Strategisches Abkommen unterzeichnet
11.09.2025
Vertieften die Partnerschaft ihrer Hochschulen (von links): Julia-Sophie Rothmann (Leiterin des Fuldaer International Office), Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Ritter, Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar, Dr. Eric Bitterbaum (Präsident SUNY Cortland) und Dr. Ann McClellan (Vizepräsidentin SUNY Cortland). Foto: Hochschule Fulda
Die Hochschule Fulda hat ihre langjährige Zusammenarbeit mit ihrer Partneruniversität State University of New York (SUNY) in Cortland weiter intensiviert: Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar und SUNY-Präsident Dr. Eric Bitterbaum unterzeichneten kürzlich während eines dreitägigen Besuchs ein strategisches Partnerschaftsabkommen. Damit soll die bewährte Kooperation in Forschung, Lehre und Studierendenaustausch gezielt ausgebaut und langfristig gesichert werden.
„Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens heben wir unsere Partnerschaft auf ein neues Level“, betonte SUNY-Präsident Bitterbaum. Hochschulpräsident Khakzar unterstrich: „Gerade in global schwierigen Zeiten setzen wir bewusst ein Zeichen für die enge Verbindung mit unseren amerikanischen Partnern und Freunden.“
Die Hochschule Fulda pflegt seit 2011 eine enge Kooperation mit SUNY Cortland, die sich über nahezu alle Fachbereiche erstreckt. Im Mittelpunkt stehen Studierendenmobilität, gemeinsame Lehrangebote und Forschungsprojekte. Bisher haben rund 90 Studierende beider Hochschulen ein Auslandssemester absolviert, zudem nehmen regelmäßig Cortland-Studierende an der International Summer University in Fulda teil. „Die Kolleginnen und Kollegen der SUNY Cortland haben uns ein umfangreiches Programm geboten – beeindruckt waren wir insbesondere von den herausragenden Sportanlagen und von der weiteren räumlichen Ausstattung auf dem Campus“, so Khakzar.
Auch die Leiterin des International Office, Julia-Sophie Rothmann, die in die USA mitgereist war, zog ein positives Fazit: „Die Reise war ein voller Erfolg und hat unsere Beziehungen noch einmal vertieft. Besonders die Herzlichkeit und Wertschätzung unserer amerikanischen Partner haben den Austausch sehr bereichert – beste Voraussetzungen für die Weiterentwicklung unserer strategischen Partnerschaft.“
Im Gespräch mit Dr. Ann McClellan, Provost and Vice President for Academic Affairs, diskutierte die Fuldaer Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Martina Ritter, Möglichkeiten zur Intensivierung gemeinsamer Forschungsprojekte. „Einen vielversprechenden Ansatz bietet die so genannte ,Fulda Group‘, in der sich Forschende verschiedener Fachbereiche zusammengefunden haben, die bereits mit Fuldaer Kolleginnen und Kollegen kooperieren. Hier konnten wir konkrete Interessen und gemeinsame Forschungsfelder ausloten“, erklärte Ritter.
Neben dem Aufenthalt in Cortland besuchte die Fuldaer Vizepräsidentin gemeinsam mit Prof. Dr. Sabine Pfeffer, Studiendekanin des Fuldaer Fachbereichs Sozialwesen, dann auch die Adelphi University in New York City. Beide führten Gespräche mit Präsident Dr. Christopher Storm und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Universität. Dabei ging es um die Ausweitung des bereits bestehenden Austauschs im Bereich Soziale Arbeit auf weitere Fachbereiche sowie um neue Forschungskooperationen.
Wie Hochschulpräsident Khakzar berichtet, stehen Gespräche mit US-amerikanischen Universitäten derzeit fast immer auch im Zeichen der Politik unter US-Präsident Donald Trump. „Während in Deutschland das Grundgesetz aus gutem Grund die Freiheit der Wissenschaft schützt, versucht die Trump-Administration seit der Amtsübernahme durch milliardenschwere Kürzungen massiven Einfluss auf das US-amerikanische Universitätssystem zu nehmen“, betont Khakzar. So sei auch die Fuldaer Partneruni in Cortland davon betroffen. Ihr wurden beispielsweise Fördermittel für die Forschung zum Klimawandel oder zu Geschlechtergerechtigkeit ganz oder teilweise gestrichen.
Abgerundet wurde die USA-Reise dann auch durch die Teilnahme an der jährlich stattfindenden GAIN-Konferenz (German Academic International Network) – dem größten Treffen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nordamerika, die eine Rückkehr in das deutsche Hochschulsystem planen. Hochschulpräsident Khakzar sagte: „In diesem Jahr fand die Konferenz in Boston statt und war aufgrund der jüngsten Entwicklungen im US-amerikanischen Universitätssystem mit über 600 Teilnehmenden komplett ausgebucht.“
Die Hochschule Fulda war am Gemeinschaftsstand der deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) vertreten. Unter ihrer Federführung wird die bundesweite Kampagne „Karriere mit Wirkung – die HAW-Professur“ koordiniert. „Die GAIN-Konferenz ist eine hervorragende Gelegenheit, die Vorzüge einer HAW-Professur bekannter zu machen und promovierte Nachwuchswissenschaftler (Postdocs) für eine Karriere in Deutschland zu gewinnen“, betonte Khakzar und fügte hinzu: „Die Postdocs, mit denen ich gesprochen habe, waren positiv überrascht von den attraktiven Möglichkeiten, die sich ihnen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften für ihre akademische Karriere erschließen.“
Darüber hinaus nutzte die Fuldaer Delegation die Gelegenheit zum Austausch mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung. So nutzten Karim Khakzar und Julia-Sophie Rothmann die Konferenz unter anderem zu Gesprächen mit dem hessischen Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, sowie Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.