Versorgungs-, Wohn- und Verpflegungskonzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Das Umsetzungsprojekt II ist Teil des Innovationschwerpunkt B „Soziale Innovation als Voraussetzung für Lebensqualität und Gesundheit“ im Regionalen Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda (RIGL-Fulda).

Hintergrund

Bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu leben, ist nicht nur der Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren, sondern auch eine zentrale demografiepolitische Zielsetzung. Ein Großteil der Menschen verbringt das Alter bei guter Gesundheit. Dennoch geht die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung insgesamt mit einer Zunahme von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit einher. Nicht immer vermögen persönliche und familiäre Ressourcen den entstehenden Unterstützungsbedarf aufzufangen, wodurch die Bedeutung alternativer Versorgungs-, Wohn- und Verpflegungskonzepte in regionaler Verantwortung wächst. Urbane und ländliche Räume stehen hier vor sehr unterschiedlichen, doch gleichermaßen drängenden Herausforderungen.

Ziel

Haushaltsnahe Dienstleistungen und bedürfnisgerechte Angebote der Lebensmittel- und Speisenversorgung, digitale und technische Assistenzsysteme, ebenso wie zielgruppengerechte Wohnkonzepte, können einen wichtigen Beitrag leisten, im Alter ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit und damit Lebensqualität zu gewährleisten. In den vergangenen Jahren wurde – auch an der Hochschule Fulda – eine Vielzahl entsprechender Ansätze erforscht und entwickelt. Ziel des vorliegenden Projektes ist es, tragfähige und bedürfnisgerechte Versorgungs-, Wohn- und Verpflegungskonzepte in enger Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren in die Praxis zu transferieren, zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Mit Blick auf die zunehmende Verschiebung von Einkommensverhältnissen, gilt es hierbei gleichermaßen ökonomische und soziale Prämissen zu berücksichtigen.

Das Projekt VeWoLA beinhaltet drei Teilprojekte:

Das Teilprojekt I »Verpflegung« befasst sich im Schwerpunkt mit der Optimierung regionaler Verpflegungs- und Speisenverteilkonzepte unter Berücksichtigung nutritiver und sozialer Bedarfslagen.

Das Teilprojekt II »Wohnen« zielt insbesondere auf die Erarbeitung von Umsetzungsstrategien regionaler Versorgungs- und Wohnkonzepte unter Einbezug digitaler Assistenztechnologien.

Das Teilprojekt III »Senior Citizen Science« richtet das Augenmerk auf die Weiterentwicklung von Methoden der partzipativen Bürger*innenbeteiligung und den Ausbau partizipativer Netzwerkstrukturen.

Umsetzung

Im Rahmen eines iterativen Forschungs- und Transferdesigns soll ein intensiver Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis gewährleistet werden. Das Projekt beinhaltet Haushalts- und Situationsanalysen, Stärken-Schwächen-Analysen verschiedener Versorgungskonzepte, Pilot- und Usability-Tests in unterschiedlichen Settings (Privathaushalt, Quartier sowie ambulante und stationäre Senior*inneneinrichtungen) und im Längsschnitt angelegte Beobachtungsstudien zur Evaluation ausgewählter Maßnahmen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung von Partizipationsmethoden, speziell mit Blick auf die Zielgruppe älterer Menschen.

Unsere Praxispartner*innen

Bürgerhilfeverein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V.
DRK Kreisverband Fulda e.V.
Mediana Holding GmbH & Co. KG
Nassauische Heimstädten/ Wohnstadt
Stadt Fulda (Soziale Stadterneuerung / Seniorenbüro)

Ihre Ansprechpartnerinnen

VeWoLa

Jana Rückert-John

Prof. Dr.

Jana Rückert-John

Dekanin

Soziologie des Essens

Gebäude 40, Raum 008
Prof. Dr. Jana Rückert-John +49 661 9640-3885
Sprechzeiten
Dienstags 17 Uhr; in den vorlesungsfreien Zeiten nur nach Vereinbarung

VeWoLa

Catherina Jansen

Catherina Jansen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude 24, Raum 206
Catherina Jansen +49 661 9640-3823
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
Bürozeiten
Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils 09:00 bis 15 Uhr