Forschungsziel und -Felder
Forschungsziel
Das Erkenntnisinteresse des Projektes gliedert sich in drei, eng miteinander verknüpfte Bereiche:
1. Einflussfaktoren und Ansätze
Dabei geht es zunächst darum, zu verstehen, was Menschen dazu bewegt, sich digital zu beteiligen, und was sie möglicherweise davon abhält. Inwiefern spielen individuelle Voraussetzungen eine Rolle? Welche sozialen oder organisatorischen Rahmenbedingungen fördern die Beteiligung? Und welche technischen oder medialen Faktoren beeinflussen die Nutzung? Auf dieser Grundlage werden geeignete partizipative Ansätze und Formate entwickelt. Ziel ist es, digitale Beteiligung so zu konzipieren, dass sie gesellschaftliche Veränderungen wirksam unterstützt.
2. Digitale Werkzeuge und Methoden
Dieser Bereich richtet den Blick auf die Entwicklung von Anwendungen, die sich an den jeweiligen Bedarfen und Rahmenbedingungen orientieren – etwa an regionalen Gegebenheiten oder vorhandenen technischen Strukturen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Lösungen, die aus Beteiligungsprozessen hervorgehen und zugleich neue Beteiligung ermöglichen.
3. Kapazitäten und Transfer
Schließlich steht die Frage im Vordergrund, wie digitale Beteiligung dauerhaft im Alltag verankert werden kann. Denn gute technische Lösungen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist auch, ob Menschen über die notwendigen Kompetenzen verfügen und ob geeignete Kommunikationsformate existieren. Deshalb vermittelt eParT Wissen, stärkt Fähigkeiten und gestaltet Beteiligungsangebote so, dass sie langfristig angenommen und genutzt werden.

Themenbereiche von eParT
Forschungsfelder
Aus den Schnittstellen der drei Bereiche ergeben sich insgesamt vier Forschungsfelder, die jeweils aus mehreren fachlich spezifischen Perspektiven untersucht werden und damit zur Erforschung des jeweiligen Feldes beitragen.
Im Feld 1 wird das theoretische und praktische Wissen über E-Partizipation in Transformationsprozessen erweitert, indem Perspektiven aus Politikwissenschaft, Informatik und Ingenieurwesen miteinander verknüpft werden.
Im Feld 2 wird der Ansatz des menschenzentrierten Designs mit dem Ziel weiterentwickelt, die E-Partizipation bei der Entwicklung transformativer Technologien zu stärken.
Im Feld 3 werden die medienpragmatischen, motivationalen und verhaltensbezogenen Grundlagen und Determinanten untersucht, die für eine erfolgreiche E-Partizipation erforderlich sind.
Im Feld 4 werden Strategien, Methoden und Instrumente zur partizipativen Erhebung, Analyse und Nutzung sozialräumlicher Daten entwickelt und evaluiert.
Jedes Feld folgt einer iterativen, chronologischen Phasenstruktur: Analyse und Systematisierung des Forschungsstands (Phase 1), Entwicklung, Erprobung und Bewertung neuer Ansätze, Instrumente und Methoden (Phase 2) sowie Konsolidierung, gemeinsame Reflexion und anschließender Transfer der Ergebnisse (Phase 3).
eParT zeichnet sich dabei nicht nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Felder aus, sondern auch durch enge felderübergreifende Kooperation. Die übergeordneten Forschungsziele werden umfassend bearbeitet, indem Erkenntnisse aus allen Feldern und Perspektiven kohärent zusammengeführt werden.
Innerhalb des Forschungsprozesses werden die Ergebnisse eines Feldes kontinuierlich mit den Erkenntnissen anderer Perspektiven geteilt. Dieser fortlaufende Austausch unterstützt einen interdisziplinären Lernprozess, der neue Einsichten und Lösungsansätze hervorbringt. Damit dies reibungslos gelingt, sind in allen vier Feldern gezielt Strukturen zur Vernetzung und Zusammenarbeit eingebaut, die den kontinuierlichen Dialog und die gemeinsame Weiterentwicklung der Forschungsergebnisse fördern.