Interprofessionelles Management in der Gesundheitsversorgung (M.Sc.)

Auf einen Blick

Name des Studienangebots
Interprofessionelles Management in der Gesundheitsversorgung (M.Sc.)
neu ab Wintersemester 21/22
Fachbereich
Pflege und Gesundheit
Abschluss
Master of Science (M.Sc.)
Art des Studiums
Präsenzstudium
Regelstudienzeit
4 Semester
Studienbeginn
Wintersemester
Bewerbungsfrist
2. Mai bis 30.September
Zulassungsbeschränkung
Der Studiengangs ist zulassungsbeschränkt.
Zulassungsvoraussetzungen
A) Bachelor-Prüfung in einem Studiengang mit Schwerpunktsetzung im Gesundheits- oder Pflegemanagement oder in einem gesundheitswissenschaftlichen Studiengang mit einem Notendurchschnitt von 2,5 oder besser ► nachweislich mind. 80 ECTS-Punkte managementbezogene Inhalte sowie mindestens 20 ECTS-Punkte wissenschaftliche Methodeninhalte ► mindestens 6 Monate Berufpraxis einer Einrichtung des Gesundheitswesens B) Abschluss eines wirtschaftswissenschaftlichen Studiums mit einem Notendurchschnitt von 2,5 oder besser und mindestens 12 Monate einschlägige berufspraktische Erfahrung in einer Einrichtung des Gesundheitswesens
Unterrichtssprache
Deutsch mit englischsprachigem Anteil
Sprachvoraussetzungen
Für internationale Studierende: Deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau DSH 2 (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) spätestens am Tag der Immatrikulation. Zum Zeitpunkt der Bewerbung ist ein niedrigeres Niveau ausreichend. Bewerbungen bis zum 30. April: B 1 oder äquivalent, Bewerbungen ab 1. Mai: DSH 1 bzw. B 2 oder äquivalent.
Besonderheiten
Die Präsenztage des Studiengangs sind Montag, Dienstag und Mittwoch.

Um was geht‘s?

Der Masterstudiengang „Interprofessionelles Management in der Gesundheitsversorgung“ (IPMG) soll Sie dazu befähigen, als Führungskraft in komplexer werdenden Organisationen der Gesundheitsversorgung agieren zu können. Sie entwickeln Kompetenzen um gemeinsames Handeln in der Gesundheitsversorgung zu analysieren, zu planen und zu steuern und entfalten die Fähigkeit zur partizipativen Führung. Im Studium wird eine optimale Verbindung zwischen bereits erfahrener praktischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Kompetenz geschaffen. Schwerpunkte des interprofessionellen Kontexts sind unter anderem "Gesundheitsrecht", „Mensch-Technik-Innovation“, „professionskoordinierendes Controlling“ (siehe "Wie läuft das Studieum ab).

Mit dem Studium können Sie
•    adäquat Managementinstrumente einsetzen,
•    Entscheidungen unter Abwägung der unterschiedlichen professionsgebundenen Sichtweisen treffen sowie diese im interprofessionellen Kontext umsetzen,
•    berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit in Organisationen stärken, um Synergien zur Bewältigung komplexer Anforderungen zu entwickeln und zu nutzen,
•    theoretisch fundiert entscheiden und verantworten, z.B. über Therapien, Konzepte oder auch (Neu-)Anschaffungen,
•    im Sinne des Praxistransfers aus Entscheidungen Prozesse ableiten und im Handlungsfeld steuern,
•    Sachverhalte aus verschiedenen Sichtweisen heraus reflektieren und
adressatengerecht kommunizieren.

 

Für wen ist das was?

Der Studiengang eignet sich für Sie, wenn Sie Absolventin oder Absolvent eines Bachelorstudiengangs mit Schwerpunkten in Bereichen des Gesundheits- oder Pflegemanagements sind oder wenn Sie eine grundständige Ausbildung in einem Gesundheitsberuf abgeschlossen haben und über einen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorabschluss verfügen.

Wie läuft das Studium ab?

