DAAD-Preis 2018 verliehen

Kenianische Public-Health-Studentin erhält DAAD-Preis

Die 27-jährige Kulthoum Fumo aus Nairobi ist für ihre sehr guten Studienleistungen, ihr Engagement in der gesundheitlichen Bildung sowie ihre Arbeit als Tutorin ausgezeichnet worden. Kulthoum Fumo, 27-jährige Studentin aus Kenia, ist in diesem Jahr mit dem DAAD-Preis der Hochschule Fulda ausgezeichnet worden.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar überreichte den Preis am Dienstag (16.10.) traditionsgemäß im Rahmen des Erstsemesterempfangs der Stadt Fulda im Stadtschloss. Kulthoum Fumo, die 2014 an der Universität Nairobi ihren Bachelorabschluss in Medizin ablegte und bereits als Ärztin gearbeitet hat, studiert seit dem Wintersemester 2017/18 am Fachbereich Pflege und Gesundheit das Masterprogramm Public Health.

"In ihrem Heimatland Kenia gehört Frau Fumo einer ethnischen Minderheit an und wuchs in einem Umfeld auf, in dem ein akademisches Studium für Frauen unüblich ist. Gegen erheblichen Widerstand hat sie ihren Weg jedoch konsequent und erfolgreich verfolgt", hob Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar in seiner Laudatio hervor. Sie studiere stets mit sehr guten Leistungen und habe auch im Pre-Study-Semester, das sie zur Vorbereitung auf das Public Health-Studium an der Hochschule Fulda absolviert habe, hervorragend abgeschnitten. Kulthoum Fumo sei eine äußerst engagierte internationale Studentin, die sich als Tutorin auch in der Betreuung anderer Studierender einsetze, würdigte Khakzar ihr Engagement. Auch von ihrem äußerst planvollen Vorgehen zeigte er sich beeindruckt. So studiere sie zunächst den Master in Public Health und wolle dann die Ausbildung zur Fachärztin absolvieren, um später im öffentlichen Gesundheitswesen und in der präventiven Medizin tätig zu werden.

Diesem Bereich gilt Kulthoum Fumos großes Interesse. "Prävention ist besser als Behandlung von Krankheiten, davon bin ich überzeugt. Wenn wir die Gesundheitsversorgung spürbar weiterentwickeln wollen, dann müssen wir zunächst das Bewusstsein für Gesundheit und Lebensstil stärken und ein gesundheitsorientiertes Verhalten fördern", sagt sie. Bereits während ihres Bachelorstudiums engagierte sie sich daher für gesundheitliche Bildung in ihrem Land, etwa im Rahmen von Aufklärungskampagnen zu Nierenerkrankungen oder der HIV-Übertragung von Müttern auf ihre Kinder sowie zu weiteren Themen wie Perinataler Sterblichkeit, Rheumatischen Herzerkrankungen oder zu Medikamentenallergien. "Ihre Handlungen stehen vollkommen im Dienst für andere Menschen", charakterisiert Fachbereichsdekanin Prof. Dr. Dea Niebuhr die DAAD-Preisträgerin. Kulthoum Fumo möchte ihre Kompetenzen und ihr erworbenes Wissen eines Tages in ihrem Land Kenia anwenden und weitergeben.

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