Ausprobieren, simulieren, optimieren

14.09.2018

In den Praxismodulen lernen die Studierenden, wie Produktionsanlagen geplant werden – und dass in der Realität nicht alles funktioniert, was am Computer nach einer guten Idee aussah. Foto: Hochschule Fulda

Fachleute aus dem Wirtschaftsingenieurwesen sitzen an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik. Sie entscheiden darüber mit, wie ein technisches Gerät aussieht und wie es funktioniert.

Kaffee kochen, Haare föhnen, Nachrichten checken: Noch bevor wir morgens das Haus verlassen, nutzen wir eine Menge elektronischer Geräte. Mit jeder Autofahrt und jedem Arbeitstag im Büro kommen weitere dazu. Diese Produkte sollen einfach bedienbar sein, wenig Energie verbrauchen, sicher sein und möglichst wenig kosten. Für die Hersteller sind noch andere Aspekte wichtig: effiziente Produktion, kurze Logistikketten und hohe Gewinnspannen. All diese Anforderungen unter einen Hut zu bekommen, ist die Aufgabe von Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieuren.

Im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen arbeiten die Studierenden deshalb von Anfang an viel praktisch. Bereits im ersten Semester werden sie in ein Studienprojekt eingebunden, später kommen hochschulinterne Praktika dazu. Solche Praxis-Module betreut Laboringenieur Marco Weß. Die Studierenden lernen bei ihm, wie sie einfache Produktionsanlagen planen, Abläufe simulieren und verbessern. Dazu hat die Hochschule eigens ein Labor mit einer Fertigungsstraße eingerichtet.

Beispiel Playmobil-Figuren
Eine Aufgabe für die Studierenden lautet zum Beispiel: „Produktion von Playmobil-Figuren optimieren“. Im ersten Schritt schauen sie sich an, wie die Figuren mit der aktuellen Fertigungsstraße zusammengesetzt werden. Im zweiten Schritt bauen sie die Fabrik am Computer mithilfe einer Software nach, die auch in der Industrie eingesetzt wird. Auf Grundlage dieser Simulation versuchen sie im dritten Schritt, die Produktion zu optimieren. Ob das funktioniert hat, erfahren sie im vierten Schritt: Dann wird die Fertigungsstraße entsprechend umgebaut und getestet. „Was theoretisch am PC geht, funktioniert nicht zwangsläufig auch in der Praxis“, erläutert Weß den Erkenntnisgewinn.

In den praktischen Übungen hat auch Laura Longobardi schon eine Menge gelernt. Im vierten Semester war die Studentin viel im Labor, im sechsten arbeitete sie an einer Fallstudie. Im Juli hat sie ihre Bachelorarbeit abgegeben, die sie im Bereich Entwicklung bei Porsche in Stuttgart geschrieben hat. Ihren Studiengang würde sie sofort weiterempfehlen. „Die Mischung aus Wirtschaft und Technik gefällt mir gut“, sagt die 23-Jährige. Außerdem schätzt sie die familiäre Atmosphäre an der Hochschule Fulda. „Wer Fragen zu den Übungen hat, bekommt hier schnell Hilfe. Und keiner wird alleingelassen.“

Komplette Beschreibung des Studiengangs lesen (PDF 1,7 MB)

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