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Im Projekt AR-WAY war das Ziel, dass prototypisch entwickelte holografische Wegweisungssystem mittels AR-Brillen im House of Logistics and Mobility (HOLM) zu erforschen, um die Möglichkeiten und Grenzen des Systems aufzuweisen.

Aufgrund der notwendigen technischen Anforderungen an die Datenbrille wurde zu den Tests die Microsoft HoloLens herangezogen. Das holografische Wegweisungssystem ist modular aufgebaut, sodass künftige Anpassungen und Erweiterungen effizient möglich sind, und arbeitet zudem offline. Dies ermöglicht eine Internetunabhängige Indoor-Navigation. Im Rahmen des Projektes erwies sich sowohl das System als auch die Hardware als intuitiv bedienbar. Jedoch gab es technische Herausforderungen wie die präzise räumliche Zuordnung und den Bedienkomfort für Brillenträger. Testnutzer konnten den Wegweisen folgen und ihre Ziele erreichen. Für eine umfassende Beurteilung der Alltagstauglichkeit wären umfangreichere Tests unter realen Bedingungen jedoch notwendig. Dennoch lässt sich ein Potenzial für andere Bereiche verzeichnen. Wie z.B. in der Logistik zur Unterstützung von Staplerleitsystemen oder zur Optimierung von Zulieferprozessen im Wareneingang. Von zentraler Bedeutung ist, dass die Software auf dieser stabilen Basis weiter ausgebaut wird. Durch beispielsweise zusätzliche Sensoren und „Positioniermarker“, um eine genauere Positionierung und dynamische Navigation zu ermöglichen. Basierend auf den Evaluierungsergebnissen zeigt der aktuelle Stand der Hardware-Technik, dass ein produktiver Einsatz in industriellen Szenarien möglich ist. Zu berücksichtigen sind jedoch das Gewicht und das eingeschränkte Sichtfeld der HoloLens. Für Szenarien kann diese problemlos eingesetzt werden, einem vollen Arbeitstag steht der Einsatz der Brille aktuell jedoch schlecht dar. Die bisherigen Ergebnisse lassen einen vielversprechenden Ansatz andeuten und aus aktueller Sicht gibt es bisher keine Technologie die vergleichbaren Indoor-Navigations-Ergebnisse erzielt, ohne signifikante Kosten zu verursachen. Zusätzliche Versionen der Microsoft HoloLens oder Wettbewerbermodelle wie Magic LeapOne werden die Qualität der Anwendung „automatisch“ verbessern.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Boris Zimmermann

Logistics