Nachhaltigkeitstagung FU³lda: Gemeinsam
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Lösungen für eine nachhaltige Zukunft gestalten
01.10.2026

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften auch in volatilen Zeiten gelingen? Dieser Frage widmete sich die Nachhaltigkeitstagung FU³lda am 23. September 2026 an der Hochschule Fulda. Unter dem Titel „Nachhaltig erfolgreich in volatilen Zeiten“ brachte das Fuldaer Zentrum für Unternehmensführung und Unternehmensgründung (FU³) Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie nachhaltige Entwicklung auch unter schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gelingen kann.
Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten
„Nachhaltige Entwicklung entsteht nur dort, wo Menschen gemeinsam Wissen teilen, wo sie sich austauschen, wo sie unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam ins Handeln kommen“, betonte Prof. Dr. Angelika Sawczyn-Müller, fachliche Leiterin der Tagung. Dieser Gedanke prägte den gesamten Tag: Nachhaltigkeit wurde nicht isoliert betrachtet, sondern aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert und mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis verbunden.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar unterstrich die Bedeutung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften gehe es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung zu bringen und zugleich Impulse aus Unternehmen und Gesellschaft in Forschung und Lehre aufzunehmen.
Auch Staatssekretär Michael Ruhl aus dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt betonte die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung für die Zukunft. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg müssten dabei keine Gegensätze sein. Vielmehr komme es darauf an, neue Wege zu erproben und Nachhaltigkeit in konkrete Lösungen zu übersetzen.
Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, richtete den Blick auf die Situation der regionalen Wirtschaft. Unternehmen stehen angesichts unsicherer Rahmenbedingungen und steigender Kosten vor der Herausforderung, nachhaltiges Handeln mit wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Gerade deshalb seien konkrete Beispiele und praxisnahe Lösungsansätze von besonderer Bedeutung.
Von nachhaltigen Lieferketten bis zur Energiewende
Wie vielfältig diese Lösungsansätze sein können, zeigten die Beiträge des Tages. In ihrer Keynote erläuterte Miriam Gogel von der VERSO GmbH, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz dabei helfen können, Nachhaltigkeitsanforderungen in Lieferketten systematisch umzusetzen. Stephanie Raabe, Menschenrechtsbeauftragte und Leiterin des globalen Teams für Menschenrechte und KI-Ethik bei SAP SE, richtete anschließend den Blick auf die Bedeutung von Menschenrechten für die Sustainable Development Goals und die Herausforderungen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
In den anschließenden Parallelsessions wurde die ganze Bandbreite nachhaltigen Wirtschaftens sichtbar. Die Themen reichten von nachhaltiger und gesundheitsorientierter Führung und strategischem Nachhaltigkeitsmanagement in Krisenzeiten über die Finanzierung der Dekarbonisierung und CO₂-Märkte bis hin zu nachhaltiger Kreditvergabe, elektrifizierten Logistikflotten, bezahlbarer Energie und nachhaltiger Ernährung.
Dabei kamen zahlreiche Unternehmen und Organisationen aus der Region und darüber hinaus zu Wort: Schott AG, Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Planaris Eurotreu AG, Strauss Deutschland, Zement- und Kalkwerke Otterbein GmbH & Co. KG, Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG, REDA Personalmanagement, RhönSprudel GmbH, Folivora Solutions GmbH, RhönEnergie Fulda GmbH, KSE Energietechnik GmbH, ENSO eCommerce GmbH und Rhöner Biosphären Schinken e.V. Sie brachten ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen ein und zeigten, wie Nachhaltigkeit bereits heute in Unternehmensprozessen, Geschäftsmodellen und strategischen Entscheidungen eine Rolle spielt.
Wissenschaft trifft Praxis
Gerade die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischen Erfahrungen machte den besonderen Charakter der Tagung aus. Die großen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen wurden greifbar, wenn es um Energieversorgung, Lieferketten, Finanzierung, Mobilität, Führung oder Ernährung ging. Ein Poster-Walk mit Arbeiten von Studierenden der Hochschule Fulda ergänzte den Austausch um die Perspektive der nächsten Generation.
So wurde deutlich: Nachhaltige Entwicklung entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch Zusammenarbeit, Innovation und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven. FU³lda bot dafür eine Plattform, auf der Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch kamen.
Die Nachhaltigkeitstagung hat damit vor allem eines gezeigt: Nachhaltigkeit muss nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam gestaltet werden. Der Austausch zwischen Hochschule und Praxis schafft dafür wichtige Impulse – und kann dazu beitragen, aus großen Nachhaltigkeitszielen konkrete Lösungen für die Region und darüber hinaus zu entwickeln.
Ansprechpartnerinnen zur Tagung, Kooperationsprojekten etc.
Prof. Dr. Angelika Sawczyn-Müller, Mitglied der Zentrumsleitung FU³: angelika.sawczyn-mueller(at)w.hs-fulda.de
Miriam Dehler, wissenschaftliche Koordinatorin FU³: fu3(at)w.hs-fulda.de






















