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02.04.2026

50 Studierende der Hochschule Fulda haben erfolgreich den Bachelor-Studiengang Hebammenkunde abgeschlossen. Zum ersten Mal gehören auch Absolventinnen vom Außencampus Marburg dazu.

50 Hebammen der Hochschule Fulda und des Außencampus Marburg absolvieren erfolgreich ihr Studium

FULDA. Ein besonderer Moment für die Gesundheitsversorgung in der Region: An der Hochschule Fulda haben 50 Studierende erfolgreich den Bachelor-Studiengang Hebammenkunde abgeschlossen. Was die Abschlussfeier mit Studiendekanin Prof. Dr. Daniela Zahn in diesem Jahr noch außergewöhnlicher machte: Zum ersten Mal gehören auch Absolventinnen vom Außencampus Marburg dazu – ein Novum in der Geschichte des Studiengangs.

Die Studienzeit war ereignisreich: Von Masken- und Testregelungen aufgrund der Pandemie zu Beginn im Jahr 2022 über Wissen zu Gebärhaltungen und Beckenendlagengeburten bis hin zu den Themen Gesundheitsförderung, Kinderheilkunde und evidenzbasierten Betreuung – in den Jahren des Studiums haben die Studentinnen viel gelernt und gemeinsam erlebt. Bei der Abschlussfeier in dieser Woche auf dem Campus der Hochschule Fulda hob nun Prof. Clara Eidt, Professorin für Hebammenkunde an der Hochschule Fulda, hervor: „Zum Hebammenstudium gehören viele prägende Erinnerungen – an Geburten und Berührungen, Freude über neue Fähigkeiten, aber auch an Momente der Überforderung und des Zweifelns. Sie als Absolventinnen verfügen nun über fundiertes Fachwissen, können als Hebamme handeln und Ihre Entscheidungen begründen – stets mit Blick auf die Frauen und Familien, die im Mittelpunkt Ihrer Arbeit stehen. Ich bin überzeugt, dass Ihr reflektiertes Denken und Ihre vielfältigen Erfahrungen Sie stärken werden und die Entwicklung der Geburtshilfe voranbringen.“

Der Außencampus Marburg, der zur Hochschule Fulda gehört, hat damit seinen ersten Jahrgang erfolgreich durch das Studium begleitet. „Das ist mehr als ein akademischer Meilenstein – es ist ein klares Signal, dass die akademische Ausbildung von Hebammen in der Region weiter an Breite und Bedeutung gewinnt“, betonten die Studiengangsleiterinnen Ina Weisbecker und Prof. Johanna Neumeyer. Die Hochschule Fulda gehört deutschlandweit zu den Pionieren der akademischen Hebammenausbildung: Bereits seit 2012 bot sie den Studiengang Hebammenkunde als Modellstudiengang an – lange bevor die akademische Ausbildung 2020 gesetzlich verpflichtend wurde. Mit dem Hebammenreformgesetz wurde aus dem Modellversuch der neue Standard. „In enger Abstimmung mit der hessischen Landesregierung hat die Hochschule Fulda nach der Gesetzesänderung ihre führende Rolle bei der Hebammenausbildung konsequent ausgebaut und einen zweiten Studienstandort in Marburg etabliert. Dies trägt auch zur Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen der Hochschule Fulda und der Universität Marburg bei, die seit einigen Jahren in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum Fulda und der Hochschule Fulda Studierende der Medizin in Fulda ausbildet“, ergänzte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar.

Breites Netzwerk aus Kooperationskliniken
Möglich wird dieses Studium nur durch ein breites Netzwerk aus Kooperationskliniken – insgesamt 16 Krankenhäuser aus der gesamten Region sind Partner des Studiengangs. Von Kassel, Bad Hersfeld und Schwalmstadt über Fulda und Marburg, Lich und Frankenberg bis hin nach Hanau, Bad Nauheim, Gelnhausen und sogar Meiningen, Bad Salzungen, Eisenach und Würzburg reicht das Verbundnetz. In diesen Kliniken absolvieren die Studierenden ihre praktischen Ausbildungsanteile – nah an den Frauen und Familien, nah am Leben. Ohne dieses Engagement der Partnerhäuser wäre eine akademische Hebammenausbildung in dieser Fläche nicht denkbar.

Ein erfahrenes Team begleitete die Studierenden in der Lehre mit vielfältigen Übungsmöglichkeiten in modernen und gut ausgestatteten Skills- und Simulationsräumen. Die gute und engmaschige Betreuung der Studierenden wird durch Praxisreflexion und Praxisbegleitung ergänzt. Der Außencampus Marburg erweitert die Ausbildungslandschaft der Hochschule Fulda und schafft regionale Zugänge zu einem Studium, das dringend gebraucht wird – denn der Mangel an Hebammen ist bundesweit spürbar.

Mit dem Abschluss verlassen nun 50 gut ausgebildete Fachkräfte die Hochschule. Für viele Familien in der Region beginnt damit eine Begleitung in besten Händen. Passend dazu betonte Studiengangsleiterin Ina Weisbecker bei der Abschlussfeier: „Dieser Tag gehört Ihnen, liebe Absolventinnen – und er ist längst verdient. Hinter Ihnen liegen Jahre voller Lernstoff und langer Schichten, früher Morgenstunden und bewegender Momente. Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der Menschen in einem der bedeutsamsten Augenblicke ihres Lebens begleitet – und genau das werden Sie von nun an sein: eine verlässliche, kompetente Begleitung für Frauen und Familien.“