Mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht: Studieren an der Hochschule Fulda

Hallo, mein Name ist Caroll-Ann. Ich studiere aktuell „International Management“ an der Hochschule Fulda und möchte ich euch einen persönlichen Eindruck in mein Studium geben.

Bevor ich zum Studium gefunden habe, war ich mehrere Jahre als Hotelfachfrau tätig. Dabei habe ich auch einen Teil dieser Zeit im Ausland verbracht. So sehr mir der Beruf auch Freude bereitete, so machte sich in mir im Laufe der Zeit das Gefühl breit, dass ein „Tapetenwechsel“ stattfinden musste. Ich spielte mit dem Gedanken, mich irgendwann im Leben einmal selbstständig machen zu wollen. Dafür wollte ich mir das nötige Knowhow und Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge aneignen. Das Ganze sollte bestmöglich mit den Aspekten verbunden werden, die ich bei meiner Arbeit im Ausland zu lieben und schätzen gelernt habe, nämlich das Arbeiten in einem internationalen Kontext mit Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Ich wollte auch bewusst die Erfahrung machen, an einer Hochschule oder Universität zu studieren, um am eigenen Leib mal den Studentenalltag zu erleben. Oder wie es ist, in einer Mensa zu essen und Kommilitoninnen und Kommilitonen zu haben, mit denen man gemeinsam lernt, feiert und die Freizeit neben dem Studium teilt. Ich wollte WG-Parties und Unterhaltungen mit Menschen führen, die Dinge hinterfragen, vielleicht die eigenen Ansichten herausfordern oder zumindest bereichern.

Diese Überlegungen führten mich dazu, herauszufinden, welche Möglichkeiten sich mir anboten, um diese Ziele zu verwirklichen. Nach einiger Recherche wurde ich dann auf die Hochschule Fulda aufmerksam, welche den Bachelorstudiengang „Internationale Betriebswirtschaftslehre“ anbot. Die Studiengangbeschreibung klang sehr interessant. Sie berücksichtigte meinen gewünschten Bezug auf einen internationalen Kontext und beinhaltete sogar das Erlernen interkultureller Kompetenzen. Perfekt! Ich bewarb mich umgehend für den Studienplatz und wartete auch glücklicherweise nicht lange, bis ich die Zusage für die Hochschule Fulda in den Händen hielt.

Das Studium war sehr breit gefächert, abwechslungsreich und bot mir einen Einblick in viele verschiedene Bereiche. Es gefiel mir sehr gut, dass mir während des Bachelorstudiums juristische Grundkenntnisse vermittelt wurden - ein Bereich, den ich sehr interessant fand, mit dem ich aber bisher nicht in Berührung gekommen war. Auch hat mich das Erlernen von Führungs-und Sozialkompetenzen sehr angesprochen.

Ich habe Freude daran, Fremdsprachen zu erlernen und zu sprechen. Demnach war es für mich ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Hochschule Fulda, dass gut die Hälfte der in einem Semester angebotenen Module auf Englisch gehalten werden. Zusätzlich bietet die Hochschule noch weitere Möglichkeiten an, mittels Präsenzveranstalungen beziehungsweise mithilfe einer eLearning-Plattform, Fremdsprachen zu erlernen. Diese Gelegenheit habe ich direkt wahrgenommen und Spanisch und Arabisch gelernt.

Ein persönliches Highlight meines Bachelorstudiums war mein Auslandssemester, welches ich an der Universität in Huelva im sonnigen Andalusien absolvierte. Nicht nur die milden Temperaturen machten es zu einem besonderen Wintersemester. Besonders die tollen Menschen, die ich kennengelernt habe, trugen dazu bei, dass ich eine schöne Zeit mit vielen Erfahrungen erleben durfte.

Nachdem ich das Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen hatte, ging ich erstmal für nahezu ein Jahr arbeiten, bevor ich mein Studium mit dem Masterstudiengang „International Management“ fortsetzte. Ich habe mich für das Masterstudium entschieden, weil ich mich beruflich breiter aufstellen und das aus dem Bachelorstudium erlangte Wissen weiter vertiefen wollte.

Das Masterstudium ist vom Modulaufbau dem Bachelorstudium ähnlich. Dennoch ist es um einiges herausfordernder. Man erstellt viele Präsentationen und führt in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Gruppenarbeiten durch. Beide Tätigkeiten sind mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und müssen mit dem Aufarbeiten des Lernstoffes, dem Job zur Studienfinanzierung sowie mit Freizeit koordiniert werden. Deshalb muss man seine Zeit gut koordinieren, wenn man vorhat, das Studium innerhalb der kurzen Zeit von 3 Semestern zu bewerkstelligen.

