Newsletter Nummer 3 vom 06.04.2020

Inhaltsübersicht: Leitlinien für das Sommersemester 2020

  • Wir gehen neue Wege
  • Wir legen gemeinsam los
  • Niemand soll zurückbleiben
  • Wir strengen uns an
  • Wir behalten die nächste Etappe im Blick

Die wesentlichen Leitlinien für das kommende Sommersemester sind:

Wir gehen neue Wege
Hochschule lebt vom Austausch zwischen Menschen. Da die aktuelle Lage genau diesen Kern betrifft, wird das kommende Semester kein gewöhnliches. Wir setzen gemeinsam auf Flexibilität bei der Gestaltung des Lehr-, Studien- und Prüfungsbetriebs. Lehre und Forschung werden in Formen geschehen, die den epidemiologischen Anforderungen genügen. Das heißt vor allem: mit vorläufig eingeschränktem Präsenzbetrieb und neuen Formaten. Unser gemeinsames Ziel ist, dass möglichst alle, die das Semester absolvieren wollen, dies soweit wie möglich auch können.

Wir legen gemeinsam los
Am 20. April startet der Lehrbetrieb an den Hochschulen des Landes Hessen zunächst mit digitalen Angeboten. Auch in vielen anderen Bundesländern ist das der Startpunkt. Wir sind begeistert, wie viele neue digitale Angebote und zusätzliche Lösungen in den letzten Wochen innerhalb der Hochschulen erarbeitet wurden. Je nach behördlichen Anordnungen werden im Laufe des Semesters voraussichtlich auch wieder Präsenzveranstaltungen stattfinden. Wir haben in Hessen gemeinsam entschieden, innerhalb des Sommersemesters das Ende der Vorlesungszeit flexibel nach hinten zu verschieben. Dabei wollen wir auch auf eine Erholungszeit und die familiäre Situation in den hessischen Sommerferien Rücksicht nehmen. Konkrete Daten wollen wir bald je nach individuellen Gegebenheiten miteinander entscheiden.

Niemand soll zurückbleiben
Studierende, die keine oder nicht alle vorgesehenen Leistungen aufgrund der Folgen der Covid-19-Pandemie erbringen können, sollen grundsätzlich keine Nachteile erfahren. Dies gilt insbesondere hinsichtlich Regelungen, welche z.B. die Regelstudienzeiten aufgreifen. Die Wissenschaftsministerinnen und -minister der Länder werden sich beim Bund dafür einsetzen, dass beim BAföG, dem Kindergeld, der Krankenversicherung u.ä. flexible Regelungen gefunden werden, die den Lebenswirklichkeiten der Studierenden in Zeiten der Covid-19-Pandemie gerecht werden.

Wir strengen uns an
Gemeinsam wollen wir möglichst viele und hochwertige Angebote trotz der Einschränkungen ermöglichen. Die ungewohnten Formate verlangen von allen große Anpassungsleistungen. Deswegen sind insbesondere die Lehrenden, aber auch die administrativ-technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen gefordert, ihren Beitrag in diesen neuen Formaten zu erbringen. Auch von den Studierenden verlangt es die Bereitschaft, sich vertrauensvoll und engagiert auf diese neuen Formate einzulassen. Für die großen Anstrengungen, die dabei schon geleistet werden, danken wir sehr. Wir werden Sie dabei weiter unterstützen. Auch jenseits der Lehre gibt es Veränderungen: Bei der wichtigen Frage der Bibliotheken etwa sollen Anpassungen den Ausleihbetrieb sicherstellen und digitale Angebote ausgebaut werden. Da es mehr freie Räume in den Hochschulen gibt, können einige der in den letzten Wochen ausgefallenen Prüfungen auf großer Fläche mit dem nötigen physischen Abstand im Verlauf des Sommersemesters nachgeholt werden. Auch die Forschung wird im Rahmen des Möglichen mit aller Kraft fortgeführt. Wir unterstützen dabei insbesondere den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs und setzen uns dafür ein, dass auch dieser Gruppe keine Nachteile aus der gegenwärtigen Situation entstehen. Wir setzen uns dementsprechend auf Bundesebene für eine Anpassung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes sowie entsprechende Ausnahmeregelungen bei Drittmittelgebern ein.

Wir behalten die nächste Etappe im Blick
Die Verschiebungen an den Hochschulen im Sommersemester und bei den Abiturprüfungen in mehreren Bundesländern werden auch Auswirkungen auf das kommende Wintersemester 2020/2021 haben. Wir haben uns auf Bundesebene darauf verständigt, dass wir einheitliche Lösungen finden. Sie sollen sowohl den Studierenden gerecht werden, die vorlesungsfreie Zeiten für Erholung, Arbeit oder Praxiseinheiten brauchen, als auch den neuen Erstsemestern, die ein verlässliches Zulassungsverfahren bzw. Eignungsprüfungen an den Kunsthochschulen, einen Studienplatz und einen reibungslosen Studienstart erwarten. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Vorlesungen des Wintersemesters am 01.11.2020 beginnen.

Das komplette Schreiben

 Das komplette Schreiben der Ministerin und der Hochschulpräsidentinnen und Hochschulpräsidenten  als PDF-Datei:

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