Department heading

Digital health literacy and school

Project management:Prof. Dr. Kevin Dadaczynski

Collaborators:Lisa Fischer, M.Sc., Pia Rangnow, M.Sc., Anja Hartmann, M.Sc.

Sponsor: BARMER

Duration: May 2022 to May 2024

Collaborative partners: Technical University of Munich, Faculty of Sport and Health Sciences, Prof. Dr. Orkan Okan

Background

Health-related information, whether in analogue or digital format, represents an essential basis for maintaining and promoting one's own health. In the course of the last few years, the diversity of health-related information has increased noticeably, not least due to the COVID-19 pandemic. On the one hand, this has increased the amount of information available on the topic of health, which is provided in the form of websites, social media or health apps, among other things. On the other hand, this has an impact on the quality of health information, which ranges from good and reliable information to inaccurate and deliberately misleading information. The greater the diversity of information on health, the more important the question of how people access and deal with information on health becomes.

The ability to access and appropriately deal with health information is referred to as health literacy. Against the background of the increasing importance of competent handling of information on the topic of health, the question arises as to how digital health literacy of pupils and school staff stands and to what extent the topic is taken up and addressed by educational settings such as schools. Initial studies provide indications that school staff and students describe the handling of information on the topic of health as quite challenging.

Aim and project approach

The BARMER-funded project is being implemented in cooperation with the Technical University of Munich (Prof. Dr. Okan) and pursues the following goals:

  • Recording and analysing the (digital) health literacy of pupils and school staff.
  • Investigation of the correlation of digital health literacy with health-related indicators, but also of the individual, social and school determinants of digital health literacy.
  • Investigation of digital health literacy activities already implemented in schools and their conditions
  • Development of a tool to analyse the state of development of digital health literacy in schools.

The implementation will take place in different methodological sub-steps:

  • A representative study on (digital) health literacy and health among secondary school students will be implemented using a community-based approach with personal face-to-face interviews.
  • In addition, an online study with teachers and school administrators on (digital) health literacy and health will be conducted, which will also record the implemented school activities in the area of health literacy.
  • Based on the results of the quantitative studies, focus groups with teachers will be conducted in order to deepen individual findings and, in particular, to identify barriers and supporting factors for the promotion of health literacy in schools.
  • Subsequently, a self-assessment tool will be developed on the basis of an extensive literature research, with which schools can determine their current state of development in the area of (digital) health literacy.

The scientific project is part of a nationwide, preventive intervention project according to §20a SGB V for the living environment school to promote general and digital health literacy.

Publications

Hintergrund

Gesundheitsbezogene Informationen, egal ob im analogen oder digitalen Format, stellen eine wesentliche Grundlage für die Erhaltung und Förderung der eigenen Gesundheit dar. Im Laufe der letzten Jahre hat die Vielfalt der gesundheitsbezogenen Informationen nicht zuletzt auch aufgrund der COVID-19 Pandemie spürbar zugenommen. Damit erhöhte sich zum einen die Menge der verfügbaren Informationen rund um das Thema Gesundheit, die u. a. in Form von Webseiten, Social Media oder Gesundheits-Apps bereitgestellt werden. Zum anderen hat dies Auswirkungen auf die Qualität der Gesundheitsinformationen, deren Spannweite von guten und abgesicherten Informationen, über ungenaue bis hin zu absichtlich fehlgeleiteten Informationen reicht. Je höher die Vielfalt der Informationen rund das Thema Gesundheit ausfällt, umso wichtiger wird die Frage, wie sich Menschen Informationen rund um das Thema Gesundheit erschließen und mit diesen umgehen.

Die Fähigkeit des Erschließens von und des angemessenen Umgangs mit Gesundheitsinformationen wird als Gesundheitskompetenz bezeichnet. Vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung eines kompetenten Umgangs mit Informationen rund um das Thema Gesundheit stellt sich die Frage, wie es um die digitale Gesundheitskompetenz von Schüler*innen und Schulpersonal steht und in welchem Ausmaß das Thema von Bildungs- und Erziehungssettings wie der Schule aufgenommen und adressiert wird. Erste Studien liefern Hinweise, dass das Schulpersonal und die Schüler*innen den Umgang mit Informationen rund um das Thema Gesundheit durchaus als herausfordernd beschreiben.

