Vortrag

01.04.2026

Kultur, die Praxis der kulturellen Bildung und Soziale Arbeit

Jutta Buchner-Fuhs

am 30. April ab 16.00 Uhr in R 21.222

„Kultur gehört seit langem zu den vernachlässigten Gebieten Sozialer Arbeit“ ist auf dem Klappentext einer Aufsatzsammlung von Rainer Treptow (2001) zu lesen. Dieser Befund ist also nicht neu und über 25 Jahre später stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, ein eher randständiges Thema in den Mittelpunkt des aktuellen Kolloquiums zu rücken. Wo gibt es Anknüpfungspunkte, die dazu anregen können, in Zeiten der multiplen Krisen und täglich eskalierender Kriege über Kultur und Bildung nachzudenken?

Zunächst soll es darum gehen, Kultur und Bildung in ihren begrifflichen Horizonten auszuleuchten. Unschärfen werden sicht-bar, die, genauer betrachtet, Möglichkeitsräume eröffnen. Im UNESCO Framework for Culture and Arts Education (2024) wird herausgestellt, dass „Bildung neu zu denken“ und in „kulturelle Ressourcen zu investieren“ sei. Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ (BMBFSFJ) ist nur ein Beispiel, kulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen sozial und politisch auszurichten. Nicht zuletzt zeigen Auseinandersetzungen um kulturelle Bildung, „dass der gesamte soziale Raum bildungsrelevant ist“ (Sting 2022: 243).

Im Vortrag werden exemplarisch die Themen „Bildungs- und Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen“ sowie „Sozialräumliche Perspektiven auf Bildung und Kultur“ vertieft. In der Diskussion soll u.a. dazu eingeladen werden, eigene Sicht- und Deutungsweisen zu reflektieren und Bezüge zum Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda herzustellen.

Das Kolloquium ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos. Studierende und die interessierte Fachöffentlichkeit sind herzlich willkommen.