Die HLB öffnet ihre (virtuelle) Schatzkammer

06.09.2019

Werke aus dem Mittelalter vollständig digitalisiert

Im Rahmen eines Digitalisierungsprojektes konnte die HLB Fulda eine ihrer wichtigsten und wertvollsten Sammlungen des historischen Bestands vollständig digitalisieren. Alle 245 Handschriften des Mittelalters stehen ab sofort kostenfrei in der digitalen Sammlung „FulDig“ zur Verfügung und können dort virtuell durchblättert werden. Neben Spitzenstücken wie etwa der Welfenchronik, der Weltchronik Rudolf von Ems oder den berühmten Codices Bonifatiani verbergen sich auch viele andere kostbare Handschriften, die überwiegend aus Kloster Weingarten stammen.

Die Digitalisierung der teilweise äußerst fragilen Stücke stellt nicht allein eine Form von Bestandserhaltung dar, sondern ermöglicht vor allem ein bequemes, ortsunabhängiges Arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Somit bleiben nicht nur Forscher*innen aus dem deutschsprachigen Raum lange Anfahrtswege erspart, sondern erst recht unseren zahlreichen internationalen Nutzer*innen. Schließlich sind die mehr als 1.000 Jahre alten Zimelien nicht nur für die inländische Forschung relevant, sondern werden auch häufiger von Universitäten wie etwa St. Andrews, Harvard oder der Columbia University in New York untersucht.

Neben den hauseigenen Werken befindet sich darunter auch der sagenumwobene Codex Ragyndrudis (Band zwei der drei Codices Bonifatini) des Fuldaer Domkapitels, welcher der Legende nach vom Heiligen Bonifatius im Jahr 754 über sein Haupt gehalten wurde, um sich vor den Schwerthieben seiner Mörder zu schützen. Auf den hochaufgelösten Bildern werden die Beschädigungen am Holzeinband deutlich sichtbar. Dank neuer Technologien konnten somit die drei Bände, die sich im Besitz des Heiligen befunden haben sollen, zumindest virtuell nach mehr als 1.000 Jahren wieder vereint werden.

Eine Übersicht aller Stücke finden Sie in FulDig unter:
Sammlungen -> Handschriften

Direktlinks zu den drei Codices Bonifatiani:

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