Globalisierung steht für zunehmende Arbeitsteilung und führt zu immer mehr Vernetzung und Austausch von digitalen Informationen über verteilte Rechnersysteme. Unternehmensgrenzen verschwimmen,  Anwendungen (Cloud Computing, Software as a Service) und Maschine-zu-Maschine-Netzwerke (M2M) verteilen sich über das Internet (Sensor Web). Informations- und Kommunikationssysteme (Web, E-Mail, Smartphone, digital TV etc.) bestimmen zunehmend den Alltag der Menschen. Die gesamte Gesellschaft wird von dem korrekten Funktionieren der IT-Systeme abhängig. Jedoch haben Angriffsszenarien auf Unternehmens- und Heim-Computernetzwerke in den letzten Jahren stark zugenommen und eine Trendwende ist nicht in Sichtweite. Cyber-Kriminalität kann zur der Bedrohung des 21. Jahrhunderts werden.

Die sichere Kommunikation in vernetzten interaktiven IT-Infrastrukturen stellt daher völlig neue Anforderungen an die IT-Sicherheit. So wird der Bedarf an hochqualifizierten IT-Sicherheitsexperten weiterhin zunehmen, aber auch im täglichen Leben muss ein grundlegendes Verständnis für Sicherheitsbelange im Umgang mit Computern und Kommunikationssystemen  zum Allgemeinwissen gehören (Security Awareness).

Daher sind zumindest in Informatik- und informatiknahen Studiengängen Konzepte, Methoden und Werkzeuge der IT-Sicherheit zu vermittelt, so das die Studierenden befähigt sind, fachübergreifend Sicherheitskonzepte und -lösungen zu verstehen, einzusetzen und der jeweiligen Situation entsprechend weiter zu entwickeln.

In den Pflichtmodulen IT-Sicherheit (Bachelor) undNetzwerksicherheit (Master) der Informatik-Studiengänge im Fachbereich AI werden daher grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten der IT-Sicherheit, aber auch tiefer gehendes Spezialwissen vermittelt. Die Studierenden erlernen die Grundlagen der Kryptografie, kennen aktuelle Angriffsszenarien und können verschiedene Sicherheitstechniken im Rahmen einer unternehmensweiten Sicherheitspolitik einsetzen.

Dazu gehören u.a.

  • Einbettung der IT-Sicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft,
  • Erkennung und Bewertung von Bedrohungen und Risiken,
  • Analyse von Malware und Angriffsszenarien,
  • Einsatz von Verschlüsselungs- und Signatursystemen,
  • Verwendung von Authentifizierungstechniken und
  • Einsatz von Firewall-Systemen und VPN-Techniken.

In Laborpraktika im Labor SecLab und über die Online-Lernplattform SecLabT  stehen den Studierenden mehrere Versuchsaufbauten zur Verfügung, um das theoretisch erworbene Wissen praktisch zu festigen. Diese Versuche ermöglichen, je nach Niveau, geführtes Arbeiten mit Technologien der IT-Sicherheit, oder bieten sichere Umgebungen zum Experimentieren zur Bearbeitung von Bachelor- und Masterthesen, aber auch zur Durchführung von Forschungsprojekten.

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