ChatGPT an der Hochschule Fulda
Die Ki-gestützte Texterstellung in Form von ChatGPT-4 ist für alle Hochschulangehörigen der Hochschule Fulda über das Interface der HAWK zugänglich. Sie können auf diese fortschrittliche KI über folgende URL zugreifen: ki-chat.hs-fulda.de
Bitte beachten Sie, dass Sie sich während der Nutzung innerhalb des VPNs der Hochschule befinden müssen und Ihre fd-Kennung für den Zugriff benötigen. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder weitergegeben.
Entwickelt wurde das Interface HAWKI von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK). Es ermöglicht den Dialog mit der KI und bietet verschiedene Funktionen an:
1. Konversation: Ein Chatbereich wie bei ChatGPT, der einen schnellen Einstieg in jede beliebige Aufgabe ermöglicht.
2. Virtuelles Büro: Hier können Gespräche mit fiktiven Expert*innen geführt werden, was dabei helfen kann, sich in fachfremde Bereiche einzuarbeiten und gezielte Anfragen an echte Expert*innen zu stellen.
3. Lernraum: Die Lernräume sollen helfen, die verschiedenen Möglichkeiten von KI zu verstehen und zu lernen, was einen guten Prompt ausmacht. HAWKI ist ein Prototyp und wird fortlaufend weiterentwickelt. Es ist geplant, die KI mit weiteren Funktionen auszustatten. In diesem Video erhalten Sie eine kurze Einführung in LLM'S und HAWKI.
Überblick - Was muss ich über ChatGPT wissen?
In dem Vortrag von Prof. Dr. Weßels (FH Kiel) Was ist ChatGPT und wie funktioniert es? – Und welche ähnlichen Tools gibt es? erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Funktionen und Möglichkeiten von ChatGPT. Erfahren Sie mehr darüber, wie diese fortschrittliche KI entwickelt wurde und wird und wie sie Ihnen bei Ihren Aufgaben helfen kann. Wem das gesamte Video zu lang ist, empfehlen wir das Kapitel "Wie funktioniert GPT-3?" ab Minute 16:33.
Technik - Wie funktioniert ChatGPT eigentlich?
Dr. Thomas Arnold (Universität Darmstadt) geht in seinem Vortrag ChatGPT für Nicht-Informatiker*innen: Schlüssel zum Verstehen der künstlichen Intelligenz und ihrer Anwendungen in der Hochschullehre tiefer in die technischen Aspekte von ChatGPT ein und bietet einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise generativer KI. Ob Sie ein Technik-Enthusiast sind oder einfach nur neugierig auf die Technologie hinter ChatGPT sind, dieses Video hilft dabei, sein Wissen über ChatGPT zu erweitern. Schauen Sie in den Kapiteln, welches Thema Sie besonders interessiert.
Ein Prompt ist eine Eingabeaufforderung, Frage oder Anweisung, die an ein KI-Modell wie ChatGPT gerichtet wird, um eine gewünschte Ausgabe zu erzeugen. Die Qualität und Relevanz der Ausgabe hängt stark von der Art und Weise ab, wie der Prompt formuliert ist. Dazu gibt es grundlegende Empfehlungen, die sich in den letzten Monaten etabliert haben, um das Beste aus einer KI herauszuholen. Prof. Dr. Kipp (HS Augsburg) beleuchtet in seinem Vortrag Wie sag ich’s meiner KI? Hintergründe und Prinzipien zum Prompting bei ChatGPT die Bedeutung des Promptings, auch bekannt als Prompt Engineering, um den Dialog mit der KI zu steuern.
Im Folgenden finden Sie Empfehlungen zum Prompting aus dem Prompt-Labor des KI-Campus:
Empfehlung 1: Weisen Sie der KI eine Rolle zu, dies beeinflusst maßgeblich Art, Umfang und Komplexitätsgrad der Antworten. Beispielprompt: "Du bist ein freundlicher und hilfsbereiter Hochschuldidaktiker an einer deutschen Fachhochschule, der mir effektives, spezifisches und konkretes Feedback zu einem neuen Lehrformat gibt, das ich entwickelt habe. Du hast hohe Ansprüche und glaubst, dass ich diese erreichen kann."
