FoSS-Semesterprogramm
Wintersemester 2025/26
Die digitalen/hybriden Veranstaltungen finden online mit dem Videokonferenzsystemen "zoom" oder "webex" statt. Sie brauchen dafür keinen eigenen Account oder eine spezielle Software. Wenn Sie an einer digitalen Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per Mail unter nathalie.ruhlandt(at)gw.hs-fulda.de an - Sie erhalten dann jeweils im Vorfeld der Veranstaltung den entsprechenden Zugangslink. Gerne können Sie sich natürlich auch bereits für mehrere Veranstaltung anmelden.
Wir freuen uns, Sie bei den Veranstaltungen begrüßen zu können.
Hier finden Sie das aktuelle Semesterprogramm zum Download.
Alle Veranstaltungen im Überblick:
02.12.2025 | 18:30 Uhr | HYBRID
EU-Sozialbürgerschaft 4.0
Dr. Frank Schreiber (Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgericht)
Moderation: Prof. Dr. Anne Walter (Hochschule Fulda)
Inhalt:
Vor über einem Vierteljahrhundert interpretierte der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) seine Rolle als Integrationsmotor auf dem Gebiet des sozialen Rechtsstaates neu. Der „soziale Gehalt der Unionsbürgerschaft“, die „Sozialbürgerschaft“ oder die „unionsbürgerschaftliche Teilhabe an sozialen Rechten“ wurden entdeckt. Vier Stufen der Rechtsprechungsentwicklung lassen sich identifzieren. Nach einer Kehrtwende in den Entscheidungen der Rs. „Dano“, „Alimanovic“ und „Garcia-Nieto“ als dritte Stufe verdienen sowohl die aktuelle EuGH-Rechtsprechung als auch die tiefgreifende Kritik an den zuvor genannten Entscheidungen eine Würdigung und Systematisierung, um Ansätze für eine „EU-Sozialbürgerschaft 4.0“ zu finden. Daraus lassen sich konkrete Folgerungen für die Rechtspraxis in der Bundesrepublik Deutschland ableiten.
Veranstaltungsort: Hochschulzentrum Fulda Transfer | Veranstaltungssaal | Heinrich-von-Bibra-Platz 1a
11.12.2025 | 17:30 Uhr | HYBRID
Vortragsveranstaltung der AG Teilhabeforschung
Vorbild Ontario? Deinstitutionalisierung und Community Living: gemeindebasierte wohnbezogene Unterstützung für Menschen mit Behinderung im kanadischen Ontario
Inhalt:
Während Deutschland vom UN-Ausschuss zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen für den anhaltend hohen Grad an Institutionalisierung im Bereich wohnbezogener Unterstützung für Menschen mit Behinderung kritisiert wird, erhält die kanadische Provinz Ontario Lob für ihre erfolgreiche Deinstitutionalisierung – 2009 schloss sie ihre letzte „Institutionen“. Wie gelang Ontario dieser Systemwechsel hin zu konsequent gemeindebasierten Unterstützungsstrukturen? Anhand empirischer Daten aus einer Feldstudie vor Ort, werden politische Programme und praktische Lösungsansätze der Developmental Services Ontario dargestellt. Dabei werden konkrete Beispiele für Personenzentrierung und Sozialraumorientierung gezeigt. Leitgedanken, die spätestens seit dem Bundesteilhabegesetz auch die deutsche Eingliederungshilfe umtreiben. Gleichzeitig werden auch Herausforderungen im ontarischen System beleuchtet. Die Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse bleibt Gegenstand kritischer Auseinandersetzung und soll in der Veranstaltung diskutiert werden.
