Editorial

Liebe Leser*innen,

zum Jahreswechsel möchten wir noch einmal Neuigkeiten aus dem HOLM mit Ihnen teilen und einen Ausblick auf das kommende Jahr geben. 

Im Jahr 2025 können wir über zwei besondere Ereignisse berichten: Zum einen über unsere Teilnahme an der Messe transport logistic (darüber haben wir im ersten Newsletter des Jahres berichtet), zum anderen über die Ausrichtung des jährlichen Treffens des International Supply Chain Risk Management (ISCRiM) Networks an der Hochschule Fulda. Zudem sprach Prof. Dr. Michael Huth beim diesjährigen Innovationsmarktplatz am HOLM über die weitere Entwicklung vergangener Projekte nach deren Abschluss und war als Referent beim BME-Symposium vertreten.

Die am HOLM tätigen Professoren Dr. Michael Huth und Dr. Jozo Acksteiner konnten sich 2025 über eine Änderung ihrer Denomination freuen.

Unser Projekt LogRegio lief zum Jahresende aus; dazu gab es abschließend mehrere Veranstaltungen, um den Ergebnissen mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Planmäßig im neuen Jahr weitergeführt wird das Projekt RADLÄR. Neue Ideen und Projektvorhaben sind bereits in Planung – der Start ist für 2026 vorgesehen.

Zum Jahresende hieß es leider auch Abschied nehmen: Wir verabschiedeten unsere Kolleginnen Marita Böhringer und Eva Gerszke und wünschen ihnen für ihre neuen Aufgaben alles Gute.

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Herzliche Grüße, eine schöne Adventszeit und einen guten Rutsch!

 

Prof. Dr. Michael Huth                       Christiane Fink

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ISCRiM-Seminar 2025 an der Hochschule Fulda: Fokus auf Resilienz und digitale Transformation in Lieferketten

Vom 3. bis 5. September 2025 fand an der Hochschule Fulda das jährliche Seminar des International Supply Chain Risk Management Network (ISCRiM)  statt. Forschende aus sieben Ländern präsentierten ihre aktuellen Projekte und diskutierten gemeinsam neue Ansätze für das Risikomanagement in Lieferketten.

Im Mittelpunkt standen Themen wie die Stärkung der Resilienz von Lieferketten sowie die Chancen und Grenzen der digitalen Transformation und künstlichen Intelligenz im Risikomanagement. Prof. Dr. Michael Huth von der Hochschule Fulda zeigte auf, welche Faktoren zur Resilienz von Unternehmen beitragen. Weitere Beiträge beleuchteten, welche organisatorischen Fähigkeiten für ein wirksames Risikomanagement erforderlich sind, welche sozioökonomischen Auswirkungen Infrastrukturausfälle haben können oder wie Digitalisierung im Agri-Food-Sektor zunehmend an Bedeutung gewinnt – insbesondere in pandemisch oder klimatisch sensiblen Liefernetzwerken. Ein Vergleich von KI-gestützten Risikoanalysen mit den Einschätzungen erfahrener Einkäufer*innen verdeutlichte zudem, wo digitale Methoden die menschliche Expertise sinnvoll ergänzen können.

Neben den wissenschaftlichen Diskussionen bot eine Exkursion zur Firma Jumo GmbH & Co. KG spannende Einblicke in ein international erfolgreiches Industrieunternehmen. Die Führung übernahm Dr. Steffen Hoßfeld, Geschäftsführer bei Jumo und Alumnus der Hochschule Fulda.

Der intensive Austausch, die vielfältigen Perspektiven und der Einsatz neuer Methoden – insbesondere unter Einbeziehung von KI – führten auch in diesem Jahr zu wertvollen Impulsen für die Weiterentwicklung der laufenden Forschungsprojekte.

Das ISCRiM-Seminar 2025 machte deutlich: Resiliente, digital gestützte und adaptiv-organisierte Lieferketten sind nicht nur ein akademisches Thema, sondern eine Schlüsselvoraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Versorgungssicherheit.

Bereits jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Jahr: Das nächste ISCRiM-Seminar wird Anfang September 2026 in Verona (Italien) stattfinden. Dabei sollen zwei zentrale Themen vertieft werden, die während des diesjährigen Seminars als besonders zukunftsrelevant identifiziert wurden:

  1. Preparedness – die Vorbereitung und Reaktionsfähigkeit von öffentlichen und privaten Akteuren auf Krisen und Störungen in Lieferketten, sowie

  2. Supply Network Analysis – die Entwicklung neuer Kennzahlen (KPIs) zur Messung und Bewertung der Resilienz von Lieferketten.

