Ernährungstherapie als Querschnittsthema der interprofessionellen Behandlung von Alkoholabhängigkeit in der medizinischen Rehabilitation (EthA)

In der medizinischen Rehabilitation bei Alkoholabhängigkeit sind ernährungstherapeutische Leistungen als Evidenzbasiertes Therapiemodul (ETM) in einem indikationsspezifischen Reha-Therapiestandard (RTS) verankert. Ernährungstherapeutische Standards, Empfehlungen zur interprofessionellen Einbindung der Ernährungstherapie sowie gezielte Fortbildungsoptionen für Fachkräfte der Ernährungstherapie fehlen. Ziele des Forschungsvorhabens sind die Erstellung eines Rahmenkonzepts für die Ernährungstherapie unter Beachtung der Vernetzung im interprofessionellen Therapiekonzept bei Alkoholabhängigkeit sowie die Konzeption ergänzender Praxisempfehlungen und Arbeitsmaterialien für Ernährungsfachkräfte. Hierfür wird eine systematische Literaturrecherche zu (interprofessionellen) Ansätzen der Ernährungstherapie bei Alkoholabhängigkeit durchgeführt. Im nächsten Schritt erfolgen eine umfassende qualitative (Einzel- sowie Fokusgruppeninterviews mit interprofessionellen Behandlungsteams bzw. Rehabilitandinnen- und Rehabilitanden(-gruppen)) sowie eine ergänzende quantitative Datenerhebung (Online-Kurzfragebogen). Auf dieser Basis werden mit Unterstützung eines interprofessionellen Expert*innen-Beirats in einem Delphi-Prozess Empfehlungen abgeleitet. Das ernährungstherapeutische Rahmenkonzept mit Empfehlungen zur synergetischen Implementierung der Ernährungstherapie in das Behandlungskonzept sowie die resultierenden Praxisempfehlungen und Arbeitsmaterialien werden veröffentlicht und tragen zur Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation bei.

Projektteam

Prof. Dr. Sigrid Hahn

Diätetik

Anne Schumacher

Technisch-administrative Mitarbeiterin | Projekt EthA

Prof. Dr. Stefanie Biehl

Ernährungs- und Gesundheitspsychologie

Angelina Heumüller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Projekt EthA

Projekt-information

Schlagworte:
Medizinische Rehabilitation, Ernährungstherapie, Alkoholabhängigkeit, Interdisziplinarität

Projektlaufzeit:
2026 - 2028

Fördermittelgeber:
Deutsche Rentenversicherung Bund