Treibhausgasemissionen ökologisch und konventionell erzeugter Lebensmittel - Vergleich anhand von Fallstudien in der Umgebung von Frankfurt am Main.

Fragestellung
Wie viele Emissionen verursachen ökologisch erzeugte Lebensmittel im Vergleich zu konventionellen? Was für Produktionsmethoden sind besonders klimafreundlich oder -schädlich? Welche Rolle spielt die Regionalität? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Masterarbeit mit dem Titel:

Treibhausgasemissionen ökologisch und konventionell erzeugter Lebensmittel.

Herangehensweise und Methoden
Untersucht werden die Emissionen der Produkte Rindfleisch, Eier und Milch von Landwirten im Umkreis von 100 km um Frankfurt am Main. In CO2-Bilanzierungen werden dabei die im landwirtschaftlichen Betrieb, in vorgelagerten Prozessen und im Transport nach Frankfurt erzeugten Treibhausgase berechnet. Durch Vergleichen der Ergebnisse soll herausgefunden werden, durch welche Methoden besonders hohe/niedrige Emissionen verursacht werden und inwiefern dies mit dem landwirtschaftlichen System (ökologisch/konventionell) zusammenhängt.

Ergebnisse
Die Emissionen der untersuchten ökologischen Betriebe sind je nach Produkt unterschiedlich: Beim Rindfleisch sind sie geringer als die der konventionellen Betriebe, bei den Eiern höher und bei der Milch ähnlich hoch. Auch wurden verschiedene Produktionsmethoden als klimafreundlicher identifiziert, z. B. die extensive Auslaufhaltung in der Rindfleischerzeugung. Aufgrund betriebsspezifischer Einflüsse sollten diese Ergebnisse jedoch nicht verallgemeinert werden. Die Emissionen aus dem Transport haben hingegen bei allen Betrieben nur einen geringen Anteil an den Gesamtemissionen. Bei der Logistikplanung sollte daher vor allem darauf geachtet werden, Pkw-Fahrten der Kunden zu vermeiden, da diese viel höhere Emissionen pro Kilogramm Lebensmittel verursachen. Insgesamt ist zu beachten, dass der Ausstoß von Treibhausgasen nur eine Umweltwirkung der Landwirtschaft ist, für eine vollständige Bewertung der Umweltfreundlichkeit müssen auch die anderen Wirkungen wie Tierwohl und Biodiversität berücksichtigt werden.

Zeitraum
August 2020 bis März 2021

Beteiligte
Angefertigt durch Samuel Fast
Betreut durch Prof. Dr. Michael Huth und Dr. Anna-Mara Schön

Ansprechpartnerin

Dr.

Anna-Mara Schön

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude HOLM Frankfurt/M
Dr.Anna-Mara Schön+49 661 9640-+49 157 71765857
Sprechzeiten
Nach Vereinbarung

Ansprechpartnerin

Marita Böhringer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude HOLM Frankfurt/M , Raum 2.OG
Marita Böhringer+49 661 9640-+49 157 53053291