Um öffentlich für Vielfalt einzutreten und zu sensibilisieren, hat die Charta der Vielfalt den Diversity-Tag ins Leben gerufen. An diesem soll jährlich dazu motiviert werden, sich durch Aktionen, Vorträge, Infoveranstaltungen, etc. für Vielfalt in der eigenen Organisation einzusetzen.
Seit 2018 nimmt auch die Hochschule am Diversity-Tag teil, um für verschiedene Aspekte von Diversität zu sensibilisieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ob Barrierefreiheit, Rassismus oder soziale Herkunft - jedes Jahr steht ein anderes Thema im Fokus.
Haben Sie selbst Vorschläge oder möchten sich mit eigenen Aktionen beteiligen, kommen Sie gerne auf uns zu!
Vergangene Veranstaltungen
Am 27. Mai 2025 hat an der Hochschule Fulda der Diversity-Tag zum Thema Antisemitismus verstehen mit folgenden Veranstaltungen stattgefunden:
"Antisemitismus verstehen – zwischen persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Analyse"
Antisemitismus ist in aller Munde: In Talkshows, auf Social Media und im Freundeskreis wird gestritten – über Israel, über Identitätspolitik, über Erinnerungskultur. Doch in dieser Gemengelage, in der sich antisemitische, rassistische und chauvinistische Narrative oft überlagern, wird selten mit Expert*innen gesprochen – und noch seltener mit Betroffenen. In dieser Veranstaltung kamen beide Perspektiven zusammen. Unsere beiden Gäste sprachen in einem moderierten Gespräch über zentrale Fragen: Wann wird Israelkritik antisemitisch? Warum gibt es so viele Definitionen? Und was bedeutet es eigentlich, Antisemitismus zu verstehen? Im Anschluss wurde das Gespräch geöffnet und in engem Austausch mit dem Publikum diskutiert, hinterfragt und vertieft.
"Kulturreflexiver Austausch für Mitarbeitende. Perspektiven erweitern durch kulturelles Verständnis"
Der Workshop richtete sich an alle interessierten Beschäftigten der Hochschule, die ihre kulturreflexiven Kompetenzen stärken und eine kulturreflexive Haltung entwickeln mochten. Nach einem kurzen Input zum Thema „Kulturreflexivität“ bot der Workshop die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu reflektieren und zu diskutieren. Das Hauptziel des Workshops war es, durch eine kulturreflexive Haltung mehr Offenheit und neue Perspektiven im Umgang mit der sich stark verändernden Hochschullandschaft zu fördern.
10 Jahre Diversität an der Hochschule Fulda!
Anlässlich der 10-jährigen Verankerung von Diversität in der Hochschule wurde der Diversity-Tag 2024 auf ein Diversity-Semester ausgeweitet, um Diversität und ihre Bedeutung an der Hochschule sichtbar zu machen, für unterschiedliche Aspekte zu sensibilisieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu haben verschiedene Veranstaltungen rund um den offiziellen Diversity-Tag am 28. Mai und über den Juni verteilt stattgefunden.
- Chaos-Quiz rund um Diversität in Kooperation mit dem AStA
- Let's talk! organisiert vom FB W zu den Themen "Diversity - international higher education students’ migration to Germany: trends, patterns, causes and consequences" und "Meine Berufswahl, mein Studium, mein Job - welche Rolle spielt Diversität?"
- Lesung "Füreinander sorgen" und anschließender Diskussion mit Susanne Mierau
- Theatervorführung „Planet sucht Prinz” mit dem inklusiven Ensemble "Theaterlabor INC Darmstadt"
- Workshop "WenDo - Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen"
- Sensibilisierungsworkshop zu Unconscious Bias
- Empowerment-Workshop für BIPoC "Imagine. Another World is Possible!"
Aus einem Fotoshooting zur Frage "Was bedeutet Diversität für dich?" ist außerdem ein Diversity-Kalender 2025 entstanden.
Am 23. Mai hat an der Hochschule Fulda der 11. Deutsche Diversity-Tag zum Thema Geschlechtervielfalt mit folgenden Veranstaltungen stattgefunden:
Grundlagenworkshop “Geschlechtliche Vielfalt” für Hochschulbeschäftigte und -lehrende
Geschlechtliche Vielfalt wird auch an Hochschulen sichtbarer. Studierende oder Mitarbeitende outen sich als trans* oder inter* und seit der Einführung des Geschlechtseintrags „divers“ ist das Thema auch in der Verwaltung präsenter. Doch was bedeutet eigentlich trans* oder inter*? Welche Erfahrungen und Lebensrealitäten sind mit „geschlechtlicher Vielfalt“ gemeint? Wie äußert sich dies im Hochschulkontext?
Dieser Online-Workshop bot einen Raum, um sich aktiv mit solchen Fragen auseinanderzusetzen und weitere zu stellen. Dabei wurden grundlegende Begrifflichkeiten rund ums Thema geschlechtliche Vielfalt gemeinsam geklärt.
