Für eine optimale Studienorientierung

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium jetzt offizieller Kooperationspartner

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat am vergangenen Montag einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Fulda abgeschlossen. Gemeinsames Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern bereits während der Schulzeit neben regelmäßigen Informationen über Studienmöglichkeiten praxisnahe Schnuppermöglichkeiten in ein Studium zu verschaffen. Damit wollen die Kooperationspartner den künftigen Abiturientinnen und Abiturienten frühzeitig eine fundierte Studien- und Berufsorientierung anbieten, um ihnen den Übergang von der Schule zum Studium zu erleichtern. 

Oberstudiendirektor Helmut Sämann, Leiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, begrüßte die Kooperation mit der Hochschule Fulda sehr: „Es ist für alle gewinnbringend, wenn unsere Schülerinnen und Schüler die Hochschule Fulda als unmittelbar erreichbaren Wissenschaftsstandort für ihre Studien- und Berufsorientierung oder ganz konkret für studiennahe Projekte nutzen können.“ Abgesehen davon biete für einen nicht unerheblichen Teil seiner Schülerschaft die Hochschule Fulda eine konkrete Perspektive für den weiteren Bildungsweg: „Nicht wenige unserer Abiturientinnen und Abiturienten möchten wohnortnah und auch nicht zwangsläufig an einer Universität studieren.“ Und gerade diese Gruppe bliebe nach ihrer Ausbildung vor Ort auch der hiesigen Wirtschaft als hochqualifiziertes Fachkräftepotenzial erhalten. 
Über die Ortsnähe hinaus – ergänzte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar – sei die Hochschule Fulda im Vergleich zu Universitäten für studieninteressierte Gymnasiasten auch deshalb interessant, weil sich Universitäten und Fachhochschulen im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sowohl hinsichtlich Leistungsprofil als auch Wertigkeit der Abschlüsse zunehmend angenähert haben. „Dennoch gehört unsere praxis- und berufsfeldorientierte akademische Ausbildung weiterhin zu unseren wichtigsten Leitlinien“, betonte Khakzar. In diesem Rahmen sei es der Hochschule ein wichtiges Anliegen, dass sich Schülerinnen und Schüler frühestmöglich und umfassend über ihren weiteren, möglichen Bildungsweg informieren könnten. „Deshalb wollen Schule und Hochschule im Rahmen ihrer Zusammenarbeit dazu beitragen, dass sich die Jugendlichen bereits während der Schulzeit nicht nur über Studiengänge abstrakt informieren, sondern Studium erleben und erfahren können.“ Die schier unüberschaubare Anzahl von mittlerweile rund 16.000 Studiengängen in Deutschland sei unter anderem auch ein Grund für die bundesweit hohen Studienabbrecherquoten, führte der Hochschulpräsident weiter aus und bekräftigte: „Durch einen lebendigen und projektbezogenen Austausch mit den Schulen wollen wir Schülerinnen und Schülern wichtige und wertvolle Entscheidungshilfen geben.“
Zum Abschluss verabschiedeten sich die Kooperationspartner mit der gemeinsamen Aussicht, in ihrer künftigen Zusammenarbeit weitere, umsetzbare Aktivitäten zu entwickeln und die bereits laufenden Projekte zu stabilisieren. Dies betrifft etwa den Workshop zum wissenschaftlichen Arbeiten, die grundsätzliche Öffnung einzelner Module für besonders leistungsstarke und interessierte Schülerinnen und Schüler im Sinne eines sogenannten Frühstudiums oder auch informative Nachmittagsveranstaltungen mit Professoren und Studierenden für die Oberstufe.

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