European Policy Statement (EPS)

1. Die internationale (EU und Nicht-EU) Strategie der Hochschule Fulda

Die lnternationalisierungsstrategie der Hochschule Fulda basiert auf ihrem Leitbild:
 
,,Die HFD fördert die lnternationalisierung durch den weltweiten Austausch ihrer Studierenden und Lehrenden sowie die grenzüberschreitende Kooperation in der Forschung. Sie bereitet ihre Studierenden auf die Anforderungen der voranschreitenden europäischen lntegration und Globalisierung vor und fördert die interkulturellen Kompetenzen. Sie steigert kontinuierlich ihre Attraktivität für internationale Studierende durch geeignete Studienangebote."
 
Die Ziele:

1.Die HFD strebt hinsichtlich ihrer lnternationalität eine Platzierung im oberen Drittel der Hochschulen vergleichbarer Größenordnung in Deutschland an.
 
2. Die HFD soll ihren Anteil an Bildungsausländern von aktuell 15,0 % (Bundesdurchschnitt 11,5%) in etwa halten.
 
3. Der Studienerfolg der internationalen Studierenden soll verbessert werden, in erster Linie durch den forcierten Ausbau integrativer Maßnahmen wie interkulturelle Lerngruppen in den Fachbereichen mit den höchsten internationaler Studierender oder eines Buddyprogramms für alle neuen internationalen Studierenden, Weiterentwicklung der Willkommenskultur , Ausbau des Propädeutikums für internationale Studierende, Schließung letzter Lücken im breitgefächerten DaFAngebot und Aufbau eines Careerservices.
 
4. Die HFD wird ihre Studierenden noch mehr als bisher international und weltoffen qualifizieren und sie so fit machen für einen globalisierten Arbeitsmarkt und ihre interkulturellen Kompetenzen fördern. Sie wird hierfür geeignete Maßnahmen ergreifen wie Verbesserung der Fremdsprachenkompetenz durch Ausweitung des englischsprachigen Lehrangebots einerseits und Schaffung von Mobilltätsfenstern insbesondere in den Bachelorstudiengängen.
 
5. Es wird weiterhin die Erhöhung der Anzahl der Outgoings angestrebt und zwar mit dem Ziel, dass bis zum Jahr 2020 nach Möglichkeit jeder zweite Studierende der HFD Auslandserfahrung während seines Studiums nachweisen kann. Zur Erreichung dieses Ziels beteiligt sich die Hochschule Fulda an Stipendienprogrammen wie PROMOS und hat hierzu komplementäre eigene Stipendienprogramme aufgebaut. Die konsequente Ausstattung aller Studiengänge mit dem Diploma Supplement erleichtert die Aufnahme eines weiterführenden Studiums im Ausland.
 
6. Weiterhin soll die Anzahl der lncomings von derzeit jährlich rd. 70 bis zum Jahr2O2O verdoppelt werden. Maßgeblich hierfür ist der Ausbau des englischsprachigen Lehrangebots insbesondere im Bachelorbereich, aber ebenso die Ausweitung des Kooperationsnetzwerkes unter Einbezug strukturierter Austauschprogramme und Einrichtung von Joint/Double Degrees.
 
7. Bei dem strategischen Ausbau des Kooperationsnetzwerkes wird unterschieden nach der lntensität der Zusammenarbeit und des Austauschs. Danach werden drei Kategorien gebildet: Schlüsselpartnerschaften (Kategorie 1), besonders förderungswürdige Partnerschaften (Kategorie 2) und Austauschvereinbarungen (Kategorie 3). Partnerschaften basieren immer auf detaillierten Kooperationsverträgen. Schlüsselpartnerschaften haben einen herausgehobenen Status.
 