Das Studium ist in drei Schwerpunkte gegliedert:

1.) Im Schwerpunkt „Leitung und Führung interprofessioneller Teams“ werden Ihre sozialen Kompetenzen im interprofessionellen Kontext und die mehrdimensionale Entscheidungsfähigkeit in komplexen Situationen gestärkt. Hier sind die Veranstaltungen „Führung und Kommunikation im interprofessionellen Kontext“ und „Entscheidungsfindung in interprofessionellen Teams I und II“ verortet.

2.) Im Schwerpunkt „Management der interprofessionellen Gesundheitsversorgung“ vertiefen Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Gesundheitswesen maßgeblich Entscheidungen beeinflussen, mit „Gesundheitsrecht“. Um interprofessionelles Handeln in Organisationen koordinieren und steuern zu können, ist ein „professionskoordinierendes Controlling“ notwendig. Im Weiteren werden die Besonderheiten des „kooperativen Managements“ im interprofessionellen Kontext in größer und komplexer werdenden Organisationen mit vielfältigen sektoralen und berufsübergreifenden Schnittstellen aufgezeigt. Management in der Gesundheitsversorgung wird durch die „Gesundheitssystemgestaltung“ geprägt, weshalb ein entsprechendes Verständnis dafür geschaffen werden muss. Ein starker Einflussfaktor für das Management im interprofessionellen Kontext ist die „Mensch-Technik-Innovation“. Insbesondere die Digitalisierung, durch die die Bedingungen der übergreifenden Zusammenarbeit beeinflusst werden, spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Des Weiteren können Sie mit einem Wahlpflichtmodul Ihr Profil schärfen. Mit diesem Wahlmodul wird Ihr Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge, in die das Managementhandeln im Gesundheitswesen eingebettet ist, gefördert und entwickelt (Module können z. B. sein: Altern in Europa; Ethische Aspekte im interprofessionellen Entscheidungshandeln in Gesundheitsorganisationen; Gesundheitsförderung; Normatives und Strategisches Management; Soziologie der Gesundheit; Teilhabe an Gesundheit).

3.) Im dritten Schwerpunkt werden Ihre Forschungskompetenzen ausgebaut und vertieft. Grundlage ist die Veranstaltung „Forschungsmethoden“, die auch statistische Werkzeuge zum Inhalt hat. Im zweiten Semester startet das zweisemestrige „Forschungsprojekt“. So abgestuft gelingt auf wissenschaftlich hohem und theoretisch fundiertem Niveau eine professionsübergreifende patientenzentrierte Sichtweise auf Problemstellungen in der interprofessionellen Gesundheitsversorgung. Sie können somit an der Entwicklung von Lösungsansätzen für das Management interprofessioneller Gesundheitsversorgung arbeiten. Den Abschluss bildet Ihre Masterthesis.

 

Was kommt danach?

Im Anschluss an einen sehr guten erfolgreichen Masterabschluss können Sie möglicherweise als wissenschaftliche Nachwuchskraft ein Promotionsverfahren zum Dr. Public Health an der Hochschule Fulda durchlaufen. Alternativ übernehmen Sie in einer Gesundheitsorganisation Aufgaben auf Leitungsebene, insbesondere, wenn Sie bereits Erfahrung im jeweiligen Berufsfeld mitbringen. Potenzielle Arbeitgeber sind insbesondere Kliniken, Pflegeeinrichtungen, ambulante Versorgungseinrichtungen, MVZs, Pflegestützpunkte, Medizinischer Dienst der Krankenkassen, Krankenkassen, Forschungseinrichtungen, Forschungsprojekte und Beratungsfirmen.

Aufgabenfelder sind beispielsweise (abhängig von der jeweiligen Berufserfahrung und dem individuellem Profil):
•    Einrichtungsleitung oder Assistenz der Geschäftsführung bzw. Pflegedirektion
•    Pflegedienst- oder Stationsleitung
•    Referats-/Bereichsleitung
•    Projektleitung/-management
•    Leitung von MVZs/Management interprofessioneller Versorgungsstrukturen
•    Behandlungsüberleitung/Patientensteuerung/ Case Management
•    Einsatzfelder in den Funktionsbereichen des Managements von Gesundheitsorganisationen wie z.B. (Personal-, Qualitäts- und/oder Risikomanagement, (Medizin) Controlling, Verwaltung und Organisationsentwicklung.


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