Schulprogramme

Bei Schulprogrammen oder Schulprogrammschriften handelt es sich um Publikationen von Gymnasien und anderen, in der Regel höheren Schulen. Enthielten sie ursprünglich das Programm der öffentlichen Prüfung - daher der Name -, so wurde ab der Mitte des 18. Jahrhunderts häufig eine wissenschaftliche Abhandlung angefügt. Ab dem 2. Viertel des 19. Jahrhunderts enthielten sie zunehmend auch einen Bericht über das vergangene Schuljahr nach vorgegebenem Schema.

Im 19. Jahrhundert gab es einen intensiven Schriftentausch zwischen den Schulen, zum Teil auf Grund von Erlassen der zuständigen Ministerien. Sammlungen von Schulschriften sind an zahlreichen Schulbibliotheken und an wissenschaftlichen Bibliotheken vorhanden.

Im 19. und auch noch im beginnenden 20. Jahrhundert erlebten die Schulprogramme ihre Blütezeit. Nach dem 1. Weltkrieg verschwand diese Publikationsform bis auf wenige Ausnahmen.

Die HLB verfügt über eine Sammlung von ca 22.500 Schulprogrammen, von denen der weitaus überwiegende Anteil aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Wenn Sie mehr zu Schulprogrammen im Internet wissen möchten, so empfehlen wir die Seite der Gießener Universitätsbibliothek.
 

Wissenschaftlicher Abhandlungen in Schulprogrammen:

  • Katalog und Bibliographie der Schulprogramme (Franz Kössler)
    Die Datenbank verzeichnet insgesamt ca. 70.000 Abhandlungen aus Schulprogrammen in Deutschland (in den Grenzen des 19. Jahrhunderts), Österreich-Ungarn und der Schweiz. Neben den Beständen der Universitätsbibliothek Gießen sind auch die anderer Bibliotheken nachgewiesen.
  • Die Datenbank wird im HeBIS-Verbund weitergeführt.
  • Hier finden Sie einen Überblick über unsere Bestände.

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Nadine Hecht

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