Ziel und Projektvorgehen

Das von der BARMER geförderten Projekt wird im Verbund mit der Technischen Universität München (Prof. Dr. Okan) umgesetzt und verfolgt folgende Ziele:

  • Erfassung und Analyse der (digitalen) Gesundheitskompetenz von Schüler*innen und Schulpersonal
  • Untersuchung der Zusammenhänge von digitaler Gesundheitskompetenz mit gesundheitsbezogenen Indikatoren, aber auch der individuellen, sozialen und schulischen Determinanten von digitaler Gesundheitskompetenz
  • Untersuchung der bereits an Schulen umgesetzten Aktivitäten der digitalen Gesundheitskompetenz und ihrer Bedingungen
  • Entwicklung von zwei Online-Tools zur Analyse des schulischen Entwicklungsstands im Bereich der digitalen Gesundheitskompetenz sowie zur Analyse der individuellen digitalen Gesundheitskompetenz von Schulpersonal

Die Umsetzung erfolgt in verschiedenen methodischen Teilschritten:

  • Es wird eine repräsentative Studie zur (digitalen) Gesundheitskompetenz und Gesundheit bei Schüler*innen der Sekundarstufe mithilfe eines community-basierten Ansatzes mit persönlichen face-to-face-Interviews umgesetzt.
  • Darüber hinaus wird eine Onlinestudie mit Lehrkräften und Schulleitungen zur (digitalen) Gesundheitskompetenz und Gesundheit durchgeführt, bei der auch die umgesetzten schulischen Aktivitäten im Bereich der Gesundheitskompetenz erfasst werden.
  • Auf Basis einer umfangreichen Literaturrecherche werden zwei Online-Tools entwickelt. Zum einen erhalten Schulen die Möglichkeit ihren aktuellen Entwicklungsstand im Bereich der digitalen Gesundheitskompetenz selbstständig zu ermitteln, zum anderen haben Lehrkräfte, nicht-unterrichtendes Schulpersonal, Schulleitungen sowie Erziehungsberechtigte die Möglichkeit, in wenigen Minuten ihre eigene digitale Gesundheitskompetenz einzuschätzen.
  • Von den Ergebnissen der quantitativen Studien ausgehend, werden Fokusgruppen mit Lehrkräften durchgeführt, um einzelne Erkenntnisse zu vertiefen und insbesondere Barrieren und Förderfaktoren der schulischen (digitalen) Gesundheitskompetenzförderung zu ermitteln.

Das wissenschaftliche Vorhaben ist Teil eines bundesweiten, präventiven Interventionsprojektes nach §20a SGB V für die Lebenswelt Schule zur Förderung der allgemeinen und digitalen Gesundheitskompetenz.

Veröffentlichungen

  • Dadaczynski, K., Fischer, L., Hartmann, A., Rangnow, P., Renninger D., Stauch, L., Okan, O (2023). Digitale Gesundheitskompetenz und Schule. Konzeption und Methodik von zwei Studien mit Schülerinnen und Schülern sowie Schulpersonal. Barmer: Wuppertal. (Konzeption und Methodik)
  • Dadaczynski, K., Okan, O. (2023). Digitale Gesundheitskompetenz und Schule. Studienbericht 2023. Barmer: Wuppertal. (Deutsch / Englisch)
  • Fischer, L., Hartmann, A., Rangnow, P., Stauch, L., Renninger, D., Okan, O. & Dadaczynski, K. (2025). Selbstreflexion digitaler Gesundheitskompetenz in der Schule. Entwicklung eines Kurzinstruments für Schulpersonal. Präv Gesundheitsf. doi.org/10.1007/s11553-025-01242-3
  • Hartmann, A., Fischer, L., Rangnow, P., Stauch, L., Renninger, D., Okan, O. & Dadaczynski, K. (2025). Digitale Gesundheitskompetenz an Schulen. Entwicklung eines Selbstbewertungsinstruments zur Erfassung organisationaler Bedingungen. Präv Gesundheitsf. doi.org/10.1007/s11553-025-01238-z
  • Rangnow, P., Hartmann, A., Fischer, L., Stauch, L., Renninger, D., Okan, O., & Dadaczynski, K. (2024). Digital health literacy among primary and secondary school teachers: a quantitative study. Frontiers in Public Health, 12:1334263.
  • Renninger, D., Stauch, L., Fischer, L., Stauch, L., Hartmann, A., Rangnow, P., Dadaczynski, K., & Okan, O. (2025). Das Erlernen digitaler Gesundheitskompetenz im schulischen Kontext: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz, 68, 293–301.
  • Stauch, L., Renninger, D., Rangnow, P., Hartmann, A., Fischer, L., Dadaczynski, K. & Okan, O. (2025). Digital Health Literacy of Children and Adolescents and Its Association With Sociodemographic Factors: Representative Study Findings From Germany. J Med Internet Res 2025;27:e69170, doi: 10.2196/69170

back

Kontakt:

Prof. Dr. Kevin Dadaczynski Per Dean

Health Communication and Patient Information

Kontakt:

Lisa Fischer

Kontakt:

Anja Hartmann

Research assistant