Neue Studie
Wo die Resilienz von Supply Chains noch hakt

01.10.2026

Mit "Supply Chain Horizons 2026" hat Prof. Dr. Michael Huth, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management, ein neues empirisches Studienformat des Fachbereichs Wirtschaft gestartet.

Unter Mitarbeit von Paola Camerzan wurden zwischen dem 22. Juli und dem 20. August 2026 insgesamt 206 Supply-Chain-Verantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum zu Risikomanagement und Resilienz in ihren Lieferketten befragt.

Ein zentrales Ergebnis: Die Befragten schätzen ihre kundenseitigen (Outbound-) Lieferketten deutlich resilienter ein als ihre lieferantenseitigen (Inbound-) Lieferketten (Mittelwerte 5,2 vs. 4,5 auf einer Skala von 1 bis 7). Als plausible Ursache identifiziert die Studie mangelnde Transparenz jenseits des unmittelbaren Lieferanten. Auch bei den Fähigkeiten, die Unternehmen für den Aufbau von Resilienz benötigen, zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit - am größten bei Schnelligkeit und Flexibilität. "Die eigene Lieferkette endet für viele Unternehmen gefühlt an der ersten Lieferstufe", erklärt Huth. "Wer die Resilienz seiner Supply Chain spürbar verbessern will, sollte deshalb genau dort ansetzen, wo die Sichtbarkeit heute am geringsten ist."

Der vollständige Bericht steht kostenfrei über den Dokumentenserver der Hochschule Fulda zur Verfügung: https://fuldok.hs-fulda.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/1243. Eine ausführlichere Einordnung der Ergebnisse hat Prof. Dr. Huth in seinem Blog veröffentlicht: https://michael-huth.info/blog/.