02.11.2026 — 18:00 bis 19:30 Uhr CET

Online-Ringvorlesung Theoretische Diskurse

Macht (in) der Sozialen Arbeit


Inhalt:

Theoretische Entwürfe Sozialer Arbeit sowie theoretische Diskurse zu grundlegenden Querschnittsfragen – wie etwa Macht, Kontrolle, Differenz, Organisation, Professionalität und gesellschaftliche Ungleichheit – liefern relevante Perspektiven darauf, wie soziale Probleme entstehen, gedeutet und bearbeitet werden. Sie richten den Blick auf Lebenslagen von Adressat:innen, auf professionelle Beziehungen, institutionelle Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Konfliktlinien. Zugleich verändern sich diese theoretischen Zugänge mit den historischen, politischen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen, unter denen Soziale Arbeit stattfindet. 

Die Ringvorlesung „Theoretische Diskurse“ thematisiert begrifflichtheoretische Grundfragen ebenso wie professionsspezifische Anknüpfungspunkte Sozialer Arbeit. Sie fragt nach der Tragfähigkeit unterschiedlicher theoretischer Diskurse für aktuelle Entwicklungen in konkreten Handlungsfeldern und professionellen Kontexten – etwa in Beratung, Hilfeplanung und Betreuung, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Bearbeitung von Migration und Flucht, in der Arbeit mit Familien, in sozialräumlichen Angeboten sowie in Organisationen und institutionellen Kooperationen. Dabei geraten spannungsgeladene Themenfelder wie Digitalisierung, Mediatisierung, soziale Medien und Künstliche Intelligenz, ökologische und ökonomische Krisen, wachsende soziale Ungleichheiten, Diskriminierungsverhältnisse sowie autoritäre Tendenzen in Politik, Institutionen und öffentlichen Diskursen in den Blick. 

Im Wintersemester steht die Frage im Zentrum, wie sich Soziale Arbeit theoretisch, empirisch und professionell fassen lässt, wenn Macht nicht als Randphänomen, sondern als Grundbedingung ihres Handelns verstanden wird. Macht zeigt sich in der Sozialen Arbeit in professionellen Beziehungen, in organisationalen und rechtlichen Vorgaben, in Verfahren der Fallkonstruktion und Dokumentation, in Hilfe- und Kontrollprozessen, in Fragen von Paternalismus und Zwang sowie in Diskriminierungs- und Gewaltverhältnissen. Die Ringvorlesung fragt danach, wie Macht verstanden, organisiert, ausgeübt und reflektiert werden kann – und welche Bedeutung dies für ein kritisches, demokratisches und machtsensibles professionelles Handeln in Sozialer Arbeit hat.

Veranstalter:innen:
Prof. Dr. Cornelia Füssenhäuser, Hochschule RheinMain
Prof. Dr. Rita Braches-Chyrek, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Prof. Dr. Martin Staats, Frankfurt University of Applied Sciences 
Prof. Dr. Nikolaus Meyer, Hochschule Fulda
 

Termine:


02.11.2026
Macht verstehen – Begriffe, Theorien und Grundfragen professioneller Intervention
 

23.11.2026
Macht organisieren – Institutionen, Organisationen und Kooperationen der Sozialen Arbeit
 

14.12.2026
Macht ausüben – Deutungsmacht, Diskriminierung und Interventionen im professionellen Handeln
 

18.01.2027 (ACHTUNG: diese Veranstaltung von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr)
Macht reflektieren – Differenz, Verstrickungen und neue Machtarenen der Sozialen Arbeit

 

Die Veranstaltung findet jeweils zwischen 18.00 Uhr und 19:30 Uhr s.t. statt. 

Infos & Zoom Link
 

Veranstaltungssprache:

Deutsch

Veranstalter:

Cornelia Füssenhäuser, Rita Braches-Chyrek, Martin Staats , Nikolaus Meyer, nikolaus.meyer(at)sw.hs-fulda.de

Veranstaltungsort:

online

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