Klimprax Stadtklima

KLIMPRAX Wiesbaden/Mainz – Stadtklima in der kommunalen Praxis. Handlungsleitfaden Anpassung

Projektleitung: Prof. Dr. Henny Annette GreweProf. Dr. Beate Blättner

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Simone Richter, M.Sc. Public Health; Caroline Wöhl, B.Sc. Gesundheitsmanagement

Projektpartner: INFRASTRUKTUR & UMWELT Professor Böhm und Partner, Leitung: Dr.-Ing. Sandra Pennekamp

Förderung: HLNUG

Laufzeit: 01.07.2017 – 30.04.2019

Kontakt:

Caroline Wöhl

Caroline Wöhl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "KLIMPRAX Wiesbaden/Mainz – Stadtklima in der kommunalen Praxis. Handlungsleitfaden Anpassung"

Gebäude 34, Raum 003
Caroline Wöhl +49 661 9640-6330

    Mit dem Klimawandel wird die Anzahl, Dauer und Intensität sommerlicher und heißer Tage zunehmen. In besiedelten Bereichen führt der sogenannte Wärmeinseleffekt zu einer überproportionalen Temperaturerhöhung in verdichteten Stadtbereichen. Hitzeperioden mit Temperaturen von über 30°C und Tropennächte, das heißt eine nächtliche Abkühlung nicht unter 20°C, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von hitze(mit)bedingter Mortalität und Morbidität. Vor dem Hintergrund dieser negativen Auswirkungen von Hitzeereignissen auf das menschliche Wohlbefinden und die Gesundheit muss sich die Stadtplanung verstärkt mit den Zusammenhängen zwischen der Veränderung des Klimas und den spezifischen Effekten in bebauten Bereichen auseinandersetzen, denn die Gewährleistung gesunder Lebens- und Arbeitsverhältnisse ist eine wichtige Aufgabe der Stadtplanung.

    Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Anleitungen und Empfehlungen zur Aufbereitung und Bewertung von Ergebnissen aus Klimaanalysen und -projektionen für Kommunen unterschiedlicher Größenordnung inklusive der kartographischen Ergebnisdarstellung der aufbereiteten Klimaanalyse und -projektion als Grundlage für die Planungspraxis sowie die Ermittlung von Sensitivität und Betroffenheit der menschlichen Gesundheit durch den Klimawandel in Städten unterschiedlicher Größenordnung unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren (z.B. stadtstrukturellen, sozioökonomischen, demografischen Gegebenheiten) für Gegenwart und Zukunft.

    Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den Ergebnissen aus den vorangegangenen Bausteinen des KLIMPRAX-Projektverbunds allgemein verständlich aufbereitet und in einem Handlungsleitfaden für Kommunen zusammengefasst.

    Fulda bearbeitet den Leistungsbaustein 2: Hier ist das Ziel, den Erkenntnisstand zur Sensitivität von Stadtteilen bzw. Quartieren gegenüber den temperaturbezogenen Folgen des Klimawandels für den Handlungsbereich menschliche Gesundheit beispielhaft für die Städte Mainz und Wiesbaden in einem Geoinformationssystem aufzubereiten, und zwar für die Gegenwart sowie projiziert in die nähere (voraussichtlich 2030) und fernere Zukunft (voraussichtlich 2060) und daraus Handlungsempfehlungen für andere Städte unterschiedlicher Größen abzuleiten. Auf Basis dieser Sensitivitätsszenarien sollen in Verbindung mit den Klimaanalysen verbesserte Grundlagen für Abwägungsentscheidungen z. B. in der Stadtplanung bereitgestellt werden.