Seniorenverpflegung

Culinary Trend „Essen auf Rädern“: Eine Idee entwickeln, pilotieren und marktfähig machen

  • Backhendl mit Kartoffelsalat und Sweet Chili Soße (food@ucation GmbH)

    Backhendl mit Kartoffelsalat und Sweet Chili Soße (food@ucation GmbH)

  • Gulaschsuppe (food@ucation GmbH)

    Gulaschsuppe (food@ucation GmbH)

  • Bratkartoffeln mit Ei und Kräutersoße (food@ucation GmbH)

    Bratkartoffeln mit Ei und Kräutersoße (food@ucation GmbH)

  • Kürbissuppe mit Foccacia (food@ucation GmbH)

    Kürbissuppe mit Foccacia (food@ucation GmbH)

  • Rinderschmorbraten mit Rotkraut und Knödel (food@ucation GmbH)

    Rinderschmorbraten mit Rotkraut und Knödel (food@ucation GmbH)

  • Wirsingrouladen mit Schupfnudeln und Salat (food@ucation GmbH)

    Wirsingrouladen mit Schupfnudeln und Salat (food@ucation GmbH)

  • Wurstsalat mit Tomatencrostini (food@ucation GmbH)

    Wurstsalat mit Tomatencrostini (food@ucation GmbH)

Moderne Technologien und kommunale „Care-Netzwerke“ unterstützen zukünftig den Essalltag und die Gesundheitsversorgung im Alter. Hierzu forscht das ZCMK an den Erfolgsfaktoren für ein Nahversorgungskonzept für zu Hause lebende Senioren mit Unterstützungsbedarf.

Gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die Auswirkungen des demographischen Wandels und damit auch der drohende Ärztemangel insbesondere in ländlichen Regionen verlangen eine Umgestaltung des Gesundheitswesens bis hin zur Entwicklung neuer Berufe, die sich an den gewandelten Bedürfnissen und Bedarfen von Seniorinnen und Senioren orientieren. Diese wachsende Zielgruppe sucht Verlässlichkeit, gute Qualität und die Sicherheit, dass ihr Leben in den eigenen vier Wänden auch mit körperlichen Einschränkungen so lange wie möglich erhalten bleibt. Dazu gehört auch, dass sie bei Ernährungsentscheidungen partizipieren können. Nicht zuletzt setzt dies voraus, dass es für die Versorgung zu Hause lebender Personen verlässliche Rahmenbedingungen gibt.

Eine Chance für neue Geschäftsideen, den Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie. Und dazu gehört auch ein individuell angepasstes Ernährungsmanagement, das die Tageszufuhren an Nährstoffen festhält und bei Bedarf auch darüber informiert, was gebraucht wird, wo es fehlt oder wo es einfach zu viel wird. Bisher eine Aufgabe, die nicht ausreichend, unregelmäßig und unsystematisch von Hausärzten oder Pflegekräften übernommen wurde. Gleichzeitig ist der ambulante Gesundheits- und Pflegebereich Teil eines komplexen, immer technischer werdenden Marktgeschehens und damit ökonomischen Machbarkeitsparametern und Innovationsdruck ausgesetzt. Was Familienangehörige und Nachbarn an qualitativen und quantitativen haushaltsnahen Leistungen nicht mehr aufbringen können, übernehmen mittlerweile lokale und überregionale Dienstleister. Doch zu welcher Qualität? Was kann der Entwicklung von „No Care-Zonen“ in ländlichen Räumen und urbanen Brennpunktquartieren wirksam entgegengesetzt werden? Und was wünscht sich die Zielgruppe eigentlich im Hinblick auf ihren Essalltag?

Hier setzt der BMBF-Forschungsschwerpunkt „Seniorenverpflegung“ an

An die haushaltsnahe Dienstleistung „Essen auf Rädern“ wird ein innovatives Denkmodell angeknüpft und mit einem digitalen Präventions- und Gesundheitsförderungsassistenten verbunden. 

