Mobilität und Gesundheit im Globalen Süden:
1,6 Mio Euro für Transdisziplinäres Projekt

12.08.2025
Teil einer Weltkarte mit Südamerika und Afrika im Fokus

Das Forschungsprojekt „Global Health Diasporas" wird von der VolkswagenStiftung gemeinsamm mit Novo Nordisk Fonden und Wellcome Trust gefördert.

Zu dem internationalen und transdisziplinären Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Uwe Hunger von der Hochschule Fulda gehören Dr. Sascha Krannich von der Justus-Liebig-Universität-Gießen, Professor Dr. Martin Nyaaba Adokiya von der University for Development Studies in Ghana, Professor Rajendra Surenthirakumaran von der University of Jaffna in Sri Lanka und Professor Dr. Andres Cubillos von der Pontificia Universidad Javeriana in Kolumbien. 

Die Forschenden werden sich mit der Mobilität von Gesundheitsfachkräften und deren Auswirkungen auf die Länder des Globalen Südens beschäftigen. Denn viele Länder des Globalen Südens, insbesondere in ländlichen Regionen, kämpfen mit Fachkräftemangel im Gesundheitssystem, während gleichzeitig medizinische Fachkräfte in großer Zahl meist in Richtung wohlhabender Länder abwandern. Dieser "medical brain drain" schwächt die heimische Versorgung. 

Doch es gibt Chancen: Rückkehrmigration, Wissenstransfer und Investitionen können dazu beitragen, die Gesundheitssysteme in den Herkunftsländern zu stärken. Das Projekt untersucht, wie im Ausland lebende Gesundheitsfachkräfte positive Veränderungen in Kolumbien, Ghana und Sri Lanka bewirken können. Dabei liegt der Fokus auf gesellschaftlichen und sozialen Faktoren, die die Rückkehr dieser Fachkräfte beeinflussen, und auf dem Austausch mit lokalen Gemeinschaften.

Das Fuldaer Forschungsprojekt ist eines von insgesamt fünf Projekten, die von der Förderinitiative "Transdisciplinary Approaches to Mobility and Global Health"  unterstützt werden. Die geförderten Projekte zeichnen sich alle durch ihre internationale und transdisziplinäre Zusammenarbeit, wissenschaftliche Originalität und gesellschaftliche Bedeutung aus.

"Globale Gesundheit ist untrennbar mit Fragen von Mobilität verbunden – man denke an Flucht, Arbeitsmigration oder grenzüberschreitende Krankheitsrisiken. Diese Komplexität lässt sich nur gemeinsam erfassen: über Disziplingrenzen hinweg, im internationalen Dialog und zusammen mit Praxispartner:innen", erklärt Dr. Nora Kottmann von der VolkswagenStiftung. Es werden herausragende wissenschaftliche Projekte unterstützt, die soziale, gesundheitliche und ethische Herausforderungen in Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholderinnen imd Stakeholdern erforschen und nachhaltige Lösungen entwickeln. Forschungsteams aus unterschiedlichen Einkommensländern arbeiten interdisziplinär und kooperieren eng mit lokalen Gemeinden, Behörden und NGOs weltweit.

Zur Presseinfo der VolkswagenStiftung
 

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