Forschungsprojekt

Weiterentwicklung der Frühen Hilfen

Langzeitbeobachtung und Einbindung des sozialen Umfelds

Ausgehend von der Thematisierung des Kindeswohls und der Prävention von Kindesvernachlässigung und -misshandlung haben sich die „Frühen Hilfen“ von einem Aktionsprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu einem gesetzlich verankerten Regelwerk im Bundeskinderschutzgesetz entwickelt. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden Familien mit einem besonders intensiven Unterstützungsbedarf. Zahlreiche Studien beschreiben eine wechselseitige Beeinflussung von Sozialstatus und Gesundheit, mit dem Ergebnis von langfristig geringeren  bei Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien. Somit geben gesundheitliche Indikatoren präzise Auskunft zu sozialen Aspekten im Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen. Die Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre sind wichtige Zeitfenster für Gesundheit und Krankheit im späteren Leben. Das Projekt ist auf die Nachhaltigkeit solcher Instrumente Frühen Hilfen gerichtet und fokussiert die sozialen und sozialräumlichen Ressourcen der jungen Familien.

Ziele
Insgesamt zielt das Projekt auf die nutzerorientierte Weiterentwicklung und die Vorbereitung der Frühen Hilfen auf künftige Aufgaben:

  1. Langzeitbeobachtung der teilnehmenden Eltern an Maßnahmen der Frühen Hilfen
  2. Einbindung des (werdenden) Vaters und des sozialen Umfelds (Sozialräumliche Ressourcen)

Methoden
Langzeitbeobachtung: partizipative Erarbeitung von quantiativen Erhebungsinstrumenten mit ehemaligen teilnehmenden Familien und Familienhebammen.  Gesundheitliche und soziale Indikatoren werden hiermit im 2-Jahres-Rhythmus erhoben (Zugang zu den Familienhebammen über die Familienhebammen). 

Analyse des sozialen Umfelds: Statuserhebung zur Angebotsstruktur für (werdende) Eltern, insb. Väter sowie zur momentanen Einbindung, Zufriedenheit und möglicher Ausbaupotentiale in der Phase der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre. 

Parallel wird das soziale Umfeld der Familien analysiert, um Aussagen über die sozialen Ressourcen der nicht organisierten Basisnetzwerke (z.B. Verwandte, Freundeskreis) und gering organisierten informellen Netzwerke (insb. Nachbarschaft Beziehungen zu Intermediären) treffen zu können und Anknüpfungsmöglichkeiten für niedrigschwellige Unterstützungen zu identifizieren.

Projektinformation

Schlagworte:
Frühe Hilfen, gesundheitliche Ungleichheit, perinatale Programmierung, Langzeitbeobachtung, soziales Umfeld

Förderung: 
Stadt Fulda, Landkreis Fulda, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration und Hochschule Fulda

Projektlaufzeit: 
05/2014 – 10/2017

Projektteam

Projektmitarbeiterin

Anke Günther

Dr.

Anke Günther

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude 40, Raum 211
Dr. Anke Günther +49 661 9640-387
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
Bürozeiten
Di-Mi 9.30 - 17.00 Uhr Do-Fr 9.00 - 12.00 Uhr (Telearbeit)

Projektmitarbeiterin

Julia Brunner

Julia Brunner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / M.A. Sozialpädagogik in der Aus-, Fort- und Weiterbildung / B.A. Soziale Arbeit

Gebäude 21, Raum 223
Julia Brunner +49 661 9640-2419
Sprechzeiten
Termine nach Vereinbarung

Projektmitarbeiterin

Malin Reibstein

Malin Reibstein

Projektmitarbeiterin

Malin Reibstein +49 661 9640-

Projektmitarbeiterin

Helena Ludwig-Walz

Helena Ludwig-Walz

Projektmitarbeiterin • Doktorandin

Gebäude 32
Helena Ludwig-Walz +49 661 9640-1012
Sprechzeiten
Termine nach Vereinbarung
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