Ergebnisse von LogRegio präsentiert

Mit „LogRegio – rWSK neu denken" unterstützt die Hochschule Fulda gemeinsam mit nearbuy und BIONALES e.V. den Aufbau effizienter regionaler Lebensmittelwertschöpfungsketten in Hessen. Das über den Ökoaktionsplan Hessen geförderte Projekt endete Ende 2025.


 
Im Fokus stehen kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe in Zusammenarbeit mit der Außer-Haus-Verpflegung. Ausgangspunkt sind gemeinsame Herausforderungen: hoher organisatorischer Aufwand, geringe Transportmittelauslastung, fehlende Transparenz über bestehende Touren sowie steigende Anforderungen der Außer-Haus-Verpflegung an gebündelte und verlässliche Lieferprozesse. 

Um dem zu begegnen, wurden in Zusammenarbeit mit hessischen Betrieben praxistaugliche Instrumente entwickelt, die Betriebe bei der Planung und Umsetzung von Transportkooperationen unterstützen. Dafür wurde beispielsweise eine Checkliste erstellt, die Fragen zu Haftung, Güterverkehrslizenz, gemeinsamen Transporten sowie zur Rollen- und Risikoabgrenzung klärt. Mit dem Logistik-Marktplatz auf nearbuy wurde zudem ein digitales Werkzeug geschaffen, über das Transportkapazitäten angeboten, Mitnahmemöglichkeiten gefunden und potenzielle Kooperationspartner sichtbar werden. Gemeinsam ermöglichen diese Bausteine einen niedrigschwelligen Einstieg in Transportkooperationen. 

Zur Kommunikation dieser und weiterer Ergebnisse ist das Projektteam im Moment auf verschiedenen Veranstaltungen unterwegs und konnte dabei beispielsweise in Frankfurt am Main über 50 Teilnehmenden Einblicke geben. 

Zwei Mitarbeiterinnen von HFD@HOLM verabschiedet

Mit dem Ende des Projektes LogRegio verabschiedete die Hochschule Fulda zwei Mitarbeiterinnen, die über mehrere Jahre am HOLM tätig waren - Marita Böhringer und Eva Gerszke. Wir haben ihnen ein paar Fragen zu ihrer Zeit im Projekt und am HOLM gestellt.

Marita, was behältst Du aus Deiner Zeit am HOLM positiv in Erinnerung?

„Durch das HOLM wurde das Forschungsprojekt, in dem ich tätig war, überhaupt erst möglich: Die HOLM Innovationsförderung hat uns als Hochschulteam den Einstieg in das Thema Short Food Supply Chains ermöglicht. Daher blicke ich sehr positiv auf die Zusammenarbeit zwischen unserem Forschungsverbund, dem HOLM, aber auch den verschiedenen Praxispartnern aus unseren Projekten zurück, die ich immer als konstruktiv und wertschätzend erlebt habe.” 

Welche Erfahrungen haben Dich besonders geprägt, Marita?

„Besonders prägend für mich war die enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und den Verantwortlichen aus Einrichtungen der Außer-Haus-Verpflegung. Dabei ging es immer wieder um die Frage, wie regionale Lebensmittellogistik in Hessen so gestaltet werden kann, dass beide Seiten verlässlich und effizient zusammenarbeiten können. Die Gespräche und die gemeinsame Arbeit mit den Betrieben haben mir tiefe Einblicke in ihre täglichen Abläufe, Arbeitsprozesse und Herausforderungen gegeben. Dieser direkte, praxisnahe Austausch hat meinen Blick erweitert und mir ermöglicht, die Themen nicht nur aus wissenschaftlicher, sondern auch aus ganz realer, praktischer Perspektive zu sehen. Durch die Zusammenarbeit mit nearbuy habe ich einen Einblick in die Entwicklung digitaler Plattformen bekommen – dabei habe ich auch viel Neues gelernt!”

Was bleibt an die Hochschule Fulda in Erinnerung? 

„Besonders war für mich die Möglichkeit, an praxisnahen Forschungsprojekten mitzuwirken und zu sehen, wie die Ergebnisse meiner Arbeit in die Umsetzung kommen. Ich habe es immer sehr geschätzt, dass ich dabei eigene Ideen einbringen und Themen aktiv mitgestalten konnte – diese Freiheit hat mir besonders gut gefallen. Die Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen aus dem Forschungsverbund, aber auch aus anderen Forschungsverbünden wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben, denn sie war immer konstruktiv, offen und bereichernd. Dadurch konnte ich viele neue Sichtweisen kennenlernen, die meinen Blick auf die Projekte und die Forschung insgesamt bereichert haben.”