Austauschvereinbarungen sind z.B. Erasmus-Agreements oder Letter of lntents. Die HFD begrenzt die Anzahl der Schlüsselpartnerschaften bis auf weiteres auf drei bis vier. Der strategische Ausbau von Partnerschaften erfolgt über finanzielle Anreize wie Kontaktstipendien zur Gewinnung leistungsstarker StudentInnen und Stipendien zur Einwerbung von GastdozentInnen. Das Kooperationsnetzwerk soll nach Möglichkeit insbesondere auch in den bislang unterrepräsentierten Schwellenländern Lateinamerikas, Asiens und Afrikas ausgebaut werden. Für den Status Schlüsselpartnerschaft sind die folgenden Kriterien maßgeblich:  - hohe lntensität in der Zusammenarbeit, insbesondere die Zahl an Austauschstudierenden und – dozentInnen sowie gemeinsame Projekte - das Fächerprofil bietet Anschlussmöglichkeiten für mehrere Fachbereiche - Möglichst niedrige Sprachbarriere
- der Abschluss eines Joint/Double Degrees wird angestrebt - Erfahrung der Partnerhochschule in internationalen Kontakten - attraktiver Standort als Anreiz für den Studenten- und Dozentenaustausch
 
8. Moderater Ausbau des Studienangebots für internationale Studierende, derzeit bestehend aus 4 internationalen Mastern, ausschließlich oder zu einem großen Teil in englischer Sprache unterrichtet, Kurzzeitprogramme wie einem 4-monatigem Kurs auf Bachelorniveau, sowie je einer internationale Sommer- und Winteruniversität.  
 
9. Gleichzeitige Stärkung der interkulturellen Kompetenzen des Lehrkörpers, des akademischen und nichtakademischen Personals, der deutschen und der internationalen Studierenden durch das Angebot entsprechender Trainings und der Motivierung, an Mobilitätsmaßnahmen teilzunehmen.
 
10. Förderung internationaler Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, insbesondere im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms, z.B. durch den Aufbau strategischer Partnerschaften mit Hochschulen, Organisationen und Unternehmen im Ausland.

2. Die Strategie der Hochschule Fulda für die Organisation und Durchführung von internationalen (EU und nicht EU) Kooperationsprojekten in der Lehre und Ausbildung mit Bezug auf Projekte, die durch das Programm durchgeführt werden


Die Förderung internationaler Vernetzung und internationaler Kooperationsprojekte ist Gegenstand der strategischen Entwicklungsplanung der Hochschule. Die EU-Förderungsstrategie der Hochschule Fulda sieht vor, dass mit Unterstützung des EU-Referenten gezielt Synergieeffekte zwischen den transnationalen Mobilitätsprojekten der Hochschule und internationalen Kooperationsprojekten in Lehre und Forschung identifiziert und genutzt werden. Synergieeffekte entstehen durch ein entsprechendes Kontakt- und Beziehungsmanagement und wenn Aus- und Weiterbildungsprozesse selbst Gegenstand von Forschungs- und Entwicklungsprojekten werden".
 
Hierbei kann die Hochschule Fulda auf Erfahrungen aus der Koordination und Beteiligung an entsprechenden Kooperationsprojekten der Programmgeneration 2007-2013 in den Unterprogrammen Erasmus, Leonardo da Vinci und Grundtvig zurückgreifen, um entsprechende Projekte auch im Rahmen der neuen Programmgeneration durchführen zu können. Teil des strategischen Kooperationsmanagements ist die Mitwirkung in europäischen Foren, wie dem University-Business Forum, und in internationalen Netzwerken, wie z.B. ISEKI-Food und Europemobility. ln Kooperation mit dem lnstitut inter.research e.V. wurde eine entsprechende Unterstützungsinfrastruktur geschaffen, indem der EU-Referent und sein Team Mitglieder der Hochschule bei der Planung, Organisation und Durchführung der Kooperationsprojekte und beim strategischen Kooperations- und Forschungsmanagement berät (www.inter-research.eu/fp7). Die HFD wird die regionale Kontaktstelle für EU-Praktika mit Blick auf die neue Programmgeneration zur "Kontaktstelle für internationale Praktika und Kooperation Hochschule, Wirtschaft, Gesellschaft" weiterentwickeln, um im regionalen Hochschulnetzwerk die Organisation und Betreuung von ERASMUS Placements und weiterer Mobilitätsprogramme wie z.B. ERASMUS für Jungunternehmer zu koordinieren. Ziel des Kosortiums ist die Weiterentwicklung seiner 2011 ausgezeichneten Qualitätsstandards.