Veranstaltungsort: Hochschule Fulda |Gebäude 21 | Raum 023
14.01.2026 | 18.00 Uhr | HYBRID
Vortragsveranstaltung der AG Teilhabeforschung
Sozialraumorientierte Eingliederungshilfe – Evaluation des Hamburger Modellprojekts „Leben wie ich will“
Referentin: Prof. Dr. Markus Schäfers (Hochschule Fulda)
Moderation: Prof. Dr. Wiebke Falk (Hochschule Fulda)
Inhalt:
Das Projekt Leben wie ich will zielt darauf ab, Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Gestaltung und Umsetzung selbstbestimmter Lebensentwürfe zu unterstützen. Aufbauend auf einem sozialraumorientierten Ansatz sollen die Eigenaktivität der Nutzer*innen gestärkt und passende Unterstützungsarrangements entwickelt werden, in denen professionelle und informelle Ressourcen gewinnbringend kombiniert werden. Der Vortrag stellt zentrale Ergebnisse der Evaluation vor.
Veranstaltungsort: Hochschule Fulda | Gebäude 21 | Raum 023
22.01.2026 | 17:00 Uhr | HYBRID
in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e.V.
Aktuelle Entwicklungen im Sozialrecht: Perspektiven aus der hessischen Regierungsarbeit
Referentin: Manuela Strube (Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales)
Moderation: Prof. Dr. Judith Brockmann (Maître en Droit, Universität Kassel)
Inhalt:
folgt
Veranstaltungsort: Universität Kassel | Senatssaal | Mönchebergstraße 3 (3. OG), 34127 Kassel
29.01.2026 | 15.30 Uhr
Veranstaltungsreihe Critical Social Work
Perspektiven Kritischer Sozialer Arbeit vor dem Hintergrund
Referent: Prof. Dr. Michael May (Hochschule RheinMain)
Moderation: Prof. Dr. Matthias Ochs (Hochschule Fulda)
Inhalt:
Im Unterschied zu den früheren „Staatsreligionen“ (Ritsert) des Ostblocks versteht sich eine historisch-materialistische Dialektik nicht nur als eine „offene“, sondern zugleich auch als eine „praktisch-einhakende“ (Bloch). Als „Kritische Theorie einer emanzipativen Praxis“ (Schmied-Kowarzik) lassen sich aus ihr auch historisch konkrete Perspektiven für eine Kritische Soziale Arbeit gewinnen als Arbeit an der Verwirklichung „menschlichen Gemeinwesens“ (Marx).
Veranstaltungsort: Hochschule Fulda |Gebäude 21 | Raum 222
12.02.2026 | 16.00 Uhr | HYBRID
Vortragsveranstaltung der AG Diversitätsforschung in Kooperation mit dem CeSSt
Die ‚Suche nach Möglichkeiten‘: Politische Mikropraktiken in der Sozialen Arbeit mit Menschen in Duldung
Referentin: Gesa Langhoop (M.A. Promovierende am PZ Soziale Arbeit Hessen)
Moderation: Prof. Dr. Monika Alisch (Hochschule Fulda) & Prof. Dr. Manuela Westphal
Inhalt:
In der Einzelfallarbeit mit Menschen in Duldung bewegen Sozialarbeiter:innen sich in einem Spannungsfeld zwischen professioneller Unterstützung und struktureller Begrenzung. Im Kontext strukturell erzeugter Prekarität suchen sie nach kreativen und adressat:innenorientierten Handlungsräumen, die auch außerhalb etablierter Möglichkeiten politischer Einflussnahme liegen. Der Vortrag gibt Einblick in ein Promotionsprojekt, das solche Mikropraktiken empirisch untersucht. Im Fokus stehen alltägliche, mitunter unkonventionelle Strategien zwischen institutioneller Anpassung, solidarischem Handeln und stillem Widerstand. Dabei wird auch gefragt, wie diese Formen politischer Praxis theoretisch gefasst und professionell verortet werden können.
Veranstaltungsort: Hochschule Fulda | Gebäude 21 | Raum 222
Kontakt
FoSS-Koordination Hochschule Fulda

Nathalie Ruhlandt
Koordinatorin des Forschungsverbunds für Sozialrecht und Sozialpolitik (FoSS)