Empfehlung 2: Durch Priming wird die Rollenzuweisung ergänzt und sowohl der Inhalt als auch Form und Stil der Antwort beeinflusst: "Du gibst Feedback auf eine direkte und klare Weise, stellst mir Fragen, die mich dazu anzuregen, zuerst das Feedback in eigenen Worten zu erklären und dann zu beschreiben, wie ich darauf reagieren könnte."
Empfehlung 3: Machen Sie Strukturvorgaben: "Verfasse Deine Antworten in deutscher Sprache und auf Hochschulniveau. Beachte, dass mein Fachgebiet die Humanwissenschaften sind. Duze mich. Formatiere Deine Ausgaben mithilfe von Markdown für Überschriften und Hervorhebungen."
Empfehlung 4: Begrenzen Sie die Länge der Ausgaben: "Halte Deine Antworten kurz und vermeide weiterführende Angaben oder Hinweise."
Empfehlung 5: Durch präzise Formulierungen werden die Antworten zielgenauer und weniger generisch: "Frag mich zuerst nach dem Titel und einer kurzen Beschreibung des Lehrformats. Antworte nicht für mich. Deine Rolle ist nur die des beratenden Hochschuldidaktikers. Führe das Gespräch erst weiter, wenn ich antworte."
Empfehlung 6: Verwenden Sie Marker, um der KI ein besseres Verständnis des übertragenen Prompts zu ermöglichen, setzen Sie sie vor die Anweisungen: "# Deine Rolle", "# Deine Aufgabe als Hochschuldidaktiker", "# Anweisungen zu Deinen Antworten", "# Sprache, Niveau und Fachkontext" etc.
Empfehlung 7: Durch das Sequenzieren von Aufgaben leiten Sie die KI schrittweise an, so dass die KI im Anschluss aktiv zur Segmentierung und Verfeinerung angehalten wird.
Empfehlung 8: Uneindeutigkeiten vermeiden, indem Füllworte oder Adjektive wie "ziemlich", "eher" oder "ungefähr" vermieden werden.
Empfehlung 9: Verwendung komplexer Promptingstrategien wie Mega-Prompting oder Prompt Creator. Der von Rob Lennon entwickelte Mega-Prompt besteht aus sechs Abschnitten und bereitet das KI-System umfassend auf seine Aufgabe vor. Beim Prompt Creator wird die KI dazu genutzt einen Prompt zu schreiben, den wir dann wieder der KI geben. Da die Beispiel-Prompts der genannten Empfehlungen teilweise zu lang sind, können Sie sie hier nachlesen oder aber auch direkt im Prompt-Labor.
Bei der Nutzung von Chat-GPT sollten Sie folgende Aspekte beachten:
- Chat-GPT hat kein Wissen und kann nicht logisch denken - es ist rein Text-basiert und beruht auf Wahrscheinlichkeiten
- Die hinterlegten Daten sind nicht aktuell, momentan ist ein Datensatz hinterlegt bis Dezember 2023
- Chat-GPT weist gegebenenfalls Fehler bei Inhalten auf - Ergebnisse müssen immer geprüft werden - dieses Werkzeug ist nur für Expert:innen!
- Wir trainieren ChatGPT mit unseren Daten - laden Sie keinesfalls sensible, private Daten hoch
- Chat-GPT wurde mit Texten trainiert, denen auch Vorurteile, Meinungen, Werte und Normen zugrundeliegen - diese können sich auch in unseren Ergebnissen wiederfinden
In den letzten Jahren hat sich die KI-gestützte Texterstellung als eine der innovativsten Technologien in Sachen Textproduktion erwiesen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) ist es möglich, qualitativ hochwertige Texte zu produzieren, ohne dass man viel Zeit oder Mühe investieren muss. Durch KI-gestützte Texterstellung wird es Menschen ermöglicht, ihre Ideen und Gedanken schneller und effizienter in Worte zu fassen.
Seit Dezember 2022 ist mit ChatGPT eine solches Werkzeug frei verfügbar und schnell zu einem Synonym für die Gesamtheit der Werkzeuge für maschinell erzeugte Texte geworden. In Bezug auf den Einsatz dieser Technologien in und an Hochschulen gibt es viele Befürchtungen, welche auch in der Hochschullandschaft und Presse heftig diskutiert wurden. Insbesondere die Anfertigung von studentischen Schriftwerken wird dabei als Problem gesehen. Da ChatGPT jedoch nicht wirklich „intelligent“ ist, sondern Texte nur auf Basis von statistischen Wahrscheinlichkeiten zusammensetzt, kann dieser Herausforderung auf verschiedene Arten begegnet werden.
