Forschungsprozess
Im Forschungsimpuls eParT wird Transformation als struktureller Wandel verstanden, der gesellschaftliche Bereiche grundlegend verändert – nicht nur in einzelnen Teilaspekten, sondern in ihren zentralen Strukturen. Solche Prozesse gelingen nur, wenn ihre technischen, sozialen, organisatorischen und kommunikativen Voraussetzungen verstanden und aufeinander abgestimmt werden. Die Arbeit in den vier Feldern verfolgt hierfür einen forschungsorientierten Entwicklungszyklus aus drei iterativen Phasen:
1. Analysephase: Wissen systematisieren und Grundlagen schaffen
In dieser Phase wird der internationale Forschungsstand in den jeweiligen Disziplinen systematisch aufgearbeitet und strukturiert. Diese Phase umfasst die Zusammenstellung und Synthese vorhandener Forschung, die Identifikation von Forschungslücken, die Erhebung neuer Primärdaten oder die Sekundäranalyse bestehender Datensätze sowie die fachübergreifende Diskussion der (Zwischen-)Ergebnisse in Workshops. Auf dieser Grundlage werden Implikationen für die weitere Projektarbeit abgeleitet und konkrete Planungsschritte für die nächste Phase entwickelt.
2. Entwicklungs- und Testphase: Innovationen erproben
Aufbauend auf den Erkenntnissen der Analysephase werden neue Ansätze, Methoden, Instrumente und digitale Werkzeuge für die E-Partizipation gemeinsam mit Praxispartnern, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern entwickelt, umgesetzt und pilotiert. Der inhaltliche Fokus liegt hierbei auf den Transformationsfeldern Gesundheit, Energie, Mobilität und Bildung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage, ob ein Ansatz wirksam ist, sondern auch unter welchen Bedingungen er erfolgreich angewendet werden kann. Es geht also vor allem um Effektivität, Umsetzbarkeit und nachhaltige Integration in bestehende Strukturen.
3. Reflexionsphase: Ergebnisse konsolidieren und transferieren
In der dritten Phase werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt, reflektiert und weiterverarbeitet. Dazu gehören: die Konsolidierung der Ergebnisse, die gemeinsame fachübergreifende Einordnung der Erfahrungen, die Überführung der Erkenntnisse in ein integratives Gesamtrahmenkonzept sowie der Transfer der Ergebnisse in den digitalen Participation Hub. So wird sichergestellt, dass die Forschungsergebnisse nicht isoliert bleiben, sondern langfristig nutzbar sind und neue Impulse für Praxis und weitere Forschung setzen.
Da die Phasen zirkulär verlaufen, werden die Ergebnisse eines Entwicklungszyklus direkt in die nächste Iteration der Analyse und Erprobung zurückgeführt, sodass die Forschung Schritt für Schritt verfeinert und weiterentwickelt werden kann.

Iterationen und Phasen von eParT