whatsEAT

Markenzeichen für gute Schul-Catering-Produkte

Zielgruppenspezifische Schulverpflegung (ZCMK, Hochschule Fulda)

Mit dem deutschlandweit ersten Markenzeichen für gute Schul-Catering-Produkte reagiert das wissenschaftliche Zentrum für Catering Management und Kulinaristik der Hochschule Fulda  auf die zunehmende Relevanz des Schulverpflegungsmarktes. Durch den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachmittagsangeboten und Ganztagesschule greifen mehr und mehr Schülerinnen und Schüler auf die Außer-Haus-Verpflegung zurück. Dabei verfügen die wenigsten Schulen über eine Frischküche.

Der Convenience-Markt in der Gemeinschaftsverpflegung bietet eine breite Palette an hochwertigen Produkten. Doch nicht alle treffen den Geschmack von Kindern und Jugendlichen oder sind für eine ausgewogene Schulverpflegung geeignet, was die Auswahl geeigneter Produkte für den Küchenbetreiber zu einer schwierigen Aufgabe macht. Das Markenzeichen whatsEAT hilft dabei, die richtigen Produkte von guter Qualität sowie hoher geschmacklicher Akzeptanz zu finden.

Zertifizierungsverfahren

Die Zertifizierung wird vom wissenschaftlichen ZCMK durchgeführt und basiert auf über acht Jahren intensiver Forschungsarbeit zur Schulverpflegung. In drei Bewertungsstufen werden die Produktmerkmale, die Verarbeitungsmerkmale und die Zielgruppenakzeptanz der Produkte bewertet. Die einzelnen Bewertungsstufen werden unterschiedlich gewichtet und ergeben eine Gesamtnote. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Markenzeichen für drei Jahre vergeben.

Bewertungsstufe I – Produktmerkmale (38% der Gesamtnote)

Um die Gesundheit und das natürliche Geschmackempfinden der Schülerinnen und Schüler zu schützen, schließt whatsEAT die Verwendung zahlreicher Zusatzstoffe aus. Außerdem werden die Nährwerte der Produkte nach den Standards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) bewertet und ggfs. durch Empfehlungen zu einem vollwertigen Menü ergänzt. Hierbei werden unter anderem der Salzgehalt und die Fettqualität der Produkte bewertet. Nicht zuletzt wird die Genussqualität der Gerichte durch eine interne sensorische Verkostung anhand von Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl überprüft.

Bewertungsstufe II – Verarbeitungsmerkmale (12% der Gesamtnote)

Ergänzend zur ernährungsphysiologischen Betrachtung werden die Produkte hinsichtlich ihrer Tauglichkeit in der Küchenpraxis getestet. Hierbei werden die Aspekte Haltbarkeit und Hygiene sowie die Verständlichkeit und praktische Umsetzbarkeit der angegebenen Regenerationsempfehlungen einbezogen. Die Gerichte sollen auch von angelernten Mitarbeitern zubereitet werden können.

Die Bewertungsstufe II – Zielgruppenakzeptanz (50% der Gesamtnote)

Abschließend wird ein Zielgruppenakzeptanztest durchgeführt. Die Produkte werden in der Mensa einer Partnerschule von mindestens 100 Schülerinnen und Schülerinnen verkostet und geschmacklich bewertet. Die Meinung der Kinder und Jugendlichen wird in der Endnote mit 50% gewichtet. So wird sichergestellt, dass das Markenzeichen nur an Produkte mit einer sehr hohen Zielgruppenakzeptanz vergeben wird.

Ausblick

Langfristig soll ein breites Produktportfolio die Basis für eine qualitativ hochwertige Schulverpflegung schaffen. Im Laufe des Jahres 2017 soll eine Internetplattform erstellt werden, auf der die zertifizierten Produkte präsentiert werden.

Außerdem möchte whatsEAT Schulen dazu anregen, die Ernährungsbildung verstärkt in den Lernalltag der Schülerinnen und Schüler zu etablieren. Das Markenzeichen kann als Aufhänger genutzt werden, um Kompetenzen zu Lebensmitteln, verantwortungsvollem Konsum und Selbstbestimmung zu vermitteln. Die geplante Internetplattform soll hierbei sowohl Anregungen für Lehrkräfte als auch für Eltern liefern.

 

 



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Stephanie Hagspihl

Prof. Dr.

Stephanie Hagspihl

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