1. Transferbezug
- Stellen Sie Aufgaben mit einem konkreten Transferbezug, möglichst zu existierenden Praxispartnern. Dazu hat ChatGPT kaum Informationen und verliert sich in leicht erkennbare Floskeln.
- Nehmen Sie Bezug auf aktuelle Themen. Die Datenbasis von ChatGPT ist nicht aktuell. Ganz aktuelle Themen sind dem System unbekannt.
2. Quellenanalyse
- ChatGPT kennt keine Fakten! Überprüfen Sie bei der Bewertung der Arbeiten die Quellen, insbesondere Literaturverweise und die Verwendung im Text. ChatGPT kann täuschend echte Verweise erzeugen, die aber nahezu immer "erdacht" sind. Zitate und deren Quellen werden generiert!
- Wenn das Literaturverzeichnis durch die Studierenden erstellt wurde, ist die Literatur korrekt, jedoch werden die Verweise innerhalb des Textes generiert. ChatGPT hat keine Kenntnis von den Quellen.
3. Stilanalyse
- Maschinell erzeugte Texte sind verblüffend fehlerfrei. Sowohl Orthografie als auch Grammatik sind nahezu perfekt. Mit steigendem Fachbezug oder Anforderungen an Transferleistung nehmen floskelhafte Texterstellungen zu.
- Maschinen haben keine eigene Meinung. Prüfen Sie, ob die Texte neue Erkenntnisse oder reflexive Anteile enthalten.
Generell können derzeit die Systeme nur Inhalte reproduzieren. Es ist keine Kreativität enthalten. Genau diese Kreativität zeichnet aber das Verfassen von wissenschaftlichen Texten aus. Vermeiden Sie deshalb Aufgabenstellungen, die nur Reproduktion verlangen. Bei allen Bedenken können diese Systeme auch sinnvoll eingesetzt werden. Sie übernehmen die Erstellung von Standardtexten, können Alternativen und Verbesserungen an Texten anbieten. Auch die Bewertung von Texten nach vorgegebenen Kriterien ist möglich. Weiterhin können diese Systeme Fehler in eigenen Arbeiten aufzeigen und erklären, insbesondere in der Programmierung. Dadurch können ChatGPT & Co nutzbringend in der Lehre eingesetzt werden. Wichtig ist dabei die Kompetenz der Studierenden, Potenziale und Grenzen der Software zu kennen und sie bei der Nutzung berücksichtigen zu können. Damit werden sie Teil des wissenschaftlichen Arbeitens und unterliegen auch den Anforderungen an „Gute wissenschaftliche Praxis“.
Auch im Bereich der Prüfungen ergeben sich durch ChatGPT neue Herausforderungen und Möglichkeiten. Um Sie hierbei bestmöglich zu unterstützen haben wir eine Handreichung zur Orientierung erstellt.
Künstliche Intelligenz bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten in der Lehre. Neben der Nutzung durch die Lehrenden selbst zur Gestaltung ihrer Lehre, lässt sich KI auch didaktisch im Rahmen des Lehr-Lern-Prozesses von den Studierenden nutzen. Dabei lassen sich unterschiedliche Stufen der Nutzung unterscheiden: Produktion, Interaktion und Reflexion. Im Folgenden finden Sie für die jeweiligen Anwendungsszenarien einige Beispiele:
Im Rahmen des sehr empfehlenswerten Prompt-Labors des KI-Campus wurde ein offener Prompt-Katalog mit erprobten Prompts aus dem Bereich der Hochschullehre eingerichtet. Dort finden Sie erfolgreich eingesetzte Prompts zur Wiederverwendung und zum Ausprobieren.
Das ChatGPT-Café ist eine kurze und informative Veranstaltung, die Einsteigern die Chance bietet, die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz in entspannter Café-Atmosphäre zu entdecken. Egal, ob Sie beim letzten Mal dabei waren oder neu dazu stoßen – jeder ist willkommen! Um die Teilnahme einfach zu gestalten, sind keine Anmeldungen erforderlich - kommen Sie einfach spontan vorbei!
