Internationaler Data Mining Wettbewerb

10.07.2019

Marcel Möller (B.Sc.) und Max Finsterbusch (B.Sc.)
Studierende des Master Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda

Wirtschaftsinformatiker belegen Platz im vorderen Drittel.

Erstmals hat ein Team der Hochschule Fulda eine Einreichung beim jährlich stattfindenden Data Mining Cup abgegeben und sich damit auf Anhieb im vorderen Drittel platziert. Die beiden Studierenden Marcel Möller und Max Finsterbusch analysierten wie ca. 150 andere Teams eine Fragestellung im Bereich „Predictive Analytics“ und erreichten Platz 29 von 91 eingereichten und auswertbaren Klassifikationsmodellen. Die ersten drei Plätze belegten Teams aus Iowa (USA), Genf (Schweiz) und Washington (USA).

Ziel der Aufgabe war es, Betrüger bei Selbstbedienungskassen zu identifizieren. Diese werden zunehmend von großen Warenhäusern eingesetzt, zum Beispiel trifft man diese bei einem großen schwedischen Möbelhaus an. Solche Kassen, bei denen der Kunde den Scan-Vorgang selbst vornimmt, sparen Personal. Sie haben jedoch den Nachteil, dass Kunden leichter betrügen können und manuelle Nachprüfungen teuer sind. Noch problematischer ist allerdings, dass bei Nachprüfungen fälschlicherweise beschuldigte Kunden von zukünftigen Besuchen des jeweiligen Warenhauses absehen könnten.

Diese Informationen berücksichtigten die beiden Studierenden der Hochschule Fulda in ihrem Klassifikationsmodell. Ihr Modell wurde auf Basis eines großen Datensatzes mit Hilfe von Data Mining-Algorithmen erstellt und prognostizierte, ob wahrscheinlich ein Betrug vorliegt und damit eine manuelle Nachprüfung sinnvoll ist. Dabei kam auch eine sogenannte Kostenmatrix zum Einsatz, um Vor- und Nachteile einer Nachprüfung angemessen abzuwägen.

Die Veranstaltung „Data Mining“ ist im Bachelor Wirtschaftsinformatik der Hochschule Fulda ein Pflichtfach und behandelt die automatische Auswertung von Datensätzen. Die Veranstaltung „Data Analysis and Visualization“ im Master vertieft dieses Wissen weiter. Nicht nur ein tiefes Verständnis der Methoden, sondern auch das Business-Verständnis ist für gute Prognose-Modelle wesentlich. „Der starke Praxisbezug unseres Studiums unterstützt dieses Business-Verständnis und unterscheidet unsere Studiengänge zum Beispiel von klassischen Wirtschaftsinformatik-Angeboten an Universitäten.“, so Professor Klingert, der beide genannten Fächer an der Hochschule Fulda unterrichtet.

Für das Wintersemester 2019/2020 stehen Studieninteressierten sowohl im Bachelor Wirtschaftsinformatik als auch im Master Angewandte Informatik noch Plätze zur Verfügung.

 

Foto: © Hochschule Fulda

 

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