Weißt Du schon, wie es für Dich weitergeht? 

„Für mich geht es erst einmal raus aus dem Forschungsumfeld: Erst zieht es mich auf eine Reise nach Südostasien, bevor ich eine neue Stelle in der Mobilitätsbranche antrete. 

 

Was behältst Du aus Deiner Zeit am HOLM positiv in Erinnerung, Eva?

„Ich habe die gemeinsame Zeit mit ganz anderen Menschen, Eigenarten und Zielen sehr genossen. Da gab es andere Horizonte oder auch mal Themen im Fokus. Das befreit vom eigenen Denkfaden und bereichert. So kann aus einem Haufen Individuen ein wertvoller Arbeitsrahmen und Fortschritt entstehen."

Weißt du schon, wie es für Dich weitergeht?

„Ich werde mich einer vielseitigeren Kombination aus Einkommensquellen widmen: aus kaufmännischer Projektarbeit, Coaching & Training von Charakterköpfen, Menschen mit Eigenheiten und Fähigkeiten in Klarheit und Umsetzung ihres Weges sowie Integration in Betrieben für Innovation als auch Resilienz und eigene Eventformate, um lebendige Diskussion und Verbindung zu den Sinnen wieder zu beleben."

Was möchtest Du auf jeden Fall noch lernen oder ausprobieren, Eva?

„Integration von Tieren, Musik und kreativen Methoden in meine Klarheits- und Umsetzungs-Arbeit mit Menschen. Sie kommen vor allem für (un)bewusste Prozesse zum Einsatz. Instinkt erkennt viel schneller und kommuniziert leichter. Und mehr Reisen: Kulturen kennenlernen und neue Horizonte, von Menschen erfahren, was sie bewegt sowie Gesellschaft als Individuen und Gemeinschaft stärken: aus Job und Ehrenamt."

BME-Studie 2025 zeigt digitale Chancen auf

Auf dem 60. Symposium des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) mit rund 1.400 Teilnehmenden aus Einkauf, Logistik und Supply Chain Management in Berlin wurde sichtbar: Digitalisierung, Vernetzung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Branche nachhaltig. Doch zugleich zeigte sich eindrücklich, dass persönliche Begegnungen und Austausch in Zeiten digitaler Transformation unverzichtbar bleiben.

Prof. Dr. Michael Huth präsentierte die Kernergebnisse der BME-Logistikstudie 2025, an der auch Ngoc Tran, Master-Studentin an der Hochschule Fulda, und Michael Jungk, Leiter der Sektion Supply Chain Management und Logistik beim BME, mitgewirkt haben. Die Studie identifiziert konkrete Treiber, aber auch Hemmnisse für die Digitalisierung. Zu den Treibern zählt beispielsweise der konkrete Nutzen, aber auch Kunden und Wettbewerber. Hemmnisse können fehlende Personalressourcen, unzureichende Stammdatenqualität und hohe Investitionskosten sein. Gleichzeitig unterstreicht die Studie das große Potenzial. Der Einsatz von Digitalisierungstechnologien kann — richtig implementiert — Prozesse beschleunigen, Prognosen verbessern sowie die Resilienz und Effizienz von Lieferketten erheblich steigern.

Die Herausforderung liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in Rahmenbedingungen, Datenqualität, Ressourcen und Verantwortlichkeiten. Wenn Sie Interesse haben, können Prof. Dr. Michael Huth und die Hochschule Fulda Sie bei der Auswahl von relevanten Use Cases aus den 24 Anwendungsfällen der Studie für Ihr Unternehmen unterstützen.

Die BME-Logistikstudie 2025 ist als kostenfreier Download auf der Internetseite des BME verfügbar. 

Radlogistik Shortlists und Konferenzpaper von RADLÄR

Die erste Projektphase im Verbundprojekt RADLÄR wurde im vergangenen Halbjahr vollendet. In diesem Projekt forscht die HFD@HOLM (Hochschule Fulda am HOLM) gemeinsam mit dem Fraunhofer INT sowie der Frankfurt UAS zum logistischen Einsatz von Lastenrädern im ländlichen Raum

Im nun vergangenen ersten von drei Projektjahren sind zu diesem Zweck diverse ländliche Modellregionen besucht worden. In diesem Rahmen wurden mithilfe eines eigens entwickelten „Serious Games” jeweils die Bedarfe, Chancen und Hemmnisse im Bezug auf Radlogistik erfasst. Diese werden im weiteren Projektverlauf genutzt, um innovative Anwendungen von Radlogistik explizit für ländliche Regionen herzuleiten. Zudem ist parallel eine umfassende Broschüre entstanden, welche aktuelle Technologien, Anwendungsfelder und Trends der Radlogistik erfasst. Sie ist im Open Access auf der Projektwebsite des Mobilitätsforums Bund (Abschnitt „Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation“) veröffentlicht worden.

