Lehrinhalte und Methoden

Wintersemester

Modul P1 (1. Semester): Einführung in die Pflegewissenschaft

ThemenÜbungen

Kommunikation

Führen eines Assessmentgesprächs

Modul P2 (1.Semester): Prinzipien pflegerischen Handeln anwenden

ThemenÜbungen

Einführung in die Pflegelabore

 
  • Hygiene: Händehygiene, Desinfektion von Arbeitsflächen + Materialien
  • Pflegedokumentation  
 

Pflegephänomen Haut: Körperpflege, Dekubitusprophylaxe

 
  • Ganzkörperpflege, Haarwäsche, Zahn- und Mundpflege, Rasur, Richten von Betten, An- und Auskleiden von Klienten 
  • Einschätzung des Dekubitus-Risikos, 30° + 135° Lagerung, Lagerung im Sitzbett
 

Pflegephänomen Herz-Kreislauf: Ermitteln von Vitalzeichen, Thromboseprophylaxe

 
  • Blutdruck, Puls + Körpertemperatur messen, Fiebersenkende Maßnahmen
  • Verabreichen Medizinischer Thromboseprophylaxe- Strümpfe, Rückstromfördernde Gymnastik

Pflegephänomen Motorik: Sturzprophylaxe, Mobilität, Kontrakturprophylaxe, Clinical Assessment

 
  • Ermitteln des Sturzrisikos, Beratungsgespräch zur Sturzprophylaxe
  • Transfer eines Klienten im Bett und außerhalb
  • Bewegen von Gelenken
  • Durchführen eines Clinical Assessment  Bewegungsapparat
 

Pflegephänomen Flüssigkeitshaushalt und Ausscheidung

 
  • Unterstützung bei der Urin- + Stuhlausscheidung 
  • Obstipationsprophylaxe
 

Pflegephänomen Stoffwechsel und Ernährung

 
  • Unterstützung bei Essen + Trinken
  • Nahrungskonsistenzen und Hilfsmittel zur Nahrungsaufnahme
 

Modul P3 (1. Semester): Vitalfunktonen erhalten

ThemenÜbungen

Lebenserhaltende Maßnahmen

 
  • Kardio-Pulmonale Reanimation
  • Anwendung AED (Automatisierter Externer Defibrillator)
 

Modul P7 (3. Semester): Pflege partizipativ gestalten

ThemenÜbungen

Lebenserhaltende Maßnahmen

 
  • Kardio-Pulmonale Reanimation + Anwendung AED 
  • Schockmanagement
  • Notfallkoffermanagement
  • ABCDE-Assessment + SBAR
 

Pflegephänomen Atmung

 
  • Umgang mit Sauerstoff
  • Absaugen (Nasal, Oral, Endotracheal)
  • Tracheostomaversorgung 
  • Versorgung einer Thoraxdrainage
 

Pflegephänomen Stoffwechsel und Ernährung

 
  • Transnasale Magensonde legen + Nasenpflege
  • Versorgung PEG-Sonde
  • Verabreichung enterale + parenterale Ernährung
 

Onkologische Pflege

 
  • Versorgung eines Portsystems
  • Mund- und Hautpflege bei Chemo- + Strahlentherapie
  • Wundversorgung nach Mastektomie; nach Stomaanlage
 

Modul P8 (3. Semester): In Organisationen Pflegen

ThemenÜbungen

Pflege von Klienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

 
  • Simulation: Klient/-in mit Angina Pectoris
  • Simulation: Klient/-in mit Myokardinfakt
  • Aufzeichnen eines EKG
 

Pflege von Klienten mit Erkrankungen des Atmungssystems

 
  • Simulation: Klient/-in mit COPD
  • Simulation: Klient/-in mit Asthma bronchiale
 

Pflege von Klienten mit Erkrankungen des endokrinen Systems

 
  • Pflege + medikamentöse Therapie am Beispiel Diabetes mellitus
  • Versorgung von möglichen Folgeerkrankungen bei Diabetes mellitus
 

Pflege von Klienten mit Erkrankungen des Verdauungssystems

 
  • Pflege eines/einer Klienten/-in mit Morbus Crohn o. Collitis Ulzerosa
  • Simulation: Klient/-in mit einem Ileus
 

Pflegephänomen Haut: Wundversorgung

 
  • Versorgung Dekubitus, Ulcus cruris, post-operative Wundversorgung
  • Simulation: Beratung eines/r Klienten/-in mit chronischer Wunde
 

