Emerging Researchers Tagung

Transformatives Handeln für zukunftsfähige Gesellschaften

VOM 25. BIS 26. FEBRUAR 2026 im Hochschulzentrum Fulda Transfer

Knapp 40 Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen und Hochschulen diskutierten aktuelle Forschungsthemen zu unterschiedlichen Aspekten von transformativen Prozessen.

In vier Panels zu „Transformationen im Kleinen“, „Transformativer Soziale Arbeit und Social Justice“, „Räumen für Transformationen“ und „Transformativem Handeln und Gesundheit“ (detailliertes Programm s. unten) präsentierten 10 Wissenschaftler*innen in einer frühen Karrierephase ihre Forschung und diskutieren diese lebhaft mit erfahrenen Wissenschaftler*innen und Promovierenden. Dabei entstand ein intensiver interdisziplinärer Austausch, der zugleich Gelegenheit zur Vernetzung bot. 

Zum Abschluss erläuterte Michael Winkler in seinem Vortrag zum Thema „Über was reden wir eigentlich, wenn wir über Soziale Arbeit sprechen? Bemerkungen zum Gegenstand der Debatte über Soziale Arbeit / Sozialpädagogik“, mit der Darstellung einer Theorie, die dem Ganzen gilt, was seiner Meinung nach die Soziale Arbeit und Sozialpädagogik auszeichnet. Er plädierte dabei für ein Selbstverständnis, das die eigene Leistung in den Blick nimmt, und für ein Verständnis des eigenen fachlichen Ethos, das sowohl Sicherheit als auch Offenheit im eigenen Handeln erlaubt.

25. Februar

11:00 Willkommen mit Stecafé
11:30Begrüßung
11:45

Panel I: Transformationen im Kleinen

Moderation: Matthias Ochs

  • Christina Schlender-Blackert:  Frühstücksdosen und Differenzlinien. Die Kindertagesstätte als Brennglas gesellschaftlicher Transformation
  • Valentin Frangen: Transformation im Kleinen - Dynamik von Veränderung und Stabilisierung in den ambulanten Erziehungshilfen
13:05Lunch Talk: Profs & Promovierende im Dialog (mit Mittagsnack)
13:35

Panel II: Transformative Soziale Arbeit und Social Justice

Moderation: Monika Alisch

  • Manuela Hofer: Abolitionist Perspectives on Social Work / Abolitionistische Perspektiven auf Soziale Arbeit
  • Lefkothea Rizopoulou: Advocacy and the Bridging of Movements and Practice: Radical Paths in Social Work
  • Frederike Weß: Soziale Arbeit als Vermittlerin demokratischer Kultur
15:35Coffee Talk: Profs & Promovierende im Dialog
16:05

Panel III: Räume für Transformationen

Moderation: Andreas Thiesen

  • Johanna Hofmann: Solidarische Städte als Transformationsräume: Eine empirische Untersuchung der (Über)Lebenswelten irregularisierter Migrant:innen in Zürich
  • Elias Brandenberg: Die Raumkonstitution und -nutzung Jugendlicher in der Verschränkung aus virtuellen und physischen Räumen. Eine Entwicklung von Handlungsansätzen für eine lebensweltnahe und sozialraumbezogene Offenen Jugendarbeit
  • Julia Märk: Von der diskursiven (Un)Sichtbarkeit von Frauen* in der Obdach- und Wohnungslosigkeit
18:30Gemeinsames Abendessen (Selbstzahlung)

 

26. Februar 

08:30Stehkaffee
09:00 

Panel IV: Transformatives Handeln und Gesundheit

Moderation: Diana Auth

  • Martina Pistor: Trialog: Nutzende, Angehörige und Fachkräfte auf Augenhöhe?!
  • Talih S. Iğde: Altern mit Opioidabhängigkeit
  • Jana Hagenlocher: Ambulante Operationen aus Patient:innenperspektive – Der Einfluss Sozialer Vulnerabilität auf die postoperativen Genesung
11:00Coffee Talk: Profs & Promovierende im Dialog
11:30 

Michael Winkler: Über was reden wir eigentlich, wenn wir über Soziale Arbeit sprechen? Bemerkungen zum Gegenstand der Debatte über Soziale Arbeit / Sozialpädagogik

Moderation: Michael May

Was vordergründig akademisch klingt, könnte doch wichtig sein: Ein Verständnis davon nämlich, was Soziale Arbeit und Sozialpädagogik auszeichnet, welche Bedingungen und Kontexte, Strukturen und Praktiken als Momente „der Sache selbst“ in den Blick zu nehmen sind. Mithin also eine Theorie, die dem Ganzen gilt. Wichtig ist diese in mehrerlei Hinsicht: Für ein Selbstverständnis, das die eigene Leistung sowie die Anschlussstellen an andere Professionen und Disziplinen markiert, nicht zuletzt die – drohenden – Übergriffe von Politik abzuwehren hilft. Vor allem aber für ein Verständnis des eigenen fachlichen Ethos, das gleichermaßen Sicherheit und Offenheit im eigenen Handeln erlaubt.  

12:30 Ende der Tagung

Die Tagung wurde organisiert vom wissenschaftlichen Zentrum “Gesellschaft und Nachhaltigkeit” (CeSSt) der Hochschule Fulda in Kooperation mit dem Promotionszentrum Soziale Arbeit.