Ebenfalls im Rahmen des RADLÄR Projektes wurde die 25. Internationale Konferenz für „Business Logistics in Modern Management" im kroatischen Osijek besucht. Dabei präsentierte der Erstautor Jakob Grubmüller das Konferenzpaper „The Economical Application of Cargo Bikes in Logistics - Overview of Current Utilization and Related Business Models”. Darin leiten die Autor*innen anhand beobachteter Anwendungsfälle von Radlogistik her, welche Geschäftsmodelle durch die aktuelle „Renaissance" von Lastenrädern in der Logistik primär beeinflusst werden. Das Paper ist im Open Access hier verfügbar (ab S. 461).

7. Forschungsinitiative Hessen am HOLM

Im Rahmen des 7. Forschungstags der hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – organisiert vom Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda und dem Fuldaer Zentrum für Unternehmensführung und Unternehmensgründung (FU³) am 28. November im HOLM  – wurden die ersten Zwischenergebnisse des Projekts „RADLÄR” durch Leon Pradella, studentischer Projektmitarbeiter, vorgestellt. Das Projekt befasst sich mit nachhaltigen Logistikansätzen im ländlichen Raum. Nach einem Jahr Forschungsarbeit wurden erste Ergebnisse präsentiert, die von theoretischen Anwendungsanalysen bis zu Bedarfsanalysen aus Workshops in Modellregionen reichten.

In der anschließenden Diskussion bestand großes Interesse an der Frage, inwieweit die Ergebnisse aus den Modellregionen auf andere ländliche Gebiete übertragbar sind und welches Potenzial die Fahrradlogistik dort in Zukunft entfalten kann. Die Fragen haben gezeigt, dass das Thema vor allem von Teilnehmer*innen, die einen Bezug zum ländlichen Raum haben, als sinnvoll und vielversprechend wahrgenommen wird.

Die Teilnahme am Forschungstag trug dazu bei, die Sichtbarkeit des Projekts zu stärken und den Austausch mit interessierten Fachleuten zu vertiefen.

Ebenso vertreten war für die Hochschule Fulda Dominik Käufer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit dem Projekt “KI-Gesundheitsplattform zur datenbasierten Gesundheitsförderung” für körperlich belastende Berufsfelder. Neben den wissenschaftlichen Grundlagen wurden das Konzept der systematischen Erfassung von Gesundheits- und Belastungsdaten sowie die geplanten technischen und methodischen Schritte des Projekts vorgestellt.

10 Jahre „Smart Engineering“ an der University of Applied Sciences St. Pölten – europäische Vernetzung trifft auf Zukunftsthemen

Wenn ein Studiengang ein rundes Jubiläum feiert, darf das gerne gebührend gefeiert werden. Genau das tat die University of Applied Sciences St. Pölten im September: Der duale Studiengang „Smart Engineering“, einer der ersten seiner Art in Österreich, feierte sein 10-jähriges Bestehen – und blickte dabei nicht nur auf eine erfolgreiche Vergangenheit, sondern auch auf die Zukunft der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung in Europa.

Im Rahmen der Feierlichkeiten lud Prof. Dr.-Ing. Thomas Felberbauer, Studiengangsleiter von „Smart Engineering“, auch Vertreter*innen der europäischen Hochschulallianz E³UDRES² ein. Als Gastredner sprach Prof. Dr. Michael Huth von der Hochschule Fulda über „Resilienz in Smart Supply Chains: Effektive Strategien für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit“. Sein Vortrag verband aktuelle Forschungsergebnisse mit den besonderen Schwerpunkten des Studiengangs und zeigte eindrucksvoll, wie eng technische Innovation, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und europäische Zusammenarbeit heute verknüpft sind.

Das Thema stieß bei Studierenden, Alumni und Lehrenden gleichermaßen auf großes Interesse: In den anschließenden Diskussionen wurde lebhaft über die Chancen der Digitalisierung, nachhaltige Lieferketten und die Rolle intelligenter Technologien in der Industrie der Zukunft gesprochen.

