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HEAT

Hessischer Aktionsplan zur Vermeidung Hitzebedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen der Bevölkerung (HEAT)

Projektleitung:

Prof. Dr. Henny Annette Grewe (Ansprechperson)
Prof. Dr. Beate Blättner

 

                                                                          

Mitarbeiterin:  

Wissenschaftliche Hilfskräfte: 

M.Sc. Silvia Heckenhahn (Public Health)

 

Elisabeth Weyer-Menkhoff
Julia Hofmann

 

Gefördert von:
 

Fachzentrum Klimawandel, Hessisches Landesamt
für Umwelt und Geologie (HLUG)

                                

Laufzeit:

01.10.2009 – 31.10.2012 
 

Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass während Hitzeperioden die Krankheits- und Sterberaten ansteigen. Es ist daher davon auszugehen, dass die im Zuge des Klimawandels sowohl für Deutschland als auch für Hessen prognostizierte Zunahme der Häufigkeit und der Intensität von Hitzewellen eine unmittelbare Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung haben wird. Das Ausmaß der individuellen Gefährdung wird dabei einerseits vom Ausmaß der Exposition gegenüber hohen Umgebungstemperaturen abhängen und andererseits von der Anfälligkeit bzw. Anpassungsfähigkeit von Bevölkerungsgruppen an eine witterungsbedingte Wärmebelastung bestimmt sein.
Geeignete Maßnahmen sowohl zur Beeinflussung der Exposition als auch zur Beeinflussung der Empfänglichkeit (Suszeptibilität) können zu einer Reduktion des Risikos der Gesundheitsgefährdung während Hitzewellen beitragen.
Die Prävention hitzeassoziierter Gesundheitsschäden umfasst daher im Idealfall kurz-, mittel- und langfristige Strategien sowohl zur Reduzierung der Exposition als auch der Suszeptibilität der Bevölkerung. Aufgrund des verzögerten Wirkungseintritts von mittel- und langfristigen Maßnahmen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Etablierung von Warnsystemen und Notfallplänen für den Gesundheitsschutz während Hitzewellen. Aufbauend auf den Erfahrungen während des Sommers 2003 hat die WHO Europa mit dem „Heat-Health-Action-Plan“ Erfolgsfaktoren für

  • die Strukturierung von Informationsflüssen innerhalb der zuständigen Institutionen,
  • die Kommunikation mit der Bevölkerung, die Prävention und für Maßnahmen im Ereignisfall,
  • die Etablierung von Monitoring- bzw. Surveillance-Systemen definiert.

Dabei sollen Planung und Etablierung von Schutzmaßnahmen an regionale, strukturelle und klimatische Bedingungen angepasst sein, bestehende Gesundheits- und Sozialsysteme berücksichtigen sowie langfristige und kurzfristige Ansätze umfassen. 

Die Voraussetzungen, Bedingungen und notwendigen Bestandteile eines Maßnahmenplans, der für das Land Hessen über das existierende Hitzewarnsystem hinaus entwickelt werden könnte, wurden untersucht.  

Abschlussbericht