Hier sind die kommenden Termine (online):
- Freitag, 05.12.2025 09:00-10:00 Uhr
- Mittwoch, 10.12.2025 10:00-11:00 Uhr
- Dienstag, 16.12.2025 13:00-14:00 Uhr
ChatGPT-Cafe´ für Studis:
Mittwoch, 03.12.2025 14:00-15:00 Uhr in 44.003
Hinweis: Die genannten Termine sind unabhängig voneinander und stehen nicht in einem fortlaufenden Zusammenhang.
Link zum ChatGPT-Café: https://webconf.hs-fulda.de/b/jen-es3-mci-rqj
Bei Fragen und Anmerkungen rund um Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT, Prompting Strategien etc. wenden Sie sich gerne an das zentrale E-Learning-Labor der Hochschule Fulda. Kommen Sie gerne in unserer Sprechstunde vorbei. Diese findet werktags von 15:00 bis 16:00 Uhr im BBB-Raum des E-Learning-Labors statt. Außerhalb der E-Learning-Sprechstunde erreichen Sie das E-Learning-Labor zentral über folgende E-Mailadresse ✉ elearning@hs-fulda.de oder über das Ticketsystem des Rechenzentrums der Hochschule Fulda.
Wie weit das Themenfeld "Generative KI in der Lehre" gefasst ist, zeigt die folgende Materialsammlung. Neben weiterführenden Links, die u.a. Handreichungen zum Thema sowie eine Liste verschiedener KI-Ressourcen enthalten, finden Sie aufgezeichnete Vorträge, die sich näher mit bestimmten Aspekten des Themas auseinandersetzen.
- Podcast-Reihe ‘KI in der Lehre’ der Hochschuldidaktik der Philipps-Universität Marburg: Wie können KI-Systeme sinnvoll und gewinnbringend in der Lehre eingesetzt werden?
- Tool zum Erstellen einer KI-Richtlinie für Lehrveranstaltungen
- Handreichung der AG Digitale Medien und Hochschuldidaktik der dghd in Kooperation mit der GMW: Didaktische Handreichung zur praktischen Nutzung von KI in der Lehre
https://www.gmw-online.de/wp-content/uploads/2024/10/KI-Handreichung-dghd_GMW_V01_21102024.pdf - Handreichung der Abteilung DLS der Hochschule Fulda: Prüfen in Zeiten von generativer KI
- Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz:
https://ki-campus.org/ - Dokumentationen zu KI-Weiterbildungen: https://www.vcrp.de/digitale-lehre/ki-weiterbildung/ki-dokumentation/
- ChatGPT ist erst der Anfang:
https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/ChatGPT-erst-der-anfang - ChatGPT – ein Meilenstein der KI-Entwicklung:
https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/chatgpt-ein-meilenstein-der-ki-entwicklung-5271 - ChatGPT für Nicht-Informatiker*innen:
https://www.youtube.com/watch?v=-c8ogAwX6KI&t=6s - Wozu sind wir hier? Eine wertebasierte Reflexion und Diskussion zu #ChatGPT in #Forschung und #Lehre:
https://www.youtube.com/watch?v=oSjdx-hadYY - ChatGPT und die Zukunft des Lernens: Evolution statt Revolution:
https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/chatgpt-und-die-zukunft-des-lernens-evolution-statt-revolution - Was bedeutet Künstliche Intelligenz?:
https://www.ki-konkret.de/was-ist-ki.html - KI Ressourcen
https://www.vkkiwa.de/ki-ressourcen/
Das Hochschulforum Digitalisierung hat ein Dossier zur Thematik "Generative KI" sowie eine kommentierte Linksammlung veröffentlicht, die unter folgenden Links zu finden sind:
Dossier Generative KI
Welche Rolle spielen ChatGPT und weitere, generative KI-Tools für die Zukunft der Hochschullehre? Was bedeutet die rasante Entwicklung für Kompetenzerwerb und Prüfungen?
ChatGPT im Hochschulkontext - eine kommentierte Linksammlung
Prompt-Labor – Generative KI in der Hochschullehre
Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und der KI-Campus bieten in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten mit dem „Prompt-Labor“ einen umfangreichen Experimentierraum für Hochschulangehörige an.