3. Erwartete Auswirkungen auf die Modernisierung der Hochschule Fulda bezüglich der politischen Ziele (für jede der fünf Prioritäten der Modernisierungsagenda), die durch die Teilnahme am Programm erreicht werden sollen

1. Die HFD sieht im ERASMUS-Programm (Teilnahme seit 1988) ein wichtiges lnstrument zur Umsetzung ihrer Bemühungen um lnternationalisierung, die zu ihren zentralen Handlungsfeldern gehört und die in ihrem Leitbild verankert ist. Sie möchte so ihren gesellschaftlichen Beitrag zu den sozioökonomischen Entwicklungen in Deutschland und Europa leisten.
 
ln Zahlen heißt das: lm Zeitraum 2007 - 2012 hat die HFD die Zahl ihrer Studierenden von 4.398 auf 6.552 gesteigert, Ausbauziel für 2015 sind 7.500 Studierende. Die Zahl der Kooperationen ist im selben Zeitraum von 49 (38 davon ERASMUS) auf 86 (62 davon ERASMUS) gestiegen, die Zahl der Outgoings von 142 auf 285.
 
2. Die HFD hat sich erfolgreich am Wettbewerb ,,Exzellente Lehre" beteiligt. Eine gute Qualität von Lehre und Lernen weiterzuentwickeln, bedeutet für die HFD mit ihren Angeboten eine breite und heterogene Studierendenschaft anzusprechen und zu fördern. Dazu gehört im Kern, dass Studierende
mit sehr unterschiedlichen Lernbiografien, Hochschulzugängen und Bildungsvoraussetzungen die bestmögliche Bildung, Qualifikation und Berufsfähigkeit erwerben.
 
3. Die Teilnahme am ERASMUS-Programm sichert der HFD die Grundlagen für die Mobilität von Studierenden und Personal als einer wichtigen Quelle für lnnovation und Qualitätssicherung, indem die während der Auslandsaufenthalte erzielten Ergebnisse anerkannt und deren Außenwirkung verstärkt wird. Damit können auch diejenigen, die nicht ins Ausland gehen können, von der Mobilität profitieren. Hierzu trägt auch wesentlich der Einsatz von DozentInnen von PHSen in der Lehre bei. ,,lnternationalisation at home" ist somit ein komplementärer Bestandteil von Mobilität.
 
4. Als Fachhochschule entspricht die HFD strukturell den Anforderungen nach Beschäftigungsfähigkeit als Ausbildungsziel. Dieses ist zugleich Kernstück der neuen Reformstrategie der Europ. Kommission für die Hochschulbildung. Praxisorientierung und Angewandte Forschung sind die Grundlagen der Ausbildung an FHs. Auch nach der Bologna- Reform sind Praxisanteile ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung an der HFD geblieben. Daneben richtet sie seit rd. 2 Jahren duale Studiengänge ein. Dieses Studienangebot soll in der Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
 
Die HFD verfügt über etablierte Beziehungen zu (regionalen) Unternehmen und in die Wirtschaft, die sie bereits jetzt schon in ihrem internationalen Netzwerk nutzt. Herausragendes Beispiel ist hier die Kooperation mit der German Jordanian University. Der Ansatz der praxisorientierten Ausbildung ist zugleich auch ein wichtiger Faktor für mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem (s.o. 2.).#
 
5. Von der Teilnahme am ERASMUS Programm 2014-20 erwartet sich die HFD einen Beitrag zu einer effizienten Finanzierung, um mehr Freiraum zu schaffen und lnvestitionen in eine hochwertige auf Beschäftigungsfähigkeit und Diversität ausgerichtete Bildung zu ermöglichen und so den von ihr bereits der Modernisierunq leichter fortsetzen können.

Ansprechpersonen

Julia-Sophie Rothmann

Leiterin International Office

Strategiefragen • Hochschulpartnerschaften • Förderprogramme (z.B. DAAD) • Grundsatzfragen internationale und geflüchtete Studierende • Auslandsmarketing

Gebäude 10 , Raum 206
Julia-Sophie Rothmann+49 661 9640-1450
Sprechzeiten
Montag bis Freitag

Ansprechpersonen

María Campuzano

stellv. Leiterin und Erasmus Koordinatorin

Studentenaustausch Europa • Erasmusstipendien

Gebäude 10 , Raum 207
María Campuzano+49 661 9640-1451
Sprechzeiten
Di: 9.30 - 11.30 Uhr Mi: 11.30 - 13.30 Uhr
Bürozeiten
Mo - Fr: 8.30 - 14.30 Uhr