Forschungsdatenmanagement

Die Hochschule Fulda unterstützt ihre Forscher*innen bei den neuen Herausforderungen auf dem Gebiet des Forschungsdatenmanagements. Im Rahmen des Projekts "Eine gemeinsame Strategie: Hessische Forschungsdateninfrastrukturen" (HeFDI) ist sie Kooperationspartner einer landesweiten Gesamtstrategie.

Das Referat für Forschungsdatenmanagement an der HLB steht Ihnen mit einem umfassenden Beratungsangebot zu allen organisatorischen, rechtlichen und technischen Aspekten im Umgang mit Daten zur Verfügung. Der Service wird nach den Bedarfen vor Ort derzeit aufgebaut.

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) finanziert das Projekt mit 3,25 Mio. Euro. bis Dezember 2020.

Was sind Forschungsdaten?

Forschungsdaten sind Daten, die im Zuge von wissenschaftlichen Vorhaben entstehen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil von Forschungsergebnissen und ein eigenständiger Ausdruck wissenschaftlicher Erkenntnis. Auf ihrer Grundlage wird (gesichertes) Wissen gewonnen und validiert.

Forschungsdaten liegen in vielfältigen Formen und Formaten vor. Je nach Disziplin sind unterschiedliche Kulturen etabliert. Während in den Naturwissenschaften Daten häufig selbst erhoben werden, nehmen die Geisteswissenschaften zumeist auf bereits publizierte Text- und Bilddaten Bezug.

Zu Forschungsdaten zählen je nach Fachdisziplin u.a. Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Informationen, Texte, Umfragedaten, Objekte aus Sammlungen oder Proben. Forschungsdaten können auch in einem Forschungsvorhaben entwickelte Algorithmen und Programme sein.

Ebenfalls werden methodische Testverfahren wie Fragebögen und Simulationen häufig zu Forschungsdaten gezählt. Schließlich können auch Bücher, Bilder und andere nicht-textuelle Materialien mittels Digitalisierung zu Forschungsdaten werden.

Was ist Forschungsdatenmanagement?

Forschungsdatenmanagement bezeichnet den organisierten Umgang mit Daten von der Planung über die Erhebung und Auswahl bis hin zur Sicherung und Bereitstellung. Ziel ist es, die Daten effektiv zu nutzen, langfristig zugänglich und nachprüfbar zu halten. Hierzu gehören auch rechtliche Aspekte (z. B. Datenschutz).

Nach Möglichkeit sollen die Daten auch zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden. Mit der technischen Entwicklung ist die Datenverarbeitung allerdings zunehmend schwerer zu überblicken. Aufgrund der hohen Komplexität können sich Fehler einschleichen, die bis hin zum Verlust von Daten führen können.

Forschungsdatenmanagement ist notwendig, um diese Anforderungen im Umgang mit digitalen Daten zu bewältigen. Datenmanagementpläne (DMP) etwa helfen, Daten zu dokumentieren, Metadaten und Standards zu beschreiben sowie Kriterien festzulegen, welche Daten zu sichern sind und verfügbar gemacht werden können.

Das Auffinden von Daten setzt zudem gesicherte Prozesse bei der Ablage der Daten voraus. Über das Forscherhandeln hinaus umfasst das Forschungsdatenmanagement deshalb auch alle organisationsbezogenen Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um bestehende Dokumentationsverpflichtungen zu erfüllen.

Kontakt

Patrick Langner

+49 661 9640-9824 Gebäude 12, Raum201