Berufung gefunden

Hanna Bartels hat an der Hochschule Fulda Oecotrophologie studiert. Jetzt arbeitet sie in Kambodscha in einem Projekt zur Ernährungssicherung.

Nach ihrem Abitur und einem einjährigen Aufenthalt in Peru war Hanna Bartels klar, dass sich ihr Studium um Ernährung drehen sollte. Sie entschied: „Wo ich das gut studieren kann, da gehe ich hin." Ihre Wahl fiel auf den Studiengang "Oecotrophologie: Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft2 an der Hochschule Fulda. „Das Studium hier war sehr praxisorientiert und bot viele Möglichkeiten für Vertiefungen“, begründet sie ihre Entscheidung. Also zog die gebürtige Hamburgerin nach Osthessen.

Mitte 2015 hatte Hanna Bartels ihren Bachelor in der Tasche. Im Jahr darauf ging sie über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH für ein Praktikum nach Kambodscha. Inzwischen ist sie dort als Junior-Beraterin in einem Projekt zur Ernährungssicherung im Einsatz. In ihrer täglichen Arbeit geht es vor allem darum, wie sich die Lebensbedingungen von Menschen verbessern lassen, die von der Regierung Land zur Bewirtschaftung bekommen haben.

Dass sie sich einmal beruflich mit Landwirtschaft beschäftigen würde, ahnte sie im Studium noch nicht. Doch aus ihren Kursen kann sie einiges in die Beratung einbringen: In der Vertiefung „International Nutrition“ etwa hat sie sich mit Mangelernährung in Entwicklungs- und Schwellenländern beschäftigt. Auch ihr Wissen über Lebensmittelsicherheit und den Ablauf von Öko-Zertifizierungen kommen ihr jetzt zugute.

An ihrer Arbeit schätzt sie "die gute Balance". Mal ist sie eine ganze Woche unterwegs und besucht mehrere Dörfer, dann folgt wieder eine Bürowoche in Phnom Penh. Am meisten Spaß macht ihr der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort, sagt Hanna Bartels. Dort sieht sie den konkreten Effekt ihrer Arbeit. Über ihren 5-Jahres-Vertrag bei der GIZ ist sie deshalb sehr glücklich. "Ich habe meine Berufung gefunden."

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