Ausstellung "Fotografie und Bildsprache"

Ergebnisse aus dem ZDK-Modul im WS26/27

Im Rahmen des Zertifikats Digitalisierung & Kommunikation (ZDK) zeigen Studierende ihre Arbeiten aus dem Modul „Fotografie und Bildsprache“. Das Zertifikat ist eine Kooperation der Fachbereiche Angewandte Informatik und Sozial- und Kulturwissenschaften und verbindet theoretische Grundlagen mit praktischer Anwendung an der Schnittstelle von Digitalisierung, visueller Kommunikation und gesellschaftlicher Praktiken.

Interdisziplinär arbeiten, Geschichten sichtbar machen 

Die ausgestellten Fotografien sind in interdisziplinären Projektteams entstanden: Studierende aus den Sozialwissenschaften (B.A. Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen) und aus der Angewandten Informatik (B.Sc. Digitale Medien) entwickelten gemeinsam Bildideen und setzten sie fotografisch um. Ziel war es, eine biografische Geschichte zu erzählen – nicht zwingend autobiografisch, sondern mit Bezug zu Menschen und Lebenswegen.

Themenvielfalt: von Zeitgeschichte bis Tierheim 

Entstanden sind sehr unterschiedliche Foto-Arbeiten, z. B. über:

- Menschen und ihre Lebensgeschichten (etwa eine Großmutter, die von ihrer Vertreibung aus Schlesien erzählt) 

- lokale Persönlichkeiten und Orte (z. B. der Mitgründer des lokalen Skateparks oder ein Möbelbauer im Fuldaer Kulturzentrum „L14“) 

- biografische Bezüge über Umwege (z. B. Tierheimtiere und die Bedeutung von Adoption und Verantwortung)

Lernziele: Bildaussage, Umsetzung und Teamwork 

Im Seminar stand im Mittelpunkt, eine klare Kernaussage zu entwickeln und diese bewusst visuell umzusetzen – etwa durch Bildaufbau, Symbolik und Kontext. Gleichzeitig trainierten die Studierenden zentrale Soft Skills: interdisziplinäre Zusammenarbeit, Perspektivwechsel und das Arbeiten mit unterschiedlichen Denk- und Arbeitsweisen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil war das Arbeiten außerhalb des Hochschulkontexts: Kontakte knüpfen, Menschen ansprechen, fotografische Situationen einschätzen (z. B. bei Veranstaltungen) und sensibel agieren. Ein Highlight bildete die Möglichkeit, beim Sektempfang einer Hochzeit fotografieren zu dürfen. Ergänzend wurden technische Grundlagen wie Kamerapraxis und Bildbearbeitung vertieft.

Einladung zum Perspektivwechsel 

Die Ausstellung machte den kreativen Prozess, die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg und die Vielfalt fotografischer Ausdrucksformen sichtbar. Sie lud dazu ein, neue Blickwinkel zu entdecken und sich von den Geschichten hinter den Bildern inspirieren zu lassen.

Hier geht es zur Webseite des ZDK.

 

Die Kursleiter Dr. Antje Pfab (Fachbereich SK) und N. Weyel (Fachbereich AI) gemeinsam mit den Teilnehmenden des ZDK-Moduls im WS 26/27