QAG Gender, Migration und sozialer Sektor

Arbeitsschwerpunkte der QAG

Die Mitglieder der Querschnittsarbeitsgruppe, die sich in der Regel zwei Mal pro Semester treffen, arbeiten und forschen an den thematischen Schnittstellen von Gender und Migration mit besonderem Augenmerk auf Prozessen und Dynamiken im ländlichen Raum. Beteiligt sind Vertreterinnen aus der Gender- und Migrationsforschung, der Sozialraumforschung und Alltagssoziologie, der Sozialisations- und Bildungsforschung sowie aus den Pflege- und Gesundheitswissenschaften.

Einen wesentlichen Arbeits- und Diskussionsstrang stellen aktuelle Entwicklungen von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement im sozialen Sektor dar, die für den ländlichen Raum besondere Herausforderungen beinhalten, bislang allerdings in wissenschaftlichen Praxis- und Forschungsprojekten kaum ausgeleuchtet worden sind. In einem ersten Workshop „Ehrenamt – Gender – Migration: Herausforderungen ländlicher Räume“, der in Kooperation mit dem Zentrum für Gesellschaft und Nachhaltigkeit der Hochschule Fulda (CeSSt) im Juli 2014 durchgeführt wurde, hat die Arbeitsgruppe den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis vorangetrieben, um auf dieser Grundlage Problemlagen und Entwicklungsstrategien in der Integrations- und Sozialraumplanung zu diskutieren. Erste praxisgeleitete Forschungsfragen, die den Rahmen für die künftigen Forschungs- und Arbeitslinien der Arbeitsgruppe abstecken, werden aus den hieraus hervorgegangen, identifizierten Schwerpunktthemen generiert. Dies sind die folgenden Themen beziehungsweise Themenpaare: Anerkennung und Wertschätzung, Raum und Identität – Identität mit dem Raum, das Verhältnis von hauptamtlichem und ehrenamtlichem Engagement, Übergänge zwischen Ehrenamt – Beruf – Ehrenamt und die Frage nach dem Entstehen von Interessengemeinschaften.

Die weitere Diskussion dieser Themen wird künftig auch verknüpft mit dem Forschungsprojekt „Bürgerhilfevereine und Sozialgenossenschaften als Partner der öffentlichen Daseinsvorsorge und Pflege – Modellentwicklung zur ergänzenden Hilfeleistung für ältere Menschen im ländlichen Raum (BUSLAR)“. Der Austausch mit Praxisvertreterinnen und ‑vertretern ist hierbei von besonderer Bedeutung und wird im Kontext dieses Forschungsprojektes fortgeführt und intensiviert.

Forschung und Wissenstransfer bilden vor diesem Hintergrund die wichtigsten Arbeitsfelder, in denen sich die QAG betätigt.

QAG-Sprecherin Hochschule Fulda

Monika Alisch

Prof. Dr. habil.

Monika Alisch

Soziologie - Sozialraumentwicklung und -organisation

Gebäude 21, Raum 107
Prof. Dr. habil. Monika Alisch +49 661 9640-232
Sprechzeiten
Termine nach Vereinbarung

QAG-Sprecherin Universität Kassel

Manuela Westphal

Prof. Dr.

Manuela Westphal

Professorin für Sozialisation mit dem Schwerpunkt Migration und interkulturelle Bildung am Fachbereich 01 Humanwissenschaftender Universität Kassel