Die Workshopleitung übernahm die*der selbstständige*r Bildungsreferent*in Caro Moritz Lemke. Dey hat langjährige ehrenamtliche Erfahrung in der queeren Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit. Nun gestaltet er neben Empowermenträumen für queere und/oder trans* Personen auch Sensibilisierungsangebote. Außerdem lehrt xier in den Gender Studies an der Technischen Universität Berlin.
Vortrag und Diskussion: "Was heißt trans* sein heute?" für alle Interessierten, insbesondere Studierende
Der Vortrag vermittelt zum einen Grundwissen zum Thema trans* und wird zum anderen Fragen der Sensibilisierung im Umgang mit trans*Personen beantworten. Es wird um Begrifflichkeiten gehen und um geschichtliche Aspekte (die Bedeutung von Selbsthilfegruppen und trans*aktivistischen Organisationsstrukturen für die eigene Deutungshoheit). Ein weiteres Thema wird die aktuelle rechtliche Situation für trans*Personen sein, wie sie sich durch das sogenannte Transsexuellengesetz (TSG) ergibt, verbunden mit der Frage, was sich durch das geplante Selbstbestimmungsgesetz ändern wird und warum trans*Rechte Menschenrechte sind. Angesprochen werden gängige Klischees wie die Rede vom „gefühlten“ Geschlecht, im „falschen Körper“ geboren, ist Geschlecht wählbar und ähnliches. Ebenso wird es einen Blick auf medizinische Bedarfe geben. Auch der Alltag findet Berücksichtigung, also Verhaltensfragen, die richtige Anrede und ebenso gendergerechte Sprache. Aber auch Aspekte der Sexualität finden Erwähnung.
Referentin: Nora Eckert ist Publizistin, trans*Aktivistin und Mitglied des Vorstands von TransInterQueer e.V. (TrIQ).
Studierende der ersten Generation
Am 31.05.2022 wurde an der Hochschule Fulda der 10. Deutsche Diversity-Tag zum Thema 'Studierende der ersten Generation' veranstaltet.
Im Gespräch mit Role Models der Hochschule Fulda haben diese ihren Nachfolger*innen ein paar Tipps mitgegeben:
Außerdem haben folgende Veranstaltungen stattgefunden:
Workshop: Was heißt es als Erste*r in der Familie zu studieren? Herausforderungen und Chancen für Studierende und die Hochschule
Der Bildungsweg ist elementar im Leben eines Menschen und bestimmt die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und soziale Mobilität. Die soziale Herkunft ist dabei ein maßgeblicher Faktor: In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Die Ursache dafür, dass Studierende aus nicht-akademischen Familien an deutschen Hochschulen im Verhältnis unterrepräsentiert sind, liegt nicht an fehlender Begabung, sondern vielmehr am Fehlen von Vorbildern im familiären Umfeld und an Hochschulen. Auch ist der Zugang zu notwendigen Informationen für sie ungleich schwieriger.
Um dieser Ausgangslage bewusst entgegenzutreten werden wir mit der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de in diesem Online-Workshop Wirkweisen und Erleben von Bildungsbenachteiligung reflektieren und Handlungsmöglichkeiten für die Anerkennung, Wertschätzung und Stärkung von Studierenden der ersten Generation gemeinsam erarbeiten. Methoden zur Selbsterfahrung und -reflexion stehen dabei im Mittelpunkt um Antworten auf die Fragen zu finden: “Was brauchen Studierende der ersten Generation um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können und wie können Hochschulmitarbeiter*innen den Bildungsaufstieg fördern?”
Podiumsdiskussion: Als Studierende der ersten Generation an die Hochschule – Im Gespräch mit Role Models der Hochschule Fulda
Inwieweit spielt der Bildungshintergrund der Eltern eine Rolle für den eigenen Karriereweg und speziell im Studium? Welchen Schwierigkeiten begegnen Studierende der ersten Generation und welche Erfahrungen können vorteilhaft für die Bewältigung eines Studiums sein? Was können Studierende und die Hochschule tun, um mögliche Herausforderungen zu überwinden?
Diese und weitere Fragen über Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsoptionen sollten im gemeinsamen Gespräch und anschließender Diskussion thematisiert werden.
Rassismuskritik an Hochschulen
Hanau, Halle und das Aufleben der Black Lives Matter Bewegung in den USA waren jüngste Ereignisse, die uns vor Augen geführt haben: Rassismus hat viele Formen und Gesichter. Da auch Hochschulen hiervon nicht ausgenommen sind, organisierte der Bereich Diversität, Antidiskriminierung und Interkulturalität der Hochschule Fulda im Sommersemester um den Diversity-Tag herum eine Veranstaltungsreihe.
