Interaktiver Vortrag "Abfall und Nachhaltigkeit"

15.01.2024

Referentin Simone Beege (Kaleidoskop Wandel) gibt Tipps für die Vermeidung von und den Umgang mit Abfall. Foto: Hochschule Fulda

Rückblick auf den vom Bereich Nachhaltigkeit organisierten Vortrag zum Thema “Abfall und Nachhaltigkeit” am 14.11.2023.

Der Bereich Nachhaltigkeit organisierte am 14.11.2023 einen interaktiven Vortrag "Abfall und Nachhaltigkeit" mit dem Ziel, nötiges Hintergrundwissen und dabei gleichzeitig eine gute Portion Zuversicht zu vermitteln, um den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Die Nachhaltigkeitsreferentin Simone Beege führte dabei die Teilnehmenden in einem Streifzug durch die Geschichte der Entstehung des Erdöls und anderer fossiler Energieträger. Sie stellte dabei einen Bezug zur Entstehung der Treibhausgas-Problematik seit dem Beginn der Industrialisierung her, bis hin zu den heutigen Auswirkungen der daraus entstandenen Klimakrise.  

Sie ging dabei auch darauf ein, wieviel Müll in Deutschland pro Person anfällt und wie Deutschland dabei im europäischen bzw. internationalen Vergleich abschneidet. Interessant war auch die Feststellung, dass tatsächlich nur 14 % unserer Kunststoffe im Sinne von Recycling wiederverwertet werden. Ein gewisser Anteil wird weiterhin in Länder des globalen Südens, darunter einige in Ostasien, verschifft und landet von dort aus oftmals in den Weltmeeren. All dies zusammen verdeutlichte den Zuhörer*innen des Vortrags den Handlungsbedarf in diesem Themenfeld. 

Diese Fakten sollten laut Simone Beege allerdings nicht zur Resignation führen. So führte sie positive Beispiele bei bisherigen Lösungen zur Klimakrise an. Diese kämen aber in unserer Wahrnehmung oftmals nicht, da negative Nachrichten sie überschatten. Wichtig sei es daher, lösungsorientiert zu denken.

Dies würde auf die Politik bezogen bedeuten, dass es mehr Anreize geben muss, den Alltag nachhaltiger zu gestalten. Von vornherein müssen die nachhaltigeren Optionen die einfacheren, günstigeren und bequemeren sein, anstatt einen zusätzlichen Aufwand zu bedeuten.  

Aber auch die Teilnehmenden des Vortrags wurden ermutigt, selbst aktiv zu werden und dabei nach grundlegenden Prinzipien Abfall im Alltag zu vermeiden: Noch bevor die Frage nach dem Recycling von Abfall steht, ist es wichtig diesen 1. zu vermeiden, 2. zu reduzieren und 3. vor dem Neukauf die Möglichkeiten der Wiederverwendung und Reparatur zu nutzen – auch bekannt als „refuse – reduce – repair“.

Dazu gab es mehrere Anregungen der Referentin für die Umsetzung, vom Einkauf von unverpackten Produkten oder Lebensmitteln über Tauschbörsen und Plattformen, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Auch bei Kleidung und Elektrogeräten gibt es viele Optionen, auf Second Hand Angebote zurückzugreifen oder sie für die weitere Verwendung reparieren zu lassen. Anschließend gab es eine rege Diskussionsrunde, bei der noch viele weitere Möglichkeiten für nachhaltigere Alternativen zur Vermeidung von Abfall, auch vor Ort in Fulda, genannt wurden. 

Die Teilnehmenden des interaktiven Vortrags gingen mit neuen Ideen und Anregungen, aber auch insbesondere mit einer guten Portion neuem Mut aus dem Vortrag.