KI-Schreibtools: Implikationen für die Prüfungspraxis an Hochschulen
Dr. Anika Limburg (Leiterin des LehrLernZentrums der Hochschule RheinMain)
Dr. Isabella Buck (Schreibwerkstatt am LehrLernZentrum der Hochschule RheinMain)
Was ist ChatGPT und wie funktioniert es? – Und welche ähnlichen Tools gibt es?
Prof. Dr. Doris Weßels, FH Kiel
ChatGPT für Nicht-Informatiker*innen: Schlüssel zum Verstehen der künstlichen Intelligenz und ihre Anwendungen in der Hochschullehre
Dr. Thomas Arnold, TU Darmstadt, FB Informatik
Wozu sind wir hier? Eine wertebasierte Reflexion und Diskussion zu ChatGPT in Forschung und Lehre
Prof. Dr. Gabi Reinmann
ChatGPT als kognitives Werkzeug - Wie können wir bei Studierenden den Erwerb von 'higher order skills' fördern?
Prof. Dr. Christian Spannagel
Lehren und Prüfen mit textgenerierenden KI-Tools
PD Dr. Ulrike Hanke
KI ist mehr als text- und bildgenerierende Chatbots
Prof. Dr. Niels Pinkwart
Wie sag ich’s meiner KI? Hintergründe und Prinzipien zum Prompting bei ChatGPT
Prof. Dr. Michael Kipp
KI-Policy Making an Hochschulen: Erfahrungsbericht und Austausch
Dr. Lisa David
Wissenschaftliches Arbeiten und Wissenschaftssozialisation unter Bedingungen von KI-Sprachtools
Dr. Isabella Buck & Dr. Anika Limburg
Feedback-Tools im Spannungsfeld zwischen Studierendenautonomie und Konformitätsdruck im Lernen
Jun.-Prof. Dr. Sebastian Weydner-Volkmann
Kann das Recht die KI zähmen? Rechtliche Einschätzung und Datenschutzfragen zu textbasierter KI in der Lehre
Ass. jur. Jan Hansen
Zukunftskompetenz und KI-Kompetenz – alter Wein in neuen Schläuchen? Eine kritische Analyse
Prof. Dr. Marco Kalz
Die Impulsreihe wird von den HessenHub-Teilprojekten an der Frankfurt University of Applied Sciences, der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen organisiert und adressiert vor allem Lehrende an hessischen Hochschulen.
Künstliche Intelligenz: Aktuelle Entwicklungen und Auswirkungen für den Hochschulbereich
Referent*innen
Prof. Gabriela Alves Werb (Frankfurt UAS)
Ph. D. & Dr. Sarah Malewski (Frankfurt UAS)
Beschreibung
Dieser Vortrag bietet einen Einblick über den aktuellen Stand von KI-Anwendungen und ihre Einsatzgebiete. Wir erklären, wie diese Anwendungen lernen und gehen auf ihre Potenziale und Grenzen ein. Zudem beleuchten wir ihre praktischen Implikationen für die Forschung und Lehre und diskutieren diese aus verschiedenen Perspektiven mit den Teilnehmenden.
Future Skills im Zeitalter von KI
Referent*innen
Prof. Dr. Michael Guckert (THM)
Beschreibung
Neue Entwicklungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz wie das prominente Beispiel ChatGPT ermöglichen völlige neue Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Ein aktiver gestalterischer Umgang mit Künstlicher Intelligenz wird somit zunehmend zu einer wesentlichen Kompetenz. Im Besonderen entstehen neue Chancen und Herausforderungen für Lehre und Studium. Im Vortrag werden Antworten auf die folgenden Fragen diskutiert:
- Welche Kompetenzen brauchen Studierende und Lehrende im Umgang mit ChatGPT und Co.?
- Welche Skills brauchen Studierende und Lehrende in Zukunft?
- Wie kann KI dazu beitragen, Studierenden die Fähigkeiten/Schlüsselkompetenzen beizubringen, die für die Zukunft in einer digitalisierten Welt wichtig sind?
- Kann KI die Studierenden in ihrem individuellen Lernprozess unterstützen?
