläuterten Zielsetzungen zuordnen lassen. Die Modulpakete werden in ein Gesamtkonzept eingebunden, das im Folgenden allgemein und mit Bezug zu den Modulpaketen erläutert wird.

Das Gesamtkonzept berücksichtigt sowohl unternehmensinterne als auch unternehmensübergreifende Aspekte des Supply Chain Management. Unternehmensbezogen stehen die Funktionen Beschaffung, Produktion und Distribution im Vordergrund der Betrachtung; diese sind im Sinne des Supply Chain Management zu integrieren. Unternehmensübergreifend wird sowohl die Lieferanten- als auch die Kundenseite der Unternehmen berücksichtigt, die sich jeweils über mehrere Wertschöpfungsstufen erstrecken kann. Die Verbindungslinien zur Kunden- und Lieferantenseite deuten Beziehungen im Supply Chain Management an, die über die Materialflüsse hinausgehen: Hierbei kann es sich beispielsweise um Informations- und Kommunikationsbeziehungen sowie um vertragliche Verbindungen handeln.

In dieses Gesamtkonzept lassen sich die folgenden Modulpakete des Master SCM inhaltlich und grafisch einordnen.

  • Modulpaket 1: Unternehmensübergreifendes Supply Chain Management
  • Modulpaket 2: Unternehmensbezogenes Supply Chain Management
  • Modulpaket 3: EDV- und Technologieeinsatz im Supply Chain Management
  • Modulpaket 4: Supply Chain Controlling
  • Modulpaket 5: Sozial- und Führungskompetenzen im Supply Chain Management

Eine Projektarbeit und die Master-Thesis bilden weitere Modulpakete, durch die die vermittelten Inhalte des Master-Studiengangs zur Lösung praktischer Fragestellungen aus der unternehmerischen Praxis eingesetzt werden sollen.

Modulhandbuch

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Modulpaket 1: Unternehmensübergreifendes SCM

Im Zentrum des ersten Modulpakets steht die Integration der Supply Chains über mehrere Wertschöpfungsstufen und Unternehmen. Die Identifizierung logistischer Prozesse im SCM, Supply Chain Strategien sowie die Aufbau- und Ablauforganisation von Supply Chains stellen den Rahmen für spezielle Entscheidungen dar. Die Inhalte reichen von Entscheidungen über Eigenerstellung und Fremdbezug logistischer und gegebenenfalls weiterer wertschöpfender Leistungen über Kooperationen bis zu Referenzmodellen und Konzepten des Supply Chain Management.

Modulpaket 2: Unternehmensbezogenes SCM

Das Modulpaket orientiert sich an Prozessen in Supply Chains, die innerhalb der Industrie- und Handelsunternehmen sowie der Logistikdienstleister ablaufen und zu integrieren sind. Die obige Abbildung zeigt die Ausrichtung des Modulpakets, die das betrachtete Unternehmen in den Mittelpunkt stellt und bei Bedarf bis zu der direkt vorangehenden und nachfolgenden Wertschöpfungsstufe erweitert wird.

Der Kunden- bzw. Pull-Orientierung des Supply Chain Management wird das Modulpaket gerecht, indem zunächst an den Prozessen der Distribution angesetzt wird und erst nachfolgend Fragestellungen der Produktion und der Beschaffung behandelt werden. Es wird davon ausgegangen, dass grundlegende Inhalte der logistischen Funktionen Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik bekannt sind, sodass der Studiengang sich vorwiegend mit Managementaufgaben befasst.

Modulpaket 3: EDV- und Technologieeinsatz im Supply Chain Management

Die Modulpakete 1 und 2 orientieren sich an den Materialflüssen der Supply Chains. Eine Umsetzung des Integrationsgedankens des SCM lässt sich aber nur dann realisieren, wenn auch eine Informationsintegration erfolgt. Logistikmanager und Supply Chain Manager müssen die aktuellen Entwicklungen im Bereich der EDV und IT kennen und diese anwendungsbezogen auf ihre Eignung bewerten können.

Im Modulpaket 3 treten die Materialflüsse in den Hintergrund der Betrachtung; vielmehr werden nun die erforderlichen Informationsflüsse besonders gewürdigt. Obige Abbildung skizziert die Komplexität der Informationsbeziehungen, die unternehmensintern und ‑extern aufgebaut werden müssen und sich über mehrere Wertschöpfungsstufen erstrecken können. Für die Zielgruppe des Studiengangs sind insbesondere die folgenden Inhalte relevant:

  • Überblick über die im Supply Chain Management eingesetzte Informationstechnologie und EDV, wie bspw. der elektronische Geschäftsdatenaustausch und die Identifikationstechnologie RFID. Diese Inhalte lassen sich in Form von Vorlesungen vermitteln.
  • Anwendung von Enterprise Resource Planning Systemen und SCM-Tools. Insbesondere die SCM-Tools, wie SAP APO richten sich an das Management und unterstützen die unternehmensbezogene und -übergreifende Planung, Steuerung und Kontrolle des Supply Chain Management. Dies gilt auch für Datenbanksysteme, wie SAP BW, die übergreifende Auswertungen komplexen Datenmaterials – auch für das Supply Chain Controlling – ermöglichen.

Der Einsatz der SCM-Tools und Datenbanksysteme soll durch die Teilnehmer anwendungsbezogen am PC erlernt und verstanden, aber auch kritisch gewürdigt werden.

Modulpaket 4: Supply Chain Controlling

Auch das Supply Chain Controlling lässt sich in das Gesamtkonzept einbinden. Das Modulpaket 4 ist auf die Entwicklung und Bewertung von Alternativen des SCM, die Entwicklung von Handlungsempfehlungen und die betriebswirtschaftliche Planung, Steuerung und Kontrolle des Supply Chain Managements gerichtet. Demnach geht es weniger um die Ausführung der Material- und Informationsbeziehungen, sondern vielmehr um eine betriebswirtschaftliche Bewertung alternativer Supply Chains.

In diesem Modul soll das betriebswirtschaftliche Methodenwissen vermittelt und auf Fragestellungen des Supply Chain Management angewendet werden. Eine Vielzahl der in den Modulpaketen 1 bis 3 behandelten Managementaufgaben erfordern den Einsatz betriebswirtschaftlicher Methoden des Supply Chain Controlling.

Management-, Sozial- und Führungskompetenzen im SCM

Die obige Abbildung skizziert, dass die Management-, Sozial- und Führungskompetenzen als Schlüsselqualifikationen „im Hintergrund“ der Informations- und Materialflussbeziehungen eine wesentliche Voraussetzung eines erfolgreichen Supply Chain Management darstellen.

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