Fachtagung "Demokratie, Partizipation und politisches Handeln in der Sozialen Arbeit"
20.02.2025
Der Tag gliederte sich in drei Panels, die an die jeweiligen Themenschwerpunkte der einzelnen Lehrveranstaltungen anknüpften. Fachvorträge vermittelten den Studierenden praxisnahe Einblicke, um politische Strukturen besser zu verstehen und Handlungskompetenzen für sozialpolitisches Engagement zu entwickeln. Ergänzend dazu präsentierten die Studierenden die Ergebnisse eigener Recherchen in Form von Postern, was einen intensiven interdisziplinären Austausch und gemeinsame Diskussionen über die Inhalte ermöglichte.
Im ersten Panel der Tagung betonten die Referent*innen Eren Okcu von der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Hanau und Dr. Alexandra Kurth von der Universität Gießen in Ihren Vorträgen die Notwendigkeit politischer Bildung, um Rassismus, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus nachhaltig zu bekämpfen. Anlass der Diskussion war der rassistische Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau, bei dem Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Vili Viroel Păun, Gökhan Gültekin, Mercedes Kierpacz, Ferhat Unvar, Said Nesar Hashemi und Hamza Kurtović ermordet wurden.
Das zweite Panel beschäftigte sich mit dem politischen Handeln im beruflichen Alltag. Die Sozialarbeiter*innen Tino Neufert vom Projekt Safe – Straßensozialarbeit für Erwachsene in Leipzig und Nele Wilk von der Clearingstelle Krankenversicherung Rheinland-Pfalz in Mainz, gemeinsam mit Chriss, einem Beteiligten des Peer-Projekts „Für Dich Mit Dir“ in Leipzig, stellten ihr professionelles Selbstverständnis vor und deuteten an, wie unverzichtbar politisches Engagement in ihrem Handlungsfeld ist. Besonders betont wurden die Bedeutung von Vernetzung und Selbstorganisation als essentielle Instrumente politischer Partizipation.
Im dritten Panel stand die Rolle der politischen Bildung in der Sozialen Arbeit im Fokus. Matthias Kachel vom BayWISS Promotionskolleg „Sozialer Wandel“ präsentierte auf Basis eigener empirischer Untersuchungen, wie die curriculare Verankerung politischer Bildung in den Studiengängen der Sozialen Arbeit weiter gestärkt werden kann. Ergänzend dazu gab Nezam Kiniki, Diplom-Sozialarbeiter und Streetworker in Fulda, praxisnahe Einblicke in die Umsetzung politischer Bildungsangebote in der aufsuchenden Sozialarbeit und beleuchtete die damit verbundenen Herausforderungen.
Die Tagung wurde von den Lehrenden Ilker Ataç, Diana Auth, Cengiz Barskanmaz, Martina Pistor, Silvia Schwarz-Steinfeld und Jens Vogler im Rahmen des Moduls organisiert und durch das engagierte Mitwirken der Studierenden aktiv gestaltet.
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