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ADAM - Auswerten von Daten & Ableiten von Maßnahmen

Gesundheitliche Risikofaktoren bei Kindern im Vorschulalter der Stadt und des Landkreises Fulda

gefördert durch die hochschulinterne Forschungs- und Entwicklungsförderung 2008

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Stegmüller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Lolita Herzig, B.Sc.

Laufzeit: 05/2008 bis 4/2009

Kooperationspartner:
Gesundheitsamt des Landkreises Fulda, Amtsleiter Dr. Stefan Kortüm, Postfach 1654, 36006 Fulda
Partner des Projektes „EvA – Erziehung von Anfang an“ der Stadt und des Landkreises Fulda
Koordination des Netzwerkes: Stefan Mölleney, Magistrat der Stadt Fulda, Amt für Jugend und Familie, Bonifatiusplatz 1-3, 36037 Fulda

Projektbeschreibung:

Stadt und Landkreis Fulda haben im Jahre 2007 das Projekt „EvA – Erziehung von Anfang an“ ins Leben gerufen mit dem Ziel der Vernetzung und Intensivierung von Beratungs- und Hilfsangeboten für Eltern insbesondere von Kindern im Vorschulalter. Der Prävalenz und Inzidenz von Gesundheitsstörungen soll durch eine intensive Kooperation in diesem Netzwerk, in dem rund 20 verschiedene Institutionen, die in der Region „Frühe Hilfen“ im Bereich der Kinder- und Jugendpflege anbieten, zusammengeschlossen sind, präventiv möglichst frühzeitig entgegengetreten werden. Bisher fehlt jedoch sowohl eine aussagekräftige Datenbasis zur Problematik in der Region als auch eine Evaluation bereits durchgeführter Maßnahmen.

Im Rahmen der jährlich durch das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda stattfindenden Schuleingangsuntersuchung (SEU) erfolgt eine Erhebung bei allen Kindern des jeweiligen Einschulungsjahrganges (pro Jahr etwa 2.500 Kinder). Hier werden u.a. Daten zum Gesundheits- und Entwicklungsstand, zu medizinischen Vorsorgeuntersuchungen, aber auch zu möglichen psychosozialen Risikofaktoren erfasst und dokumentiert. Die SEU-Daten sind die einzig verfügbaren Daten, in denen alle Kinder systematisch erfasst werden. Sie stellen einen unschätzbaren sozialepidemiologischen Fundus dar, werden aber in der Region bislang nicht systematisch ausgewertet und im Hinblick auf das bestehende Versorgungsgeschehen analysiert.

Ziel des Projektes ist es, in Kooperation mit dem Gesundheitsamt und den Partnern des Netzwerkes „EvA“ die SEU-Daten aufzubereiten, statistisch auszuwerten, mögliche Risikofaktoren für Gesundheits- und Entwicklungsstörungen im Setting zu identifizieren sowie auf dem Hintergrund der erhobenen Befunde geeignete Interventionsmaßnahmen abzuleiten bzw. bereits praktizierte Interventionen zu evaluieren. Die Projektergebnisse werden im Rahmen einer Fachtagung in Kooperation mit den involvierten Projektpartnern der Region der interessierten Fachöffentlichkeit präsentiert.

Das Projekt ADAM versteht sich als Beitrag eines Wissentransfers unserer Hochschule in die Region, indem auf Grundlage der Auswertungs- und Evaluationsergebnisse umsetzungsorientierte Entwicklungsansätze die weitere Ausgestaltung des Projektes „EvA“ richtungsweisend beeinflussen können. Das Projekt ist geeignet, die bereits vielfältig bestehenden Kooperationen der Hochschule Fulda im Allgemeinen und des Fachbereichs Pflege und Gesundheit im Besonderen mit regionalen Institutionen im Bereich der Gesundheitsversorgung zu intensivieren und trägt damit zur weiteren Profilschärfung unserer Hochschule als regionaler Kompetenzpartner im Bereich der Gesundheit bei.

Das Projekt kann auf erste Vorarbeiten zurückgreifen, die im Rahmen eines studentischen Projektes "EvA" im Studiengang Gesundheitsmanagement während des Wintersemesters 2007/08 angefertigt wurden. Diese Vorarbeiten fanden bei den regionalen Kooperationspartnern ein großes Interesse und hat dort den Wunsch nach einer Verstetigung und Vertiefung bei der Bearbeitung der Fragestellung hervorgerufen.