ChatGPT et al. – Implikationen des Natural Language Processing für eine zukunftsfähige Prüfungskultur
Referent*innen
Dr. Anika Limburg (HRSM)
Beschreibung
Die Implikationen von Tools wie ChatGPT für das hochschulische Bildungswesen werden derzeit viel diskutiert. Während manche Hochschulen bereits die Nutzung solcher Tools im Prüfungskontext verboten haben, wird sie andernorts im Sinne einer Mensch-Maschine-Interaktion empfohlen. Gleichzeitig hat die Suche nach innovativen Prüfungsformaten und sinnvollen -modalitäten begonnen, die den technologischen Entwicklungen Rechnung tragen und die Zukunftsfähigkeit des hochschulischen Prüfungswesens gewährleisten sollen. In diesem Vortrag werden sowohl die Probleme und Befürchtungen, beispielsweise vor einem Verlust der Prüfungsgerechtigkeit und der Unterwanderung von Lernprozessen beleuchtet, als auch die ersten vielversprechenden Ansätze vorgestellt, mit denen KI-Tools Hochschullehre und Prüfungswesen bereichern können.
Im Vortrag werden u. a. die folgenden Fragen erörtert:
- Welche Auswirkungen hat KI auf die Prüfungskultur: Prüfungsformate, -leistungen, -aufgabenstellungen, -bewertungen?
- Welche Vorteile bietet es Lehrenden im Kontext von Prüfungen (Erstellung von MC-Fragen, Bewertungsmatrix)?
- Wo entstehen womöglich Gefahren in Bezug auf die Prüfungskultur an deutschen Hochschulen?
- Was bedeutet ChatGPT für das Urheberrecht und Plagiate?
Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre: Didaktische Implikationen und konstruktiver Einsatz in der Lehrpraxis
Referent*innen
Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg)
Beschreibung
Ende 2022 hat die Veröffentlichung des KI-Systems ChatGPT Lehrende an Schulen und Hochschulen aufgerüttelt: Das Sprachmodell ist in der Lage, Antworten auf Fragen in natürlicher Sprache zu geben, beispielsweise bei der Bearbeitung von Hausaufgaben oder der Lösung von Klausuren. Dabei ist das leistungsstarke Werkzeug nur der Anfang einer Entwicklung, die auf das Bildungssystem 'zurollt'. Schnell wurden Rufe nach einem Verbot solcher Systeme laut.
In dem Vortrag wird der konstruktive Umgang mit KI-Systemen in der Lehre jenseits von Verboten behandelt. Dabei werden folgende Fragen beantwortet:
- Wie ändern sich Lernziele vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit von KI-Systemen?
- Wie können Studierende und Lehrende KI produktiv einsetzen?
- Und wie kann man Problemen und Herausforderungen begegnen?
Digitalität für alle!
Referent*innen
Prof. Dr. Kati Hannken-Illjes (Philipps-Universität Marburg)
Beschreibung
Digitale Kompetenzen und die Fähigkeit die Bedingungen von Digitalität zu reflektieren sind grundlegend für alle Studienbereiche und eine wichtige Voraussetzung für die meisten Tätigkeitsfelder. Der Vortrag zeigt am Beispiel des MarSkills-Studienbereichs der Phillips-Universität Marburg wie diese Angebote so curricular aufgenommen werden können, dass alle BA-Studierenden sie nutzen können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Marburg-Modul als interdisziplinärem Projektmodul.
ChatGPT und Konsorten – Segen oder Fluch für die Hochschullehre. Antworten aus prüfungsrechtlicher und didaktischer Sicht
Referent*innen
Prof. Dr. Ingo Striepling (OTH Regensburg)
Beschreibung:
KI wie ChatGPT ist momentan in aller Munde. Kolleg:innen streamen Live-Tests anhand alter Klausuren und attestieren der KI, dass sie bestanden hätte. Das gleiche gilt für Eignungstests. Ist das die schöne neue Welt? Eigentlich ist die Idee, andere für sich arbeiten zu lassen, gar nicht neu. Brisant ist nunmehr aber die rasante Geschwindigkeit, mit der passable Ergebnisse generiert werden können. Welche Auswirkungen hat das auf unsere Lehrveranstaltungen und Prüfungen? Können wir an den bisherigen Formaten festhalten? Wie kann die Nutzung von z. B. ChatGPT verhindert werden? Oder sollten wir besser fragen: Wie können wir unsere Studierenden anleiten, KI intelligent zu nutzen? Der Beantwortung dieser Fragen wollen wir uns im Rahmen von Inputs und Diskussion nähern.