Die Jubiläumsfeier war damit nicht nur ein Rückblick auf zehn Jahre erfolgreicher Ausbildung, sondern auch ein starkes Signal für die europäische Vernetzung und die gemeinsame Gestaltung einer smarten, resilienten Zukunft.

Rückblick auf den 10. HOLM-Innovationsmarktplatz

Am 2. September 2025 fand im House of Logistics and Mobility (HOLM) der 10. Innovationsmarktplatz statt. Im Rahmen dieser Jubiläumsveranstaltung wurden die von der HOLM-Innovationsförderung unterstützten Logistik- und Mobilitätsprojekte der Förderperiode 2024/2025 vorgestellt. Die Veranstaltung bot einen umfassenden Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse und innovative Lösungen für die Logistik und Mobilität der Zukunft. 

Neben den aktuellen Projekten wurde auch ein Blick auf frühere Initiativen geworfen, die sich im Rahmen der HOLM-Innovationsförderung erfolgreich entwickelt haben. Dies ermöglichte einen wertvollen Austausch über die Weiterentwicklung und den Impact dieser Projekte. 

Prof. Dr. Michael Huth von der Hochschule Fulda hielt einen Rückblick auf zwei Projekte aus den Jahren 2016 bis 2018, die sich mit dem Risikomanagement kritischer Infrastrukturen in der Logistik beschäftigten. Damals war das Interesse an diesem Thema in der Wissenschaft hoch, während die praktische Umsetzung noch zurückhaltend war. Heute, angesichts globaler Spannungen und zunehmender Wetterextreme, rückt dieses Thema verstärkt in den Fokus von Politik und Wirtschaft.

Die Veranstaltung vereinte somit einen Rückblick auf erfolgreiche Projekte mit einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen im Bereich der Logistik und Mobilität – und bleibt so eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 

Professuren passen sich Stand der Wissenschaft an

Prof. Dr. Michael Huth und Prof. Dr. Jozo Acksteiner dürfen sich über die erfolgreiche Umbenennung ihrer Professuren freuen. Aus „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Logistik“ wird nun „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management“.

Was auf den ersten Blick wie eine kleine Änderung wirkt, ist in Wahrheit ein wichtiges Signal: Die Hochschule Fulda erkennt Supply Chain Management (SCM) als eigenständige und zukunftsweisende Disziplin an.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Fokus in Praxis und Lehre deutlich verschoben: Weg von der klassischen Logistik, die vor allem Transport, Lagerung und Distribution umfasste, hin zu einem ganzheitlichen Supply Chain Management. Heute stehen die gesamte Wertschöpfungskette und das Zusammenspiel mit Kunden, Lieferanten und weiteren Partnern im Mittelpunkt.

Aktuelle Krisen – von geopolitischen Konflikten bis zur Corona-Pandemie – haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sein können. Umso wichtiger ist es, diese Netzwerke strategisch zu gestalten und kontinuierlich zu optimieren.

Mit der neuen Denomination trägt die Hochschule Fulda dieser Entwicklung Rechnung und setzt ein klares Zeichen für die Bedeutung des Supply Chain Managements in Forschung, Lehre und Unternehmenspraxis.

Save the date! - Logistik- und Mobilitätskongress 2026

Der Logistik- und Mobilitätskongress 2026 findet am 9. Juni 2026 im House of Logistics & Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main statt. Die Veranstaltung bringt Studierende, Young Professionals und Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der Logistik- und Mobilitätsbranche zu diskutieren.

Teilnehmende erwartet ein spannendes Programm mit Fachvorträgen, Diskussionsrunden und praxisnahen Einblicken in Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Krisenmanagement. Besonders hervorzuheben ist das Gesprächspanel „Was ich einen Young Professional schon immer einmal fragen wollte“, das wertvolle Einblicke in Karrierewege und Perspektiven der Branche bietet. Ein weiterer Höhepunkt ist die feierliche Verleihung des „Thesis Award“, mit dem herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet werden.

Begleitet wird der Kongress von einer Karrieremesse, die Studierenden und Berufseinsteigenden die Möglichkeit bietet, direkt mit Unternehmen in Kontakt zu treten und erste berufliche Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung wird von sieben Hochschulen der Region Rhein-Main organisiert – von Studierenden für Studierende – und richtet sich an alle, die die Zukunft der Logistik und Mobilität aktiv mitgestalten möchten.

Interessierte können sich über die offizielle Webseite logistikkongress.info anmelden.