Unter dem Motto „Rassismuskritik an der Hochschule“ wurden online diverse Vorträge und Workshops durchgeführt. Diese luden dazu ein, über Rassismus miteinander ins Gespräch zu kommen und das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch zu reflektieren.
Diversität in Zeiten von COVID-19
Auch am 26. Mai 2020 hat der Diversity-Tag wieder stattgefunden - wenn auch in einer anderen Form als gewohnt. Ungewissheit und vielleicht auch Mehrdeutigkeit begleiten uns in dieser Zeit der Corona-Pandemie. Die Welt erscheint chaotischer und überwältigender als zuvor. Bei vielen Menschen löst die Pandemie verschiedenste Arten von Sorgen und Ängsten aus. Es lohnt sich daher auch einen Blick auf unseren Hochschulalltag zu werfen und zu schauen, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf das Hochschulleben und ihre Angehörigen und Mitglieder hat. Doch nicht auf alle Personen wirken sich die Ausbreitung des Corona-Virus und die damit einhergehenden Einschränkungen gleichermaßen aus. Betrachtet man die aktuelle Situation aus einer Diversity-Perspektive, wird deutlich, dass das Thema gerade in dieser Krisenzeit eine essentielle Bedeutung hat.
Es wurde deshalb für die unterschiedlichen Lebenssituationen und Auswirkungen der Corona-Pandemie sensibilisiert, indem eine Auswahl an Informationen und Angeboten zusammengestellt wurde.
Gemeinsam barrierefrei
Am 28. Mai 2019 war es wieder soweit. Der 7. Deutsche Diversity-Tag hat stattgefunden. Auch die Hochschule Fulda hat sich wieder beteiligt. Unser Motto war diesmal „Gemeinsam barrierefrei“. Dabei haben wir einen Schwerpunkt auf psychische Beeinträchtigungen gelegt - Beeinträchtigungen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, aber viele Studierende betreffen. Denn rund 50% der Beeinträchtigungen, die sich negativ auf ein Studium auswirken, sind psychischer Art.
Um uns genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen, wurde am 28. Mai um 17:00 im Café Chaos ein Film gezeigt und anschließend gemeinsam mit Expert*innen der Hochschule Fulda über das Thema gesprochen.
Daneben gab es am 27. Mai via Instagram die Möglichkeit, sich zum Thema Barrierefreiheit an der Hochschule Fulda auszutauschen und Fragen zu stellen.
Organisiert wurde der Diversity-Tag von der Projektkoordinatorin für Diversität, dem Diversity-Referat des Asta und der Beauftragten für Studierende mit Behinderung/ chronischer Erkrankung.
Gemeinsam verschieden
Der sechste Deutsche Diversity-Tag wurde am 5. Juni 2018 erstmalig an der Hochschule Fulda veranstaltet. An der bundesweiten Aktion hat sich Hochschule Fulda unter dem Motto „Gemeinsam verschieden“ beteiligt. Ein Fotoshooting, das von der Projektkoordinatorin für Diversität organisiert wurde, stand dabei im Zentrum des Tages. Ziel war es, die Diversität an der Hochschule sichtbar zu machen, darüber ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft durch Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten zu erzeugen.
Neben dem Fotoshooting gab es ebenfalls verschiedene Aktionen, die von Abteilungen und Fachbereiche organisiert wurden:
Der Hochschulsport lenkte mittels Bewegungsspielen den Fokus auf Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Zentrale Studienberatung verwies auf ihr Beratungsangebot von Studierenden mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung sowie auf diverse Hochschul-Zugangswege. Von Seiten des Gleichstellungsbüros wurde eine gendergerechte Sprach- und Schreibweise in den Fokus gerückt. Das International Office dagegen griff Herausforderungen und Hürden interkultureller Kommunikation unter dem Titel „Babylonisches Sprachengewirr“ spielerisch auf. Zudem war das Selbstlernzentrums mit einer individuellen Lernberatung vertreten, die auf die Vielfalt an Lernstrategien und -techniken hinwies.
Daneben waren außerdem der Aktionskreis gegen Sexismus und Homophobie sowie die Fachbereiche SK und SW vertreten. So stellte sich das Forschungsprojekt „ProZiS“ zum Thema gelingender Diversität im sozialräumlichen Kontext vor. Außerdem wurden von Studierenden eigens für den Tag entworfene Diversity-Sticker verteilt. Aktionen wie der Austausch über Assoziationen zu Diversität und Erfahrungen mit Diskriminierung, der kritische Versuch Rückschlüsse auf die Herkunft und persönliche Geschichte einer Person mittels Handabdrücken zu ziehen oder die Zuordnung von Kleidungsstilen zu den Fachbereichen der Hochschule Fulda regten dabei zum Nachdenken an.
Ansprechperson

Rebecca Biermann
Referentin für Diversität

















