Sommersemester

Modul P6 (2. Semester): Pflegerische Konzepte anwenden

ThemenÜbungen

Pflegephänomen Flüssigkeitshaushalt und Ausscheidung

 
  • Transurethrale Katheterisierung
  • Versorgung eines suprabubischen Katheters (SPK)
  • Umgang mit Inkontinenzmaterial
 

Pflegephänomen Atmung: Pneumonieprophylaxe

 
  • VATI-Lagerungen
  • Dehn- + Drainagelagerungen
  • Atemgymnastik
  • Atemstimulierende Einreibung (ASE)
 

Mitwirken bei der medizinischen Diagnostik und Therapie

 
  • Kapillare + venöse Blutentnahme
  • Legen eines peripher-venösen Zugangs
  • S.c. + i.m. Injektion
  • Aufziehen + Aufbereiten von Medikamenten
  • Verabreichen einer  Infusion
  • Umgang mit Infusomat + Perfusor
  • Versorgung eines zentralen Venenkatheters (ZVK)
  • Unterstützung bei der Transfusionstherapie
 

Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen

 
  • Simulation: Präoperative Pflege
  • Simulation: Postoperative Pflege
 

Modul P12 (4. Semester): Menschen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen pflegen

ThemenÜbungen

Pflege von Klienten mit neurologischen Erkrankungen

 
  • Simulation: Klient/-in mit Morbus Alzheimer
  • Pflege von Klienten nach Apoplex und zerebraler Blutung: Bobath-Konzept + Kinästhetik, Basale Stimulation
 

Pflege von Klienten mit psychischen Erkrankungen

 
  • Simulation: Klient/-in mit Körperbildstörung
  • Simulation: Klient/-in mit Halluzination
  • Simulation: Klient/-in mit bipolarer Störung
  • Simulation: Erhebung  eines Risk-Assessments
 

 

 

In Skillstrainings werden Fertigkeiten z.B. fachgerechte Händedesinfektion, Ganzkörperwaschung eines Patienten oder das Aufbereiten von Medikamenten geübt. 

Simulationen dagegen spiegeln komplexe und vollständige Handlungen und Handlungsketten wider. In Zuge des international angelegten RADAR-Projektes wurden im Februar 2013 und 2014 von Studierenden aus 7 verschieden Nationen Szenarios entwickelt, im Pflegelabor eintrainiert und per Videografie aufgezeichnet. Eines der Videos ist in Kürze hier zu sehen. Das Szenario beschreibt die Pflegesituation einer Patientin, die in der frühen postoperativen Phase bewusstlos wird. Die Studierenden lernen in diesem Fall die Situation der Patientin mittels des sog. „ABCDE Assessments“ systematisch einzuschätzen, die sofortigen therapeutischen Interventionen und die Informationsweitergabe an den behandelnden Arzt in der Klinik strukturiert und kompetent einzuleiten. 

Die Studierenden erhalten zu Beginn ihres Studiums ein Begleitbuch für Simulationsübungen in den Pflegelaboren zur Vorbereitung auf die klinisch-praktische Ausbildung“. Im Begleitbuch sind alle Laborübungs-Szenarien integriert und die Inhalte mit Zielhorizont detailliert beschrieben. So können sich Studierende gezielt vorbereiten. Gleichzeitig erlaubt das Begleitbuch auch die Selbsteinschätzung des Wissensstandes und der eigenen Lernfortschritte. 

Sowohl die Lehre als auch die Laborübungen werden von Hochschullehrenden, von akademisch qualifizierten Pflegenden sowie von Medizinern initiiert und durchgeführt. Darüber hinaus begleiten Tutorinnen und Tutoren die Übungen. 

Das Lernen im beruflichen Umfeld ist im Gegensatz zu den Laborübungen durch reale Problemsituationen gekennzeichnet. Die Vorerfahrungen der Studierenden aus den Laborübungen schaffen die Grundlage für den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis. Für die Beobachtung, Anwendung, Evaluation und Reflexion spezifischer Lerninhalte in der beruflichen Praxis steht den Studierenden ein Lernzielkatalog zur Verfügung. Damit wird auch den professionell Pflegenden in den Praxisinstitutionen ein Zugang zum Stand der akademischen Ausbildung und zum individuellen Wissenstand der Studierenden ermöglicht. 

Die erworbenen pflegerischen Kompetenzen werden in so genannten Objective Structured Clinical Examination (OSCE-Prüfungen) in den Pflegelaboren geprüft. Die Prüfung erfolgt in Form einer simulierten Pflegesituation in den Laboren des Fachbereichs. Die Studierenden erhalten ein schriftlich ausgearbeitetes Fallbeispiel und eine konkrete Aufgabenstellung zur selbständigen Bearbeitung.