Wie fürsorglich ist die Wissenschaft?
Projektauftakt und Teilnehmer*innenaufruf

23.04.2025

Teilprojekt „DoSo“ startete im Februar 2025 am Fachbereich Gesundheitswissenschaften

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Sorgeverantwortungen und -bedarfen mit Tätigkeiten an der Hochschule werden einerseits programmatisch gefordert. Andererseits trifft sie nicht immer die Lebenswirklichkeit der Hochschulangehörigen. Im Sinne geltender Gleichstellungs- und Diversityprinzipien sind Hochschulen aufgefordert alle Personengruppen in ihren Belangen diversitätsgerecht zu berücksichtigen (etwa bukof; diversity audit des Stifterverbands).

Das Verbundprojekt „Wissenschaft und Sorge (WiSo)“ setzt an diesem Aspekt an, mit dem Ziel Sorge(verantwortung) an der Hochschule intersektional-explorativ zu untersuchen, Bedarfe auszuloten und Handlungsempfehlungen zu liefern. Explorativ ist das Vorgehen, da bisher kaum Sorge(verantwortung) (in) der Hochschulforschung Berücksichtigung erfährt. Dieses Vorhaben wird unter der intersektionalen Perspektive durchgeführt, indem die Differenzdimensionen wie Körper, Klasse, Geschlecht und Race, die in ihrer Überschneidung zu Mehrfachstigmatisierung und -diskriminierung führen können, einbezogen werden. Der Verbund umfasst insgesamt vier Teilprojekte (siehe Infos zu den Projektpartnerinnen), die ineinandergreifend konzipiert sind. Am Fachbereich Gesundheitswissenschaften startete im Februar 2025 unter der Projektleitung von Prof. Dr. Eva Tolasch und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Janet-Lynn Holz (M.A. Soziologie) das Teilprojekt „Hochschulpolitiken der dokumentierten Sorge im Lichte der Diversitätsgerechtigkeit“ – kurz „DoSo“. In diesem Teilprojekt wird die normative Verhandlung von Sorge basierend auf einer Dokumentenanalyse (re)konstruiert. Zentrale Steuerungsdokumente können Strategiepapiere, Richtlinien, Verordnungen, aber auch Hochschulentwicklungspläne und Gleichstellungs- und Diversitykonzepte sein.

Infos zu den Verbundpartnerinnen:

Die drei weiteren Projektpartnerinnen sind an der Frankfurt University of Applied Sciences (Dr. Hanna Haag (Lead), Dr. Annette Hilscher), an der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Saphira Shure, Ayşe-Nur Yalçınkaya) und an der Universität zu Köln (Prof. Dr. Julia Reuter, Anja Mallat) angesiedelt. Die Projektpartnerinnen führen dabei Gruppendiskussionen mit Promovierenden, Post-Docs, Hochschulsekretär*innen und Interviews mit Expert*innen durch. Aufruf zur Teilnahme an der Studie „Wissenschaft und Sorge“ an der Hochschule Fulda: Sie sind in der Position Hochschulsekretär*in, Promovierende oder Post-Doc an der Hochschule Fulda? Übernehmen Sie an der Hochschule Verantwortung für Themen wie Gleichstellung, Diversity oder Ähnliches? Sind Sie in Sorgebeziehungen mit z.B. Studierenden, Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen, Forschungsteilnehmenden oder Ähnlichen eingebunden und setzen sich mit dem Thema der (Sorge-)Verantwortung auseinander?

Dann freuen wir uns sehr über Ihre Bereitschaft an einem Interview bzw. Gruppendiskussion teilzunehmen. Schreiben Sie uns gerne eine Mail (janet-lynn.holz(at)gw.hs-fulda.de). Sie werden dann an die jeweiligen Kolleg*innen im Verbundprojekt weitergeleitet. Alternativ können Sie gerne auch die entsprechenden Kolleg*innen direkt anschreiben. Die Kontaktdaten sowie weitere Infos zum Verbund finden Sie unter:  www.frankfurt-university.de/de/hochschule/fachbereich-4-soziale-arbeit-gesundheit/forschung-am-fb-4/forschungsinstitute/gender-und-frauenforschungszentrum-der-hessischen-hochschulen-gffz/wiso-startseite/

Freundliche Grüße von Janet-Lynn Holz & Eva Tolasch