Bisher fehlen die finanziellen und lokal-organisatorischen Rahmenbedingungen für Dienstleistungsangebote und Versorgungskonzepte für den Essalltag von Senioren. Unsere Forschung sucht im Rahmen von zwei Case Studies nach belastbaren Aussagen und führt Zielgruppen-, Produkt- und Marktanalysen durch, deren Auswertungen in einem Szenario Modell (Business Case) zusammengeführt werden. Mit dem Projekt soll zudem ein technisches Hilfsmittel, der digitale Einkaufs- und Ernährungsassistent, entwickelt, pilotiert und abschließend der Nutzen evaluiert werden. Das einfach zu bedienende System stellt den Seniorinnen und Senioren Essensangebote, abgestimmt auf das persönliche Ernährungs- und Geschmacksprofil zur Verfügung. Durch selbstbestimmte Eingabewiederholungen „lernt“ die Software die individuellen Ernährungsgewohnheiten kennen und speichert die Informationen als persönliches Profil. Diese Informationen können mit der Hausarztpraxis bzw. der Pflegeakte bei einem ambulanten Pflegedienst verknüpft und bei Bedarf nachjustiert werden.

Wo steht das Projekt aktuell?

Im Rahmen des Seniorenpanels „GEViA“ (Gesundheit, Ernährung und Versorgung im Alter) unter Leitung von Prof. Dr. Jana Rückert-John befragt derzeit die Forschergruppe ältere Menschen in Stadt und Landkreis Fulda zu deren Essalltag, zu Wünschen und Problemen beim Einkaufen, der Essenszubereitung oder auch Erfahrungen mit Bringdiensten. Im Mittelpunkt: die Ausdifferenzierung der Bedürfnisse von Senioren an das „Essen auf Rädern“ aber auch Inhalte für ein  Ernährungsmanagement, welches „smarte“ Technologien userfreundlich für die Zielgruppe nutzbar macht. Die ersten Ergebnisse aus der Panelbefragung „GEViA“ haben wir zusammengefasst.

Eine optimierte Zusammenarbeit verschiedener Versorgungsbereiche und die regionale Kooperation unter den Berufsgruppen in der Pflege, dem Retail und dem Catering, stellen aus Sicht der Forschergruppe wichtige Stellschrauben für ein deutliches Plus an Effizienz und Qualität für die Steuerung einer haushaltsnahen, seniorensensiblen  und gesundheitsfördernden Versorgung im Alter dar. Hier besteht neben Forschungs- auch Umsetzungsbedarf.

Die Forschungsergebnisse richten sich an stationäre Einrichtungen in privatwirtschaftlicher, sozialer und kirchlicher Trägerschaft mit Versorgungsprofil, Unternehmen der Food-Industrie und des Handels (insbesondere KMUs) sowie Entscheiderinnen und Entscheider aus der Bundes- bzw. Kommunalpolitik. 
Die Projektfortschritte werden in Newslettern kommuniziert. Die erste Mail ging am 19. November 2015 an Projektpartner sowie am Forschungsthema Interessierte.

Ansprechpartnerin

Stephanie Hagspihl

Prof. Dr.

Stephanie Hagspihl

Catering • Food Supply

Gebäude 40, Raum 001
Prof. Dr. Stephanie Hagspihl +49 661 9640-370
Sprechzeiten
Dienstags 12.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung; in den vorlesungsfreien Zeiten nur nach Vereinbarung

Ansprechpartnerin

Jana Rückert-John

Prof. Dr.

Jana Rückert-John

Dekanin

Soziologie des Essens

Gebäude 40, Raum 008
Prof. Dr. Jana Rückert-John +49 661 9640-3885
Sprechzeiten
Donnerstags 13.00 - 14.00 Uhr; in den vorlesungsfreien Zeiten nur nach Vereinbarung

Ansprechpartnerin

Catherina Jansen

Catherina Jansen

Lehrkraft für besondere Aufgaben • Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude 24, Raum 206
Catherina Jansen +49 661 9640-3889
Sprechzeiten
donnerstags 12:00 bis 13:00 Uhr