RinkA tagt zur Frage „Wie kann Inklusion im und durch den Hochschulsport gelingen?“

26.11.2019

In Kooperation mit dem allgemeinen deutschen Hochschulsportverband (adh), vertreten durch Benjamin Schenk, veranstaltete das Projekt „Regionale inklusive Bewegungs-, Sport-, Gesundheits- und Freizeitangebote" (RinkA) vom 23.10.-24.10.19 an der Hochschule Fulda das Seminar „Inklusion im und durch den Hochschulsport“.

Der Teilnehmerkreis setzte sich zusammen aus Multiplikator*innen von bundesweiten Hochschulen, Referent*innen von Sport-Fachverbänden und Hochschulen sowie Vertreter*innen von regionalen Sportvereinen und Verbänden. Künstlerisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Duo Großraumdichen mit Tobias Heyl und Pauline Füg, die die Seminarinhalte in einem inklusiven Poetry Slam in einer Spoken Word Show im Bistro „antons meet and eat“ während des Abendprogramms thematisierte.

Vor dem Hintergrund, dass die UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion zu einer Kernaufgabe aller Hochschulen macht, fragten sich die Teilnehmenden, wie sie ihre Hochschulsportangebote so gestalten können, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung am Hochschulleben teilhaben können.

Nach einer Begrüßung durch den Vizepräsidenten der Hochschule Prof. Dr. Lambeck, führte Katharina Pape, Sport-Inklusionsmanagerin Landessportbund Rheinland-Pfalz in das Thema Inklusion ein. Dr. Jan Ries, Hochschulsportkoordinator Hochschule Fulda, zeigte der Gruppe die Potenziale des Hochschulsports zum Thema „Inklusion“ und dessen Operationalisierung. Katharina Pape zeigte in der ersten Praxiseinheit Rahmenbedingungen für eine gelungene/s inklusive Sportstunde/Training bevor Ute Weber das RinkA-Projekt im RIGL-Fulda vorstellte.

Sehr zur Freude des RinkA Organisationsteams fanden sich im Bistro „antons meet and eat“ am Abend zur Spoken Word Show der Großraumdichten Rund 80 Besucher ein, die dem Wortfeuerwerk der national bekannten folgten. Diese hatten die gewonnen Eindrücke und Erkenntnisse des Seminartags poetisch aufgearbeitet und gaben den Zuhörenden u.a. mit der Botschaft „Bedürfnisse stehen über Materie“ einen Einblick in das Thema Inklusion.

Am zweiten Seminartag stellten sich die Teilnehmenden unter der Leitung von Sarah Heinisch vom Projekt RinkA die Frage, ob ein inklusiver Bewegungspark auch ein Trend für den Hochschulsport darstellt Es folgte die Vorstellung bestehender Umsetzungskonzepte inklusiver Sportangebote innerhalb des Hochschulsports. Hierzu stellte Kevin Kitsch vom Hochschulsport der Universität Hannover deren Buddy Projekt vor, gefolgt von Maria Engler von RinkA, die das Thema Inklusionssport in Kooperation mit einem Verein erläuterte. Am Beispiel des Deutschen Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung thematisierte Maria Engler in einer Praxiseinheit die Entwicklung und Gestaltung inklusiver Sportangebote.

Abschließend diskutierten die Seminarteilnehmenden in einer Expertenrunde mit Kerstin Will, Athletin von Special Olympics, Dr. Thomas Prokein, Geschäftsführer des Hessischen Behinderten- und Rehabilitatiosnsporrtverband (HBRS), Robert Maluche, Vorsitzenden von Jeder ist anders – Inklusionssport Fulda e.V. sowie Harald Piaskowski, Sportkreisvorsitzender Sportkreis Fulda Hünfeld zum Thema „Inklusionssport – Potenziale, Chancen und Grenzen“.

Die Akteure waren sich am Ende der zweitägigen Veranstaltung einig, dass sich dem Hochschulsport im Zusammenhang von Inklusion vielfältige Möglichkeiten und Chancen bieten, seine Potenziale und attraktiven Handlungsfelder aufzuzeigen. Es wurde Wege erarbeitet und aufgezeigt, wie die einzelnen Einrichtungen sich mit dem Thema „Inklusion“ an ihrer Hochschule positionieren können und sich damit eine Strahlkraft für die Hochschullandschaft entwickeln kann. Den Anwesenden wurde deutlich, dass für die Konzeptionierung und Umsetzung entsprechender Angebote sowie Maßnahmen spezifische Kompetenzen erforderlich sind, und dass die der Entwicklung einer eigenen Strategie sinnvoll ist. Die Teilnehmer*innen wünschten sich, dass es weitere differenzierte Fortbildungsangebote zum Thema Inklusion im und durch den Hochschulsport geben sollte. Die Veranstalter erhielten großes Lob dafür, dass im Seminar sowohl bestehende Umsetzungskonzepte innerhalb des Hochschulsports vorgestellt wurden sowie die strukturellen und sozialen Voraussetzungen von Inklusionssport in den lebendigen Praxiseinheiten erlebt werden konnten.