Im Großem und Ganzen kann ich sagen, dass das Bachelor- und vor allem das Masterstudium mit viel Arbeit, Selbstorganisation und Disziplin verbunden sind. Außerdem wird man im Laufe des Studiums irgendwann mal der einen oder anderen unangenehmen Situation begegnen. So wird man zum Beispiel vielleicht mit Prüfungsangst zu kämpfen haben. Oder das Schreiben der Hausarbeit fällt dir schwer, da du eine Schreibblockade hast. Vielleicht stellst du aber auch fest, dass du am Ende des Semesters die Klausur in dem einen oder anderen Modul nicht mitschreiben möchtest, weil dir zum Ende hin die Zeit fehlt, um ausreichend dafür zu lernen. Was immer es sein mag, es findet sich immer ein Weg. Denn ich kann dir versichern, dass es deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen ähnlich ergeht. Deswegen hilft es oftmals schon, das Gespräch zu suchen. Auch die Hochschule unterstützt dich in vielerlei Hinsicht. Sei es, um von der Schreibwerkstatt Hilfestellung beim Schreiben deiner Hausarbeit oder dem richtigen Lernen zu erhalten, oder bei Schwierigkeiten im Studium mit einem der Studienberaterinnen und Studienberater zu reden, um zusammen eine Lösung für dein Problem zu finden.

Doch auch wenn der Studienalltag stressig sein kann, so gibt es doch mindestens genauso viele positive Aspekte, die ihn bereichern. Man denke nur an die tollen Menschen, die ich im Laufe meines Studiums kennen- und schätzen gelernt habe. Menschen, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, weil man sich unter dem Semester und speziell während der Klausurvorbereitung in Lerngruppen gegenseitig motiviert und unterstützt hat. Mit denen man sich mittags in der Mensa über die Vorlesung aufgeregt hat, um dann im nächsten Moment über die lustigen Erlebnisse vom letzten Wochenende zu lachen.

Auch werde ich nie die Momente vergessen, in denen eine Kommilitonin mich im größten Lernstress während des Bachelorstudiums an Folgendes erinnerte: “Die Suppe wird heißer gekocht, als sie gegessen wird.“ Dieser Spruch war in dem Moment nicht nur lustig, sondern hat sich im Nachhinein auch immer bewahrheitet.

Generell habe ich mich während des Bachelor- und Masterstudiums sehr weiterentwickelt und nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viele Dinge gelernt.

So habe ich kurioserweise während des Studiums festgestellt, wie sich meine ursprüngliche Abneigung Mathematik und Statistik gegenüber ins Gegenteil verwandelt hat. Vor allem aktuell im Masterstudium macht mir das Modul Statistik sehr viel Spaß, da es mir nicht nur hilft, Zusammenhänge zu entdecken und zu verstehen, sondern mir auch ermöglicht, mit diesem Wissen im Rahmen meiner Masterthesis Daten erheben und auswerten zu können. Ich habe gelernt, dass es gerade während der stressigen Klausurenphase wichtig ist, auch mal Luft zu holen und sich zu entspannen. Und dass es sehr hilfreich ist, mit Kommilitonen Lerngruppen zu bilden. Durch regelmäßige Treffen wird es automatisch viel einfacher, am Ball zu bleiben. Auch das Lernen ist viel nachhaltiger und effektiver, wenn man sich gegenseitig die Lerninhalte erklärt. Man entdeckt, dass man sich immer hier und da in PowerPoint und Excel aushelfen und einige Tricks und Kniffe beibringen kann, die der andere noch nicht kannte. Soziale Kontakte, mit denen man sich auch anderweitig austauschen und Zeit verbringen kann, ergeben sich da schnell. Man erreicht im Semester durch Kooperation so viel mehr als im gegenseitigen Wettbewerb, wie ich es leider dennoch oft beobachtet habe. Schließlich sitzen du und deine Kommilitonen ja „im selben Boot“.

Ich kann schlussfolgernd beide Studiengänge jedem empfehlen, der sich für wirtschaftliche Fragestellungen im Kontext mit anderen Kulturen und Sprachen interessiert und davon träumt, später in einem internationalen Unternehmen zu arbeiten, um länderübergreifende Aufgaben zu managen. Wenn du Interesse, Engagement aber auch eine offene Einstellung mitbringst, wirst du später als kreativer Problemlöser bei interkulturellen Problemlösungen hervorgehen.

Hast du Fragen zu meinem Studium?

Dann melde dich gern:
campus-crew@hs-fulda.de