Angewandte Informatik (dual)

Projekt proDual

proDual

Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen stellt das duale Studium eine gute Möglichkeit dar, akademisch qualifizierte und praxisorientierte Nachwuchskräfte frühzeitig zu gewinnen und langfristig zu binden.

Im Rahmen des Programms proDual des Landes Hessens hat der Fachbereich Angewandte Informatik untersucht, welches duale Studienangebot für die Region und deren Unternehmen und Institutionen angeboten werden kann. Mit Hilfe einer Kooperationsanalyse, die durch ein auf Hochschulentwicklung spezialisiertes Beratungsunternehmen durchgeführt wurde, wurde eine Online-Befragung regionaler Unternehmen vorgenommen und deren Bedarf und Anforderungen untersucht. Insgesamt nahmen 23 Unternehmen an der Onlinebefragung teil. Die Rahmenbedingungen und Strukturen innerhalb des Fachbereich Angewandte Informatik wurden ebenso betrachtet und extern bewertet.  

Als Handlungsempfehlung wurde dem Fachbereich zunächst die zeitnahe Einrichtung eines praxisorientierten Bachelorstudiengangs empfohlen, dessen Praxisphasen angelehnt an die vorlesungsfreie Zeit stattfinden. Für die mittel- bis langfristige Planung könnten weitere Modelle in Frage kommen, wenn die Vernetzung mit den Unternehmen fortgeschritten ist.

Angelehnt an diese Empfehlungen wird der Fachbereich Angewandte Informatik die duale Studiengangsvariante im Bachelor Angewandte Informatik ab Wintersemester 2020/21 einführen. Erste Kooperationsverträge mit regionalen Praxispartnern wurden bereits geschlossen und die Rekrutierung erster Studierender durch die Unternehmen hat begonnen.

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie

Im folgenden sind die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Passgenauigkeit dualer Studienmodell am Fachbereich Angewandte Informatik der Hochschule Fulda samt ausgesprochender Empfehlungen aufgeführt. 

Praxisintegriert vs. ausbildungsintegriert

Zunächst wurden Unternehmen und Hochschule hinsichtlich des Ausbildungsoptionen befragt, die entweder ein praxisintegriertes oder ein ausbildungsintegriertes Modell vorsehen.

Das praxisintegrierte Modell verbindet das Studium mit längeren Praxisphasen im Unternehmen oder einer beruflichen Teilzeittätigkeit. Diese Praxisphasen werden entweder tageweise oder in längeren Blöcken absolviert. Zwischen den Lehrveranstaltungen an der Hochschule und der praktischen Ausbildung besteht ein inhaltlicher Bezug. Erworben wird ein Bachelorabschluss. Das ausbildungsintegrierte Modell verbindet das Studium mit einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Dabei werden die Studienphasen und die Berufsausbildung sowohl zeitlich als auch inhaltlich miteinander verzahnt.

Ergebnisse der Umfrage
Die Ergebnisse fallen in allen durchgeführten Umfragen der Kooperationsanalyse sehr deutlich zugunsten des praxisintegrierenden Studienmodells aus. Bei der Befragung der Unternehmen bevorzugten 95% das praxisintegrierende Studienmodell, 40% der Teilnehmenden konnten sich auch ein ausbildungsintegrierendes Studienmodell vorstellen, Mehrfachnennungen waren möglich.

Empfehlung
Empfohlen wird deshalb die Umsetzung eines praxisintegrierenden Studienmodells für den dualen IT-Studiengang am Fachbereich AI der Hochschule Fulda. Neben den deutlichen Voten aus der Umfrage und den Interviews bilden auch die ergänzenden Argumente der Befragten eine qualifizierende Begründung dieser Empfehlung: In der Gesamtabwägung geschätzter Aufwände hinsichtlich der Umsetzung eines ausbildungsintegrierenden Studienmodells und den erwarteten Ergebnissen und Vorteilen erscheint der resultierende Nutzen als deutlich zu gering. Zudem bleiben die IHK-Abschlüsse als eigenständige Berufsabschlüsse explizit sichtbar und für entsprechende Ausbildungsbedarfe der Unternehmen verfügbar.

Blockmodell vs. Phasenmodell

Das Blockmodell sieht in der Regel einen Wechsel von Theorie- und Praxisphasen vor. Der Vorteil dieses Modells liegt zunächst darin, dass sich die Studierenden in für längere Zeit auf einen Ausbildungsabschnitt, einen Lernort fokussieren können. Allerdings stellt dieses Zeitmodell an Hochschule und Unternehmen unterschiedliche Anforderungen: Während die Hochschule kompaktere Lehrangebote (Blockseminare) konzipieren, Studienverlaufs- und Prüfungspläne (Studierbarkeit) anpassen müsste, hätten die Unternehmen entsprechend längerfristige Projekte, Aufgaben und Arbeitseinsätze zu gewährleisten. Zugleich müssen die Verzahnung der größeren thematischen Komplexe sowie die Betreuung der Studierenden durch die Hochschule auch in der Praxisphase gesichert werden, denn die Fokussierung auf einen der Lernorte bedeutet im Umkehrschluss eben auch die Distanzierung vom anderen. Im Wesentlichen gibt es zwei Varianten des Blockmodells, die sich beide an akademischen Strukturen ausrichten: Das erste Modell orientiert sich an den allgemeinen akademischen Semesterzeiten. In der Regel beginnt dieses Blockmodell im Oktober mit einer Praxisphase im ersten. Das zweite Modell verlegt die Praxisphasen in die vorlesungsfreie Zeit, d.h. dieses duale Studium beginnt im Oktober mit einer Studienphase.

Das Phasenmodell ist durch den regelmäßigen, kurzfristigen Wechsel von Studien- und Praxisphase – meist innerhalb einer Woche – in der Vorlesungszeit charakterisiert. Die Stärke dieses Modells liegt in der steten, durch den kurzfristigen Wechsel provozierten Verzahnung der beiden Lernorte „Hochschule“ und „Unternehmen“. Projekte und Themenfelder können so im Idealfall gleichsam parallel in Theorie und Praxis bearbeitet werden.

Ergebnisse der Umfrage
Die deutliche Präferenz der Unternehmen liegt bei der Kombination von Block- und Phasenmodell, die die längste Anwesenheit der duale Studierenden im Unternehmen ermöglichen würde: Praxisphasen während der vorlesungsfreien Zeit und zwei Tage pro Woche (64%). Den dreimonatigen Wechsel findet die Hälfte der Teilnehmenden akzeptabel, die beiden anderen Varianten liegen etwas abgeschlagen mit je 36% gemeinsam auf dem dritten Platz. Vollkommen abgelehnt wird keine der Varianten. 

Empfehlung
Empfohlen wird zum ersten die Umsetzung des Blockmodells, in dem die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden. Studien- und Praxisphasen sind ausreichend umfangreich, damit sich die Studierenden jeweils auf den Lernort fokussieren können. Zudem können auch umfassendere Projekte angemessen bearbeitet werden und der reguläre Semesterverlauf wird nicht tangiert. 

Empfohlen wird zum zweiten, themen- bzw. schwerpunktspezifische Praxismodule als Wahloptionen in der Studienphase anzubieten, um eine kontinuierliche Verzahnung zwischen Studien- und Praxisphase sowie der zwei Lernorte zu erreichen. Eine konkrete Terminierung dieser Praxismodule, die auf eine verpflichtende Anwesenheit der Studierenden im Unternehmen an ein bis zwei Tagen pro Woche hinauslaufen würde, ist dabei zu vermeiden, sondern besser im Rahmen von Wahloptionen hinsichtlich der Praxismodule zu regeln. Im gesamten Studienverlauf sollten die Praxismodule, die insbesondere dazu geeignet sind, Einzelthemen zu vertiefen, in den höheren Fachsemestern angeboten werden. Über die Praxismodule können zudem die zur Erhöhung des Praxisanteils notwendigen ECTS in den gesamten Studienverlauf implementiert werden.

Die beiden ausgesprochenen Empfehlungen nehmen explizit die Angaben und Wünsche der Befragten hinsichtlich der längeren und gleichwertigen Studien- und Praxisphasen auf und berücksichtigen zugleich die organisatorischen Rahmenbedingungen des Fachbereiches AI. Dass entgegen Umfrageergebnisses das Blockmodell mit zwei verpflichtenden Tagen im Unternehmen pro Woche nicht empfohlen wird, ist zum einen durch die explizit formulierte Ablehnung einer zwar regelmäßigen aber kurzfristigen Anwesenheit begründet, die für einige Unternehmen nicht realisierbar ist. Zum anderen würden während der Studienphase zwei Tage für Lehrveranstaltungen entfallen, die Studienwoche würde mithin von fünf auf drei Tage verkürzt. Hieraus würden sich für dual Studierende deutliche Abweichungen vom Regelbetrieb des Studiums ergeben.

ECTS-Struktur und Studiendauer

In der Bundesrepublik werden grundständige Bachelorstudiengänge i.d.R. mit 180 ECTS in sechs Semestern angeboten. Für Studiengänge „mit besonderem Profilanspruch“ – und zu dieser Kategorie sind duale Studiengänge zu zählen – sind Abweichungen möglich; die generelle Stufung von 180, 210 oder 240 ECTS für einen Bachelorstudiengang bleibt hierbei bestehen.

Ergebnisse der Umfrage
Die Unternehmen stehen einer Verlängerung der Gesamtstudienzeit in einem dualen IT-Studiengang zu einem sehr großen Teil (gesamt 77%) positiv gegenüber. Nur knapp ein Viertel (23%) der Teilnehmenden gaben an, dass die sechs Semester Regelstudienzeit eines 180 ECTS Bachelors nicht überschritten werden sollten.

Empfehlung

Empfohlen wird zunächst die Beibehaltung von 180 Gesamt-ECTS in sechs Semestern, um eine Implementierung des dualem Studienangebotes in den laufenden Studienbetrieb zu ermöglichen. Empfohlen wird zudem zunächst das im Studiengang „Angewandte Informatik“ vorgesehene Praxisprojekt (15 ECTS) sowie das Bachelormodul (15 ECTS | Arbeit und Kolloquium) mit Praxis-ECTS zu creditieren und auch drei der sechs vorgesehenen Wahlpflichtmodule/Spezialisierungen mit je 5 ECTS den Praxis-ECTS zuzuordnen. Insgesamt würden damit 45-Praxis-ECTS für das duale Studienangebot zur Verfügung stehen.

Die Empfehlungen richten sich explizit an den Rahmenbedingungen und dem akkreditierten Studienangebot des Fachbereichs AI sowie der Hochschule Fulda aus, um eine zügige Implementierung des dualen IT-Studienangebotes zu ermöglichen. Perspektivisch und in expliziter Abhängigkeit zur Größe der nachfolgenden Studierendenkohorten wird empfohlen, eine mögliche Verlängerung der Studiengesamtdauer auf sieben Semester (210-ECTS) nach Evaluation der ersten Kohorte zu überprüfen. Mittelfristig wäre unter den oben genannten Voraussetzungen auch zu überlegen, ob nicht der gesamte Wahlbereich im Umfang von gesamt 30 ECTS dem Praxisbereich zugeordnet werden könnte, um die Verzahnung von Studien- und Praxisphase zu verstärken. 

Generalisierung vs. Spezialisierung

Eine gewisse Ambivalenz dualer Studienangebote liegt in der Erwartungshaltung der Beteiligten, welchen Spezialisierungsgrad oder welche allgemeinen, generalisierten Grundlagen an den jeweiligen Lernorten vermittelt werden. Unterschiedliche Aussagen zu dieser Thematik sind in der Regel durch unterschiedliche Größen resp. Strukturen der beteiligten Firmen sowie den Zuschnitt der jeweiligen Arbeits- und Einsatzbereiche begründet, zugleich trägt die Gegenüberstellung der Angaben zu den Einsatzbereichen sowie der Ausbildungsbedarfe zur Klärung des Erwartungshorizontes bei.

Ergebnisse der Umfrage
Bezüglich der Arbeits- und Einsatzbereiche der Studierenden geben über 50% der Unternehmen an, dass spezifische Bereiche im Vordergrund stehen würden, 36% würden die Studierenden in generalistisch bzw. in verschiedenen Abteilungen einsetzen. Demgegenüber geben über 50% der Unternehmen an, sie würden eher einen generalistischen IT-Studiengang bevorzugen, 41% der Unternehmen präferieren ein spezialisiertes Studienangebot. Demgegenüber geben über 50% der Unternehmen an, sie würden eher einen generalistischen IT-Studiengang bevorzugen, 41% der Unternehmen präferieren ein spezialisiertes Studienangebot.

Empfehlung
Empfohlen wird, die Erwartungshaltungen der Unternehmen und des Fachbereichs AI insbesondere hinsichtlich zweier Aspekte zu moderieren: 1. Welchem Lernort wird welcher Ausbildungsansatz (generalistisch/spezialisiert) zugeschrieben; 2. Wie können die Praxisprojekte inhaltlich so abgestimmt werden, dass sich ggf. generalistisches Wissen für einen spezialisierten Arbeitsbereich (vice versa) optimal nutzen lässt. 

Inhaltliche Schwerpunkte

Den Ausgangspunkt für die Ermittlung inhaltlicher Schwerpunkte, die von den Unternehmen für ein duales IT-Studienangebot gewünscht sind, bildet zum einen das Angebotsportfolio aus allen Studiengängen des Fachbereiches AI. Hier wurde eine von den bestehenden Studiengängen unabhängige, umfassende Auswahl hinsichtlich möglicher Vertiefungen und weiterer Inhalte angeboten. Zum anderen konnten die Unternehmen in einem Freitextbereich eigene Angaben hinterlegen. Alle Items, die das inhaltliche Angebotsportfolio des Fachbereichs AI betreffen, konnten durch Mehrfachnennungen angewählt werden. 

Ergebnisse der Umfrage
Deutlich favorisiert werden Wirtschaftsinformatik und Digitale Medien, eher geringes Interesse besteht hingegen am Bereich Gesundheitstechnik.

Bei den Angaben bezüglich der Inhalte des Angebotsportfolios des Fachbereiches AI standen insgesamt 21 Bereiche sowie „keine Angabe“ zur Auswahl. Eine unbeschränkte Mehrfachnennung war möglich, so dass im Prinzip ein Unternehmen alle Auswahlbereiche hätte anwählen können. Insgesamt wurde 190 Mal von insgesamt 22 Unternehmen eine Auswahl getroffen. Die Unternehmen greifen mithin sehr breit auf das Studienangebot zu, eine dezidierte Spezialisierung lässt sich nicht herleiten.

Insgesamt lassen sich zehn Schwerpunkte (18 bis 11 Nennungen = 50% und mehr von 22 Unternehmen ausgewählt) identifizieren:

  • Datenbanken und Information Retrieval
  • Geschäftsprozesse und betriebliche Anwendungssysteme
  • IT-Sicherheit
  • Netzwerk-/IT-Infrastruktur Planung und Betrieb
  • Cloud Computing
  • Softwareentwicklung und Programmierung
  • Big Data
  • Business Intelligence / Data Analysis & Visualisation
  • Applikationsentwicklung / Customizing von ERP-Systemen
  • Industrie 4.0

Empfehlung
Eine Empfehlung soll an dieser Stelle nicht erfolgen, da die fachlich-inhaltlichen Aspekte allein vom Fachbereich AI bewertet werden kann. 

Als Meinungsbild lässt sich dennoch festhalten, dass die Unternehmen aufgefordert sind, ihre Ausbildungsbedarfe zu formulieren und auch entsprechend zu vermitteln. Die in der Umfrage sichtbar gewordenen Bedarfe orientieren sich sehr deutlich am Angebotsportfolio des Fachbereichs AI, nur wenige (ggf. unternehmensspezifische) Aspekte wurden als eigenständige Ergänzungen genannt. Hinsichtlich der Vertiefungen ist festzustellen, dass die beiden Bereiche „Wirtschaftsinformatik“ und „Digitale Medien“ von den Studierenden stark nachgefragt werden auch durch die Professoren des FB AI als mögliche fachliche Schwerpunkte in einem dualen IT-Studiengang genannt werden. Empfohlen werden kann, die häufig genannten fachlich-inhaltlichen Ausbildungsbedarfe durch entsprechende Lehrangebote des Fachbereichs AI zu stärken.

Eine abschließende Empfehlung bezieht sich auf die Etablierung einer Schnittstelle oder eines Forums, die/das die Unternehmen und den Fachbereich AI hinsichtlich des regelmäßigen Austausches über die Ausbildungsbedarfe unterstützt, um frühzeitig relevante Themenfelder identifizieren zu können.

Einstiegszeitpunkt ins Studium

In der Umfrage wurden die Unternehmen befragt, ob Sie sich einen Einstieg in das duale Studium nach dem ersten Semester vorstellen könnten, um so größtmögliche Flexibilität zu erhalten und auch Studierende anzusprechen, die bereits das Studium begonnen haben.

Ergebnisse der Umfrage
55% (12 für Bachelor) bzw. 77% (17 für Master) der Unternehmen befürworten den Einstieg in das duale Studium ab dem ersten Semester, 41% (9 für Bachelor) und 23% (5 für Master) können sich einen Einstieg im zweiten Semester vorstellen, immerhin noch 18% (für Bachelor) halten das dritte Semester für akzeptabel.

Empfehlung
Deutlich zeichnet sich der Wunsch ab, die dual Studierenden von Beginn des Studiums an im dualen Studienmodell unterzubringen und sie damit auch so früh wie möglich in die Arbeitsbereiche und -abläufe der Unternehmen zu integrieren.

Ausbildungsbedarfe und Kapazitäten

Grundlegend für die Umsetzung eines dualen Studienangebotes ist neben der fachlich-inhaltlichen Abstimmung der Studieninhalte die zu erwartende Kohortenstärke pro Immatrikulationszyklus. Hier sind die Ausbildungsbedarfe der Unternehmen sowie die Kapazitäten der Hochschule entscheidendes Kriterium für Machbarkeit und Kontinuität eines dualen IT-Studienangebotes. 

Ergebnisse der Umfrage
Hinsichtlich der Angestrebten akademischen Qualifikation halten 59% (13) Unternehmen sowohl ein duales Bachelor- als auch Masterstudium für möglich, 36% (8) würden sich auf den Bachelorabschluss beschränken, nur 5% (1) favorisiert den weiterbildenden Masterabschluss. Gleichwohl ist perspektivisch die Entwicklung eines dualen Masterangebotes für knapp 60% der Unternehmen interessant und könnte, auch unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit der ersten dualen Studienkohorte im neuen IT-Studienangebot, entsprechend in den Blick genommen werden.

Hinsichtlich Anzahl und Aufnahmezyklus dual Studierenden im Unternehmen ergibt sich ein recht differenziertes Bild: 57% (13) Unternehmen würden einen Studierenden in ihre Obhut nehmen wollen, 30% (7) zwei Studierende, 9% (2) drei Studierenden, so dass sich eine Gesamtzahl von mindestens 33 Studierenden ergibt. Bezogen auf den angegebenen Aufnahmezyklen gaben 45% (10) der Unternehmen eine jährliche Aufnahme an, 36% (8) eine zweijährige, 18% (4) gaben keinen konkreten Zeitraum an.

Empfehlung
Empfohlen wird, das Studienmodel in der Umsetzung flexibel zu handhaben, um mögliche Kohortenschwankungen gut bewältigen zu können. Eine Form der flexiblen Handhabung kann darin bestehen, dass bei den zu erwarteten Kohortengrößen im dualen Studienangebot die Studierenden im Regelbetrieb unterzubringen und sie auf die entsprechenden Kurse und Seminare zu verteilen, dafür aber spezifische Informationen/Anlaufstellen zu definieren und die Betreuungsintensität in der Praxisphase/den Praxisprojekten individuell zu gestalten resp. deutlich zu markieren (Teambuilding o.ä.).

Handlungsempfehlungen

Empfohlen wird aufgrund der Ergebnisse der Kooperations- und Studienmodellanalyse die Implementierung und Umsetzung des Studienmodells mit 180 ECTS in sechs Semestern, das als Kombination aus Block- und Phasenmodell sowohl den Anforderungen der Unternehmen als auch den Rahmenbedingungen des Fachbereichs AI entspricht.

Empfohlen wird aufgrund der Ergebnisse der Kooperationsanalyse die inhaltliche Ausrichtung des dualen IT-Studienganges am Angebotsportfolios des Fachbereichs AI, wobei die individuelle Schwerpunktsetzung im Rahmen der Praxisprojekte/Wahlpflichtmodule sehr gut möglich ist.

Empfohlen wird für die zeitnahe Umsetzung des Projektes „proDUAL“ zum WS 2020/21 für die erste Kohorte zunächst die Beibehaltung des Regelstudienbetriebes in den ersten beiden Semestern mit der Ergänzung, die ab dem vierten und fünften Semester vorgesehenen Wahlpflichtmodule im Umfang von mindestens 15 ECTS als Praxismodule zu gestalten. 

Empfohlen wird die Einrichtung von Wahloptionen hinsichtlich der zeitlichen und inhaltlichen Komponenten der Praxisphasen, um eine konsequente Verzahnung der Studien- und Praxisphasen für unterschiedliche Unternehmen und Auslastungskapazitäten zu ermöglichen.

Die Voraussetzungen für die Umsetzung sind von Seiten des Fachbereiches AI und von Seiten der Unternehmen in hohem Maße gegeben, Infrastruktur und langjährige Erfahrungen mit Praxisprojekten bilden eine solide Grundlage für die Implementierung und perspektivische Weiterentwicklung eines dualen IT-Studienganges am Fachbereich AI.

Ansprechpartnerin

Beate Glaser

Praxisreferentin

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Praxisreferentin

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