Beste Gründungsideen aus hessischen Hochschulen ausgezeichnet

19.11.2018

Die vier Siegerteams: "Reellity" (Justus-Liebig-Universität Gießen), "Ackerwinde" (Universität Kassel), "Straffr" (Universität Kassel) und "Signum" (Hochschule Fulda),  Staatssekretär Burghardt sowie Mitglieder der Jury des "Hessen Ideen Wettbewerbs". Foto: Milton Arias

Von links: Prof. Dr. Steven Lambeck (Vizepräsident der Hochschule Fulda), Martin Hanusch, Claudia Steinhauer und Karina Wardak bei der Preisverleihung im Museum für Kommunikation in Frankfurt.
Foto: Hochschule Fulda

Informatik-Absolvent der Hochschule Fulda erreicht bei Ideenwettbewerb den 3. Platz.

Bereits zum dritten Mal sind im Rahmen des landesweiten Ideenwettbewerbs „Hessen Ideen“ die besten Gründungsideen aus hessischen Hochschulen prämiert worden. Der Wettbewerb zielt auf innovative Gründungsideen aus hessischen Hochschulen ab, die sich in einem frühen Stadium befinden.

Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Preis ging an das Team „Reellity“ von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Verena Krakau und Christian Hartmann entwickeln mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality Technologien ein Analyse- und Trainingsverfahren zur Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit von Fußballspielern.

Der 2. Preis, dotiert mit 3.500 Euro, wurde an das Projekt „Ackerwinde“ von der Universität Kassel verliehen. Die Geschwister Jan und Teresa Lanvers haben eine innovative Konstruktion für den vertikalen Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen entwickelt.

Der mit 2.000 Euro dotierte 3. Platz wurde doppelt vergeben und ging sowohl an ein Team von der Universität Kassel für das Projekt „Straffr“ als auch an das Projekt „Signum“ der Hochschule Fulda. Die Wirtschaftsingenieure Stefan Weiß und Hanno Storz von der Universität Kassel haben mit „Straffr“ ein Sport-Gummiband entwickelt, das mittels Sensorik die Kraft, Wiederholungsanzahl und Geschwindigkeit der ausgeführten Übungen erfasst. Die Trainingsergebnisse werden an ein Smartphone gesendet und über eine eigens entwickelte App ausgewertet.

Digitalisierung von mittelalterlichen Handschriften
Der Informatiker Martin Hanusch von der Hochschule Fulda rückt mit seiner „Signum Annotationssoftware“ die Digitalisierung in den Geisteswissenschaften und im Bibliothekswesen in den Mittelpunkt. Mit der Software können Inhalte archiviert, dokumentiert und mit Bemerkungen versehen werden. Speziell zugeschnitten ist Signum auf die Digitalisierung von mittelalterlichen Handschriften. Zusätzlich sollen durch ein neuronales Netz gestützte Abläufe Muster und Zusammenhänge in bereitgestellten Bilddateien erkennen. Die Themen Machine Learning und Optical Character Recognition umfassen einen zentralen Teil der Anwendung. Zudem soll eine Schnittstelle implementiert werden, um die archivierten Datensätze für andere Softwarelösungen und Statistiksoftware zugänglich zu machen.

Außerdem wurde ein Publikumspreis an das Team „Edon“ von der Philipps-Universität Marburg vergeben. Julia Vollendorf, Sarah Liebetanz und Finn Grundlach schafften es, das Publikum im Rahmen ihres 60-Sekunden Pitchs am meisten zu beeindrucken.

Für den Wettbewerb „Hessen Ideen“ kann jede staatliche sowie private, staatlich anerkannte Hochschule in Hessen jährlich bis zu drei Ideen nominieren. Im Wettbewerb 2018 wurden insgesamt 28 Ideen von 12 teilnehmenden Hochschulen nominiert. In einer Vorrunde wurden mithilfe von  Gründungsexpert*innen und einem parallel stattfindenden Online-Voting 13 Ideen ausgewählt, die ins Finale einzogen. Die Finalist*innen präsentierten sich einer Jury, die über die Preisträger entschied.

Mehr Infos zu „Hessen Ideen” und den teilnehmenden Hochschulen

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