Professorin Dr. Anja Frindt

20.03.2023

Foto: Fotostudio Laackman

Professur für Multiperspektivische Fallarbeit in der Sozialen Arbeit im Fachbereich Sozialwesen

Dr. Anja Frindt (44) ist als Professorin im Fachbereich Sozialwesen berufen. Sie übernimmt zum Sommersemester 2023 die Professur für „Multiperspektivische Fallarbeit in der Sozialen Arbeit“.

Nach dem Studium des Sozialwesens an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel arbeitete Anja Frindt als Diplom-Sozialpädagogin/Diplom-Sozialarbeiterin im Allgemeinen Sozialen Dienst und der Jugendgerichtshilfe des Jugendamtes Wolfsburg. An der Universität Siegen studierte sie im Anschluss Sozialpädagogik/Sozialarbeit und begann sich auch wissenschaftlich mittels multiperspektivischer und kasuistischer Zugänge mit Fallkonstellationen aus der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen. Anja Frindt arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekten zu aufsuchenden Hilfen in Familien und sozialpädagogischen Interventionen. Sie verfasste Expertisen für den 14. Kinder- und Jugendbericht des Bundesregierung und das Deutsche Jugendinstitut. Darüber hinaus forschte sie in international-vergleichenden Projekten zu Fragen von Behinderung und Migration. Als Jugendhilfeplanerin der Stadt Gießen war sie intensiv mit der strukturellen Ausgestaltung gelingender multiperspektivischer Fallarbeit befasst, u.a. in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz. In ihrer mit summa cum laude bewerteten Dissertation, die im Jahr 2019 von der Universität Siegen angenommen wurde,  analysierte Anja Frindt, wie sich Mikroprozesse des Bewältigens von Belastungen und des Erschließens von Ressourcen in Entwicklungs- und Hilfeverläufen in der aufsuchenden Familienarbeit vollziehen.

An der Hochschule Fulda wird die Ausgestaltung multiperspektivischer Fallarbeit im Zentrum von Anja Frindts Aktivitäten in Forschung und Lehre stehen. Prof. Dr. Frindt wird die Studierenden beim Erlernen von Fallverstehen unterstützen und in ihren Forschungen insbesondere der Frage nachgehen, wie die Soziale Arbeit die zu Adressat*innen gewordenen Menschen durch sozialpädagogische